VfB, Du geile Sau! | OneFootball

VfB, Du geile Sau! | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: Vertikalpass

Vertikalpass

·11. Januar 2026

VfB, Du geile Sau!

Artikelbild:VfB, Du geile Sau!

Start ins Jahr gegen Leverkusen, Angstgegner, Endgegner, sieglos seit 2018. Erst kein Glück gehabt, dann kam in den letzten zwölf Bundesliga- und drei Pokalbegegnungen auch noch Pech dazu und wenn das nicht reichte, ein überforderter Schiedsrichter. Wie Schiri Felix Zwayer, der für das Topspiel am 16. Spieltag angesetzt wurde. Das hatte schon das Potential für die übliche Enttäuschung gegen den Werksclub. Anstatt dessen wurde es das Spektakulärste, was in Leverkusen seit dem 16. Mai 1992 passiert ist.

Wahlweise wird von einer „brutalen ersten Halbzeit“ (sky-Kommentator Wolff Fuss), einer „Zerstörung” (Süddeutsche Zeitung), einer „Demütigung“ (ZVW) gesprochen – oder eben vom Spektakulärsten, was es in Leverkusen seit dem 16. Mai 1992 gegeben hat. Matchwinner Jamie Leweling meinte ganz nüchtern, dass es “eine gute Taktik vom Trainer“ gewesen sei.


OneFootball Videos


Die hieß: Sofort hellwach zu sein, konsequente Manndeckung über den ganzen Platz, energische Zweikampfführung, Pressing mit bis zu sieben Spielern bei Abstoß Leverkusen. Die VfB-Fans im Stadion (wieder mal stabiler Support!) und zu Hause und in den Kneipen vor dem Fernseher kennen das aus den Begegnungen unter Sebastian Hoeneß. Der VfB stets mit einer hervorragenden Leistung.

Was dieses Mal anders ist: Der VfB schießt den Vizemeister des letzten Jahres ab. Sechs Torchancen, vier Tore. Bei den vergebenen Chancen schaffte es Josha Vagnoman aus drei Metern Mark Flekken anzuköpfen und beim dritten Treffer von Leweling stand Deniz Undav im Abseits. Aber es ist schon richtig: Nicht nur bei der WM braucht es „eine geile Sau wie mich“ (Deniz über Undav), auch der VfB braucht ihn – jetzt mit elf Scorern in zwölf Bundesligaspielen. Fällt mir nur geil ein!

Ist es eine Genugtuung, endlich gegen Leverkusen gewonnen zu haben?

Das würde Sebastian Hoeneß nie zugeben. Aber der deutliche Sieg ist ein Statement, ein Nachweis seiner Exzellenz und der Stärke der Mannschaft. Trotzdem glaubte der Trainer angeblich erst an einen Sieg, nachdem die 88. Minute angebrochen war. Zu viel ist kaputt gegangen und schief gelaufen in den letzten Spielen gegen Leverkusen. Manchmal war es einfach nur tragisch, wie im März 2025 beim 3:4 im Neckarstadion.

Abseits von der geilen Sau und dem Doppel-Torschützen Leweling muss auch Atakan Karazor genannt werden, der Alex Garcia aus dem Spiel nahm. Und Alex Nübel, der mit einem überragenden Reflex den Anschluss verhinderte, als Leverkusen ein bisschen halblebig versuchte, zurück ins Spiel zu kommen. Aber der Hjulmand-Elf gelang nichts. Ein Indiz für deren Chancenlosigkeit: Robert Andrich kam nicht einmal zum Foulen, sondern lief als Abwehrchef wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Gegend.

Ist es eine Genugtuung, endlich gegen Leverkusen gewonnen zu haben?

Für mich auf jeden Fall. Zu oft habe ich Stefan Kießling oder Patrick Schick Tore gegen den VfB schießen und Rudi Völler auf der Tribüne grinsen sehen. Der vergrub sich beim 1:4 immer tiefer in seinen Bart und in seinen Wintermantel. Aber es gibt nur ein VfB und wer den Sieg der Stuttgarter nicht abfeiert, hat den Fußball nie geliebt. VfB, Du geile Sau!

Das 4:1 gegen Leverkusen erinnert ein bisschen an das 5:2 gegen Leipzig. Auch vor zwei Jahren wurde endlich ein Gegner besiegt, der einfach nur nervte. Die Saison endete mit der Vizemeisterschaft. Auch 2026 hat der VfB viel vor. In Bundesliga, Pokal und Europa League sind diesem Trainer und dieser Mannschaft keine Grenzen gesetzt.

Zum Weiterlesen: Unser vertikalGIF sendet Grüße an den Bundestrainer!

Bild: Lars Baron/Getty Images

Impressum des Publishers ansehen