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·17. Januar 2026

Verl nach 5:2 an der Spitze – Hansa siegt in letzter Sekunde

Artikelbild:Verl nach 5:2 an der Spitze – Hansa siegt in letzter Sekunde

Die 3. Liga hat einen neuen Tabellenführer: den SC Verl. Mit 5:2 setzten sich die Ostwestfalen am Samstag gegen den SV Waldhof Mannheim durch. Energie Cottbus kam dagegen nur zu einem 1:1 beim 1. FC Saarbrücken, auch Rot-Weiss Essen musste sich bei 1860 München mit einem 1:1 zufrieden geben. In Rostock deutete sich im Spiel gegen Aue bis kurz vor Schluss ebenfalls ein 1:1 an, doch in der vierten Minute der Nachspielzeit traf Naderi per Traumtor zum 2:1. Zudem unterlag Ulm gegen Wiesbaden.

Verl 5:2 Mannheim: Besio mit Hattrick binnen 17 Minuten

Der SC Verl hatte ein klares Ziel vor Augen: Mit einem Sieg und passenden Ergebnis aus Saarbrücken war die Tabellenführung möglich. Und schon nach nicht einmal einer halben Stunde schien der Sportclub seine Hausaufgaben gelöst zu haben – dank Besio, der binnen 17 Minuten einen Hattrick erzielte. Dabei hatte Mannheims Klünter entscheidenden Anteil am frühen Rückstand: Zwei Schüsse des Offensivspielers fälschte er unglücklich ab. Der erste Abschluss aus halblinker Position im Strafraum gar unhaltbar (12.), der zweite wäre aus nahezu identischer Position wohl auch so im Netz gelandet (27.). Treffer Nummer drei servierte der Waldhof dann selbst: Nach einem Fehler im Spielaufbau stand Besio frei vor dem Tor und ließ dem Keeper keine Chance (30.).


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Auf der komfortablen Führung ruhte sich Verl jedoch nicht aus. Zunächst scheiterte Taz per Freistoß noch an Nijhuis' Glanzparade (47.), wenig später überlistete er nicht nur ihn. Wieder ein solch ruhender Ball, den der Ex-Mannheimer gewitzt in das Tor schlenzte (52). Der Treffer zählte, die Situation war freigegeben. Der Auftakt einer wilden Phase. Einen fragwürdigen Handelfmeter verwandelte Lohkemper (57.) und nutzte zwei Minuten danach einen Fehlpass der Gastgeber (59.). Schöpften die Buwe wieder Hoffnung, erstickte Verl diese kurz darauf in Keim. Stark schob nach einem Steckpass souverän zum 5:2 ein (61.). Dennoch wollten die Kurpfälzer den Doppelschlag als Ansporn nehmen und nisteten sich in die Hälfte der Verler ein. Ein dritter Treffer gelang den Waldhöfern aber nicht. In der Schlussviertelstunde ließ Verl die Uhr runterlaufen lassen. Da Cottbus in Saarbrücken 1:1 nur spielte, ist der SC Verl neuer Tabellenführer, Mannheim verpasste es, in der Tabelle zu klettern: Stattdessen fallen die Buwe durch die dritte sieglose Partie in Folge auf den 12. Platz.

Rostock 2:1 Aue: Last-Minute-Party für Hansa

Schon vor dem Anpfiff setzte Hansa ein Ausrufezeichen: Zum 60-jährigen Jubiläum zeigten die Rostocker Fans eine Choreographie über das gesamte Stadion. Sportlich begann die Partie für Aue mit schlechten Nachrichten: Majetschak musste nach einem Zusammenprall mit Voglsammer verletzt ausgewechselt werden. Die erste Chance ließ auch nicht lange auf sich warten: Clausen schloss einen Konter ab, Uphoff hatte jedoch kaum Mühe (12.). Drei Minuten später musste sich der Hansa-Keeper deutlich mehr strecken, als Günther-Schmidt aus kurzer Distanz auf das lange Eck zielte. In der Schlussphase der ersten Hälfte kam Rostock der Führung näher. Aues Ehlers köpfte beinahe ins eigene Tor (35.), Voglsammer zögerte bei einem Konter zu lange (39.). Kurz vor der Pause schien der Bann gebrochen. Dirkner vollendete einen gut gespielten Konter zur Führung (44.), doch Bär erzielte ungehindert per Kopf noch den Ausgleich (45.+4).

