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·18. Juni 2026

Verträge bis 2027 – bei diesen FC-Profis muss Thomas Kessler bald eine Entscheidung treffen

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Verträge bis 2027 – bei diesen FC-Profis muss Thomas Kessler bald eine Entscheidung treffen

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Andreas Breuer

18 Juni, 2026

Am 30. Juni 2027 laufen die Verträge von gleich sieben FC-Profis aus. Marvin Schwäbe ist Kapitän und unumstrittener Stammtorwart, Offensivtalent Youssoupha Niang gilt als Versprechen für die Zukunft. Unterdessen kommen Luca Waldschmidt und Marius Bülter nicht über ihre Rollen als Ersatzspieler hinaus. Bei allen Spielern gibt es Gründe für und gegen einen Verbleib beim 1. FC Köln: Diese Vertragsentscheidungen stehen bald an.

Die Situationen der Spieler, deren Verträge auslaufen, sind geklärt. Es wurden Kaufoptionen gezogen, Leihen beendet, Kontrakte ausgeweitet. Neben den fehlenden Neuzugängen dürfte der Fokus aber auch auf den Verträgen liegen, die 2027 auslaufen. Denn wenn die Geißböcke noch an diesen Spielern verdienen wollen, wäre jetzt der letzte Zeitpunkt. Die Alternative sind wohl Vertragsverlängerungen, aber auch da müsste Kessler aktiv werden.

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Thomas Kessler vom 1. FC Köln

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Die Spieler mit auslaufenden Verträgen sind eine der Baustellen, die FC-Sportchef Thomas Kessler im Rahmen der Kaderplanung angehen muss. Bei manchen Profis stehen die Zeichen auf Verlängerung. Andere Kandidaten kommen für einen vorzeitigen Abschied in Frage. Erst einmal vom Tisch ist auf jeden Fall die Causa Timo Hübers. Zwar hat das Arbeitspapier des Innenverteidigers auch nur eine Gültigkeit bis zum 30. Juni 2027, allerdings wurde der Vertrag des Ex-Kapitäns erst vor ein paar Wochen bis zu ebenjenem Zeitpunkt verlängert (come-on-fc.com berichtete). Hübers hatte sich im vergangenen Jahr schwer am Knie verletzt und arbeitet derzeit an seinem Comeback. Wann er wieder in einem Bundesligaspiel auf dem Platz stehen kann und wie der Innenverteidiger danach Fuß fasst, steht noch in den Sternen.

Drei offene Torwart-Fragen

Ganz anders ist die Situation bei Marvin Schwäbe. Der gebürtige Dieburger gehört als Stammtorwart und Kapitän zweifellos zu den Stützen des FC-Teams. Ein Abgang wäre menschlich und sportlich ein Verlust. Dank seiner Fähigkeiten auf der Linie und in 1-zu-1-Situationen muss er sich vor den besten Bundesliga-Torhütern nicht verstecken. Und im Spielaufbau hat Schwäbe ebenfalls Stärken. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der FC-Keeper in punkto Strafraumbeherrschung nicht immer den sichersten Eindruck macht.

Schwäbe selbst kann sich eine Zukunft in Köln vorstellen, wurde von seinem Managment angeblich aber auch schon auf dem Markt angeboten. Offenbar ist der FC hinsichtlich einer vorzeitigen Vertragsverlängerung aber gar nicht im Zugzwang. Denn laut einem Bericht der BILD-Zeitung besagt eine Vertragsklausel, dass sich Schwäbes Kontrakt bis 2028 verlängert, wenn er in der kommenden Spielzeit rund zwanzig Mal zum Einsatz kommt. Kessler könnte hier also erst einmal die weitere Entwicklung abwarten und zunächst die weiteren Kader-Baustellen angehen.

Ron-Robert Zieler und Mathias Köbbing komplettieren das Torwart-Trio mit auslaufenden Verträgen. Aber auch hier drängt eine zeitnahe Entscheidung aus Sicht des 1. FC Köln nicht, zumal beide Keeper für die Position als Nummer 1 im FC-Tor ohnehin nicht in Frage kommen.

Offensiv-Routiniers mit Zukunft beim FC?

In der Offensive stehen mit Luca Waldschmidt und Marius Bülter zwei erfahrene Akteure im Fokus, deren Verträge ebenfalls 2027 enden. Waldschmidt ist ein feiner Techniker und zudem variabel einsetzbar. Er machte vor allem in der zweiten Saisonhälfte 2025/26 mit einigen Scorer-Punkten auf sich aufmerksam – allerdings in erster Linie als Joker. Denn als Stammspieler konnte sich Waldschmidt beim FC bislang nicht etablieren, dafür sind seine Leistungen zu inkonstant. Das spricht auch gegen eine vorzeitige Vertragsverlängerung. Zumal Waldschmidt mit der Rolle des Ergänzungsspielers ohnehin unzufrieden sein dürfte. Sollte es also einen Markt für den Spieler geben, könnten die Zeichen im Sommer eher auf Trennung stehen, bei der Köln dann noch Transfereinnahmen generieren könnte.

Auch für Marius Bülter könnte man in diesem Sommer noch eine marktgerechte Ablöse kassieren. „Bülti“ legte beim FC mit vier Scorerpunkten in den ersten beiden Saisonspielen einen Traumstart hin. Anschließend wurde es aber lange Zeit ziemlich ruhig um den Offensivakteur, der erst Richtung Saisonende wieder Fahrt aufnahm und bei Union Berlin ein Traumtor schoss. Bülter fehlt aber genau wie Waldschmidt die Konstanz, um eine dauerhafte Startelf-Option zu sein. Zudem ist er mit 33 Jahren auch schon im gehobenen Fußballalter.

Für einen Verbleib des gelernten Linksaußen könnte aber sprechen, dass Thomas Kessler mit Said El Mala und Jakub Kaminski seine besten linken Offensivspieler möglicherweise noch verkauft. Zwar werden sich die Geißböcke dann zweifellos nach Alternativen umschauen, könnten aber mit Bülter als Backup planen. Eine Vertragsverlängerung würde aber wohl nur zu leistungsbezogenen Konditionen Sinn ergeben.

Wie geht es weiter mit Niang?

Bliebe noch Youssoupha Niang. Das junge Sturmtalent gilt als Versprechen für die Zukunft, deshalb wäre ein ablösefreier Wechsel im Sommer 2027 besonders schmerzhaft. Unter Lukas Kwasniok gab Niang in der Rückrunde gegen den BVB sein Startelfdebüt in der Bundesliga. Bei René Wagner kam er aber bislang nur zu einigen Kurzeinsätzen.

Trotzdem würde eine Vertragsverlängerung Sinn machen. Damit könnte der 1. FC Köln verhindern, im nächsten Jahr ein weiteres Talent ohne angemessenen Transfererlös zu verlieren. Und sollte Niang in Wagners Kaderplanungen für die kommende Saison keine Rolle spielen, könnte man dem jungen Spieler mit einer Leihe mehr Einsatzzeit und den nächsten Entwicklungsschritt ermöglichen.



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