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·21. September 2026

Verl wieder im Funktionsmodus: "Intern waren wir nicht unruhig"

Artikelbild:Verl wieder im Funktionsmodus: "Intern waren wir nicht unruhig"

Drei Siege aus den letzten vier Spielen: Der SC Verl hat den Horrorstart in die Saison verarbeitet und am Freitagabend die Würzburger Kickers mit 2:1 nach Hause geschickt. Cheftrainer Orest Shala war mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden – und hatte auch eine klare Meinung zur strittigsten Szene des Abends.

"Sehe den ersten Kontakt klar bei Bonga"

FWK-Stürmer Tarsis Bonga startete in der 84. Spielminute auf freier Strecke durch – und prallte weit vor dem Sechzehner mit dem herausstürmenden Torhüter des SC Verl zusammen. Timo Schlieck blieb anschließend regungslos auf dem Platz liegen, musste in der Folge wegen einer Kopfverletzung ausgewechselt werden. Sichtlich benommen verließ der SCV-Keeper das Feld. Und trotzdem war die Szene strittig, weil sich FWK-Cheftrainer Michael Schiele um einen Platzverweis wegen Notbremse gegen Schlieck "betrogen" fühlte. SCV-Coach Orest Shala hielt dagegen. "Ist ja klar, was meine Einschätzung zu der Szene ist", kündigte der 34-Jährige in der Pressekonferenz nach dem Spiel an, nachdem sein Spieler verletzt ausgewechselt werden musste.


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"Ich sehe den ersten Kontakt klar bei Bonga, das ist meine Einschätzung. Ich verstehe natürlich, dass mein Kollege da eine andere Sicht auf die Dinge hat, aber für mich hat der Schiedsrichter in der Situation alles richtig entschieden", ordnete Shala für die Verler ein. Schlieck habe beim Herauslaufen keine andere Möglichkeit gehabt, der gegnerische Stürmer sei schlichtweg in den Torwart hineingerannt – andererseits traf der SCV-Keeper eben auch nicht den Ball bei seinem Einsteigen. Schiedsrichter Lennart Kernchen pfiff jedenfalls kein Foulspiel gegen Würzburg. liga3-online.de-Experte schätzte die Szene als Fehlentscheidung ein und sprach sich für einen Platzverweis von Schlieck aus.

"Hut ab vor meiner Mannschaft"

Eine strittige Szene, die den Spielverlauf womöglich noch verändert hätte. So war Verl über weite Strecken das tonangebende Team, das sich im ersten Abschnitt mit zwei Treffern in Führung brachte. Kurz nach der Pause war es jener Tarsis Bonga, der die Würzburger wieder heranbrachte. Abgesehen vom Schreckmoment in der Schlussphase spielten die Ostwestfalen das 2:1 jedoch sicher herunter. "Ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaft am Ende der Englischen Woche, was ja auch viele Körner gekostet hat", fasste Shala zusammen. "Im dritten Spiel so zu spielen, da kann ich nur meinen Hut vor der Leistung ziehen." Dass das Ergebnis verdient sei, daran hatte der 34-Jährige keine Zweifel.

Und damit schließt sich für Verl wiederholt ein Kreis in der 3. Liga. Denn nach drei Niederlagen zum Auftakt, in denen das Abwehrverhalten der Ostwestfalen zum Teil haarsträubend war, konnte sich der Sportclub nun wieder zehn Punkte aus vier weiteren Spielen holen. Eine Geschichte, die aus Verler Sicht nicht unbekannt ist. "Mit der Entwicklung meiner Mannschaft bin ich sehr zufrieden, wenn man mal hinschaut, wo wir nach drei Spieltagen standen. Intern waren wir zwar nicht unruhig, aber trotzdem startest du mit drei Niederlagen", blickte Shala noch einmal zurück. "Also Hut ab vor meiner Mannschaft, wie sie das heute umgesetzt hat von der ersten bis zur letzten Minute." Nach der Länderspielpause geht es nach Düsseldorf.

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