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·10. April 2026
VAR-Fehler gegen Atletico: Barça legt offiziell Protest ein

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·10. April 2026

Der FC Barcelona hat offiziell Protest bei der UEFA gegen die Wertung des Viertelfinal-Hinspiels in der Champions League gegen Atletico Madrid eingelegt. Am vergangenen Mittwoch hatten die Katalanen ihr Heimspiel gegen die Rojiblancos mit 0:2 verloren, nachdem man früh in Unterzahl agieren musste.Der Platzverweis nach Notbremse von Pau Cubarsi war aber nicht die Szene, die nach dem Spiel die Barça-Gemüter erhitzte. Vielmehr war es der "gravierender Fehler" in der 54. Minute, der nach Meinung von Barça dem Schiedsrichterteam unterlaufen war. Speziell im Fokus steht dabei der deutsche Video-Schiedsrichter Christian Dingert.
"In der Situation, in der sie den Ball im Strafraum mit der Hand spielen, verstehe ich nicht, warum der VAR nicht eingreift. Komm schon, das ist klar", monierte Hansi Flick zunächst im Interview mit Movistar. Und legte auf der Pressekonferenz in Richtung Dingert nach: "Der VAR war sehr auf Atletico ausgerichtet. Es war ein Deutscher, danke Deutschland."
Nach Meinung des 61-Jährigen hätte die besagte Szene nicht nur zu einem Elfmeter für Barça führen müssen – und damit zum möglichen 1:1-Ausgleich. Sondern auch einen Platzverweis für Atletico nach sich ziehen sollen. "In solchen Situationen... – wozu haben wir denn den VAR? Ich kann das nicht verstehen. Denn normalerweise ist es ein Elfmeter und die zweite Gelbe, also ein Platzverweis."
Entsprechend heißt es in der Barça-Mitteilung zum Protest auch: "Der Verein ist der Ansicht, dass es zu einer Schiedsrichterentscheidung kam, die gegen die geltenden Regeln verstößt und direkten Einfluss auf den Spielverlauf und das Ergebnis hatte."Man fordere "die Einleitung einer Untersuchung, Einsicht in die Kommunikation der Schiedsrichter sowie gegebenenfalls die offizielle Anerkennung der Fehler und die Ergreifung entsprechender Maßnahmen".
Dass die Katalanen mit ihrem Einspruch erfolgreich sind, ist so gut wie auszuschließen. Zum einen, weil es sich um eine Tatsachenentscheidung handelt. Zum anderen, weil die UEFA damit einen brisanten Präzedenzfall schaffen würde. Zumal das Rückspiel in Madrid schon am kommenden Dienstag ausgetragen wird.
Doch was war überhaupt passiert? Atletico-Keeper Juan Musso passte beim Torabstoß zu Innenverteidiger Marc Pubill, der innerhalb des Fünfmeterraums stand. Der Abstoß war damit faktisch ausgeführt, Pubill nahm den Ball jedoch in die Hand und legte ihn auf die Kante des Fünfmeterraums, um ihn dann zu seinem Torhüter zu passen.
Eine Szene, die an das Duell Arsenal gegen Bayern im April 2024 erinnerte, als die Münchner einen Strafstoß vorderten. Der Scheidsrichter erklärte damals aber wohl, es sei ein "Kids Mistake", weshalb er im Sinne des Fußballs keinen Elfmeter geben wollte.
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