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·30. März 2026
VfB Stuttgart wird für die deutsche Nationalmannschaft immer wichtiger! Was sind die Gründe?

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Der VfB Stuttgart wird für die deutsche Nationalmannschaft immer wichtiger: Beim WM-Testspiel gegen Ghana am Montagabend (20.45 Uhr/ARD) im Stadion des VfB dürfte Torhüter Alexander Nübel voraussichtlich zu seinem dritten Länderspiel kommen. Nübel ist beim VfB die unangefochtene Nummer eins, in der Nationalelf steht er hinter Oliver Baumann auf Rang zwei. Insgesamt stellen der VfB und der FC Bayern mit jeweils fünf Profis die stärksten Blöcke im DFB-Kader – wobei sich das Bild durch verletzungsbedingte Abreisen noch verändert hätte. Der Auftritt der Schwaben in der Nationalmannschaft ist gleichermaßen Anerkennung für individuelle Leistungen wie für die Teamarbeit beim Klub.

Angelo Stiller und Deniz Undav (VfB Stuttgart) im Gespräch während des UEFA-Europa-League-Achtelfinales (Hinspiel) gegen den FC Porto in der Stuttgart Arena am 12. März 2026. Alexander Hassenstein / Getty Images
Nach dem Sieg der DFB-Elf in der Schweiz empfängt die deutsche Nationalmannschaft am Montagabend Ghana in der Schwabenmetropole. Für Sonntagnachmittag wurde Torhüter Alexander Nübel als weiterer Gast neben Julian Nagelsmann vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) angekündigt, was nahelegt, dass Nübel am Montagabend im WM-Testspiel gegen Ghana (20.45 Uhr/ARD) sein drittes Länderspiel absolvieren wird.
Die meisten Zuschauer im Stadion dürfte das freuen, findet die Partie doch in der Arena des VfB Stuttgart statt, bei dem Nübel die unangefochtene Nummer eins ist. In der Nationalelf hingegen ist er hinter Oliver Baumann, der beim 4:3 in der Schweiz am Freitagabend spielte, die Nummer zwei.
Derzeit stellt der VfB Stuttgart mit fünf Spielern (neben dem FC Bayern) die stärkste Fraktion im DFB-Team von Julian Nagelsmann:
Maximilian Mittelstädt wurde dieses Mal nicht nominiert, Jamie Leweling musste verletzt wieder abreisen. Julian Chabot war auch schon im DFB-Kader. Mit dem U21 Nationalspieler Finn Jeltsch hat man nochmals eine heißes Eisen im Feuer.

Deniz Undav läuft mit dem Ball beim Training der deutschen Nationalmannschaft auf dem adidas Homeground in Herzogenaurach am 24. März 2026. Alexander Hassenstein / Getty Images
Der VfB gehört zusammen mit dem FC Bayern derzeit zu den am stärksten vertretenen Vereinen im DFB-Kader: Je fünf Spieler stammen aus Stuttgart beziehungsweise aus München. Hätten Aleksandar Pavlovic und Jonas Urbig in der vergangenen Woche aber nicht verletzungsbedingt abreisen müssen, würde der deutsche Rekordmeister aktuell den größten Block im Team von Nagelsmann bilden.
Die hohe Anzahl an Nationalspielern beim VfB sorgt intern für Freude und gilt als Auszeichnung für die Leistungen der Profis. Gleichzeitig verdeutlicht sie, wie sehr Klubentwicklung, Trainer und Betreuer an der Empfehlung von Spielern für Nationalteams beteiligt sind.
„In erster Linie haben sich die Jungs das verdient“, sagte Alexander Wehrle, der seit 2022 Vorstandschef beim VfB ist, gegenüber WELT. „Ich freue mich für sie, weil es eine Anerkennung für ihre Leistungen ist. Aber dahinter stecken natürlich auch immer andere Spieler, die Trainer und Betreuer, die ihren Teil dazu beitragen, dass wir als Team funktionieren, in dem sich dann Spieler für Nationalteams empfehlen. Auch sie haben ihren Anteil daran.“
Wehrle verwies darauf, dass man aktuell insgesamt zwölf Nationalspieler beim VfB habe. In Bezug auf die deutschen Auswahlspieler erwähnte der 51-Jährige Angelo Stiller namentlich und brachte zum Ausdruck, dass er es „wie viele andere nicht verstanden habe“, warum Stiller anfangs nicht nominiert wurde.

Angelo Stiller (Deutschland) im Kopfballduell mit Fabian Rieder (Schweiz) beim Länderspiel im St. Jakob-Park in Basel am 27. März 2026. Alex Grimm / Getty Images
Bundestrainer Nagelsmann hatte im Kader für die Spiele gegen die Schweiz und Ghana zunächst auf Stiller verzichtet, der beim VfB Dreh- und Angelpunkt im Spiel ist – und dafür Pavlovic und Felix Nmecha vom BVB den Vorzug gegeben. Letzterer aber fiel dann ebenfalls verletzt aus, sodass Stiller in der Partie gegen die Schweiz neben dem Münchner Leon Goretzka sogar von Beginn an zum Einsatz kam – und den Bundestrainer überzeugte.
Nagelsmann lobte Stiller für seine Qualitäten als „sehr, sehr guter Ballverteiler“. Er sei ein Spieler, der extreme Ruhe ausstrahlen würde „und nie nervös wird, auch wenn er Druck hat, das macht er einfach gut“. 81 Minuten stand Stiller gemeinsam mit Goretzka auf dem Rasen, ehe der Bundestrainer mit Pascal Groß und Anton Stach eine neue Doppelsechs