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·8. Juli 2026

Verkaufen, um zu kaufen: Tchouaméni-Abgang als Schlüssel?

Artikelbild:Verkaufen, um zu kaufen: Tchouaméni-Abgang als Schlüssel?
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Laut Medien besteht in England Interesse an Tchouaméni – Foto: Jose Manuel Alvarez Rey/Getty Images

Real braucht weitere Einnahmen

Obwohl Real Madrid durch indirekte Transfers respektive Verkäufe von ehemaligen Canteranos wie Nico Paz, Víctor Muñoz, Álvaro Rodríguez oder Mario Gila offenbar schon mehr als 100 Millionen Euro an Einhahmen verzeichnet hat, verfolgen die Königlichen  im laufenden Transfersommer eine klare „Verkaufen-vor-Kaufen“-Strategie: Bevor weitere Neuzugänge finanziert werden, sollen zunächst Einnahmen durch Verkäufe erzielt werden. Zwar hat der spanische Rekordmeister bis dato keinen seiner bisherigen Stammspieler proaktiv auf dem Markt angeboten, und dennoch gelten unter anderem Eduardo Camavinga, Aurélien Tchouaméni und sogar Federico Valverde nicht als grundsätzlich unverkäuflich, vor allem im Hinblick auf eine mögliche Verpflichtung eines kreativen Mittelfelfdspielers.


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Manchester United plant Gespräche

Diese Entwicklung hat in England sofort ein Schwergewicht auf den Plan gerufen: Manchester United soll in Tchouaméni den idealen, langfristigen Nachfolger für Casemiro im defensiven Mittelfeld sehen. Laut „The Athletic“ plant Uniteds Sportdirektor Jason Wilcox bereits für die kommenden Tage eine Reise nach Madrid, um mit den Verantwortlichen der Königlichen direkte Verhandlungen aufzunehmen. Die „Red Devils“ sollen demnach  deutliche Bereitschaft signalisieren, eine hohe Ablösesumme zu investieren, um ihren Wunschspieler nach Old Trafford zu lotsen, zumal der Klub nach dem Transfer von Mateus Fernandes, den man in Manchester gerne verpflichtet hätte, zu Tottenham Hotspur, unter Zugzwang steht.

Gehalt als mögliche Hürde

Finanziell wäre der Transfer für die Engländer jedoch ein echter Kraftakt. Real Madrid dürfte eine hohe Ablösesumme für den Mittelfeldakteur, dessen Vertrag noch bis Sommer 2028 läuft, fordern, da Tchouaménis Transfer Real im Sommer 2022 bereits eine stattliche Fixsumme von 80 Millionen Euro gekostet hatte. Zudem droht United ein Gehaltsdilemma: Der neue Anteilseigner INEOS drängt den Premier-League-Club zu einem harten Sparkurs und will die Gehaltsstrukturen drastisch kürzen. Da Tchouaméni in Manchester jedoch ähnliche Bezüge wie einst Casemiro (rund 350.000 Pfund pro Woche) fordern dürfte, müsste der Franzose bei einem möglichen Wechsel wohl spürbare finanzielle Einbußen in Kauf nehmen. Ob der Franzose dazu auch bereit wäre, bleibt unklar.

Aktuell spielt der 26-Jährige mit der französischen Nationalmannschaftbei der FIFA WM in Nordamerika, wo der zweifache Weltmeister am Donnerstagabend (9. Juli, 22 Uhr) im Viertelfinale auf Marokko trifft. Ob Tchouaméni dabei mitwirken kann, ist unklar, denn Reals Abräumer ist seit Turnierbeginn nicht zu 100 Prozent fit, musste bereits im Gruppenspiel gegen den Irak und im Achtelfinale gegen Paraguay angeschlagen passen.  Der Wechsel von Casemiro von Real Madrid zu United im Sommer 2022 zeigte jedenfalls, dass in auch ein später Transfer nach Manchester durchaus vorstellbar wäre, denn damals warteten die Engländer bis spät in den August, bis sie die Verpflichtung des Brasilianers schließlich getätigt hatten.

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