Trotz des späten Ausgleichs kam Rostock besser aus der Halbzeitpause. Gerade einmal fünf Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, da zog Voglsammer aus dem Rückraum ab. Malone blockte im Fünfmeterraum (48.). Die Gastgeber schnürten Aue nun in der eigenen Hälfte ein, doch beinahe stellten die Veilchen das Spielgeschehen der zweiten Halbzeit auf den Kopf. Bergh legte auf Bär zurück, der den Blick für Clausen am Elfmeterpunkt hatte. Der Offensivspieler zog sofort ab, doch Uphoff rettete Hansa mit einem starken Reflex vor dem 1:2. Auf der anderen Seite holte Naderi im Strafraum zum Schuss aus, wurde aber im allerletzten Moment von Collins noch gestoppt (70.). Was Aue in Hälfte eins gelang, wollte Hansa nun umsetzen. Zuerst schoss Neidhart knapp über die Latte (90.), ehe Naderi per Traumtor unhaltbar zur späten Rostocker Party traf (90.+4). Der späte Treffer und das elfte Spiel in Folge ohne Niederlage hieven Rostock auf den Relegationsplatz. Aue verharrt auf Rang 16.

1860 1:1 Essen: Reinthaler antwortet Obuz

So klangvoll die Paarung lautete, blieb diese weite Strecken der ersten Halbzeit hinter den Erwartungen. Essen hatte viel Ballbesitz, der TSV 1860, der gleich elf Ausfälle zu verkraften hatte, konzentrierte sich auf das kompakte Verteidigen. Nennenswerte Torchancen gab es kaum. Den ersten Abschluss der Begegnung setzte Hobsch. Der noch abgefälschte Ball flog allerdings über die Latte. Sechs Minuten später kam auch der Gast aus Essen zu einer Möglichkeit. Nach einem Fehler der Löwen wurde Mizuta im Zentrum gesucht – über Umwege kam das Spielgerät schließlich in den Rückraum zu Swajkowski. Der zog direkt ab – aber direkt in die Arme von Vollath (14.). Sowohl den Sechzger als auch den Essenern fehlte es immer wieder am letzten Pass, weshalb beide Defensivreihen bisher nicht überwunden werden konnten.

Auch der zweite Durchgang war sehr zerfahren, obwohl 1860 schwungvoll aus der Kabine kam. Lippmann flankte in Richtung zweiter Pfosten – vor dem zum Kopfball bereiten Jakob wischte Golz diese gerade noch weg. Die Löwen setzten auf Umschaltmomente oder auch Standards. Eine vielversprechende gab es in der 70. Minute: Volland flankte in den Strafraum, wo Hobsch aus guter Position zum Kopfball kam, doch der Aufsetzer ging direkt in die Arme von Golz. Es deutete sich ein torloses Unentschieden an – eine Punkteteilung wurde es auch, aber mit je einem Tor auf beiden Seiten. Zunächst schien RWE den Lucky Punch erzielt zu haben: Obuz schoss humorlos im Nachsetzen auf das Tor, Janssen fälschte noch leicht mit der Fußspitze ab (82.). Doch den konnte Essen nicht über die Ziellinie bringen. Aus dem Gewühl heraus stocherte Reinthaler den Ball aus wenigen Metern nach einer Ecke in die Maschen (90.). Durch das Remis bleibt RWE auf Platz vier und ist nun seit fünf Partien ungeschlagen, die Gastgeber rutschen auf Platz neun ab.

Saarbrücken 1:1 Cottbus: Powerplay und Chancenwucher des FCS

Gegen den Tabellenführer sollte für Luginger der erste Sieg her – und seine Mannschaft hatte Chancen en masse zur Führung. Nach vier Minuten kam Civeja frei vor dem Tor zum Abschluss, den Funk parierte. Die anschließende Ecke bugsierte Zeitz im Fallen an den Außenpfosten (4.). Die Saarländer machten munter weiter, hätten sich die frühe Führung verdient. Picks wuchtigen Abschluss wehrte Funk gerade noch über den Querbalken ab (12.), Sontheimer verfehlte aus der Distanz nur ganz knapp den Kasten (19.). Dazwischen hatte auch der Herbstmeister eine gute Gelegenheit: Borgmann flankte an den zweiten Pfosten, wo Rorig freistehend nur wenige Zentimeter vorbei köpfte. Warum Energie oben steht und der FCS unten? Das zeigte sich in der 45. Minute: Denn während die Saarländer beste Gelegenheiten vergaben, netzte der Herbstmeister ein: Cigerci legte quer, Hannemann löste sich im richtigen Moment und traf zum 1:0 (45.).

Vom späten Nackenschlag ließ sich Saarbrücken jedoch nicht unterbringen. Auch in den zweiten Durchgang starteten die Gastgeber fulminant – und dieses Mal erfolgreicher. Pick blieb nach einem Steckpass souverän und ließ Funk keine Chance (52.). Anschließend wurde es richtig wild. Nur zwei Zeigerumdrehungen später verpasste Pick die Führung, wiederum 60 Sekunden später köpfte Brünker an die Unterkante der Latte. Ein Weckruf für die Lausitzer, die nach knapp einer Stunde besser in die Partie fanden, da das Powerplay der Saarländer abebbte. Gleich zwei Mal zwangen die Gäste Menzel zu einer Parade. Sowohl Engelhardt (63.) als auch Cigerci versuchten es aus spitzem Winkel (68.). Saarbrücken blieb weiterhin dran, konnte jedoch nicht mehr wirklich gefährlich vor das Tor kommen. Cottbus verliert durch das Unentschieden die Tabellenführung und fällt auf Platz zwei. Die Saarländer bleiben nach der 13. Partie in Folge ohne Sieg auf Rang 14.

Ulm 0:1 Wiesbaden: SSV-Negativserie hält an

Während Ulm um den Klassenerhalt kämpft, möchte Wiesbaden nochmal im Aufstiegsrennen mitmischen. Beide Mannschaften starteten mit großem Willen und hatten einige Gelegenheiten zu Beginn, ehe es nach knapp elf Minuten richtig gefährlich wurde. Kaya schlug im Strafraum einen kurzen Haken, doch den Abschluss konnte Bazzoli in letzter Sekunde verhindern. Zehn Minuten später versuchte es May aus halbrechter Position. Die Kugel rauschte knapp über die Latte (21.). Auf der anderen Seite hatten Dajaku und Röser die beste Chance für Ulm. Eine Direktabnahme von Brandt konnte Schmitt nach Außen abwehren, wo Dajaku lauerte, aber weiter über den Kasten schoss (19.). Röser wiederum köpfte eine Freistoß-Flanke an den Pfosten (24.).

Ganz so spektakulär wie die erste Halbzeit wurde der zweite Durchgang nicht. Ulm betrieb zwar weiterhin einen hohen Aufwand, kam aber nur noch selten zu Torchancen. Auch, weil die Partie ruppiger wurde. Erst in der 75. Minute meldete Dajaku die Spatzen wieder an. Zuerst setzte er sich im Zweikampf gegen Gillekens durch und zog aus spitzem Winkel ab – Brdar fuhr den Fuß aus und parierte. In der 80. Minute ging Wiesbaden in Führung: Der Freistoß von Gözüsirin rutschte bis zum zweiten Pfosten durch. Darauf lauerte Bogicevic und schob ein. Ulm suchte die Antwort, doch El-Zeins Schlenzer strich nur wenige Zentimeter über die Latte (85.). Die Spatzen bleiben nach der zehnten Niederlage aus den letzten elf Spielen damit auf dem 18. Tabellenplatz. Wiesbaden dagegen springt auf Rang acht.

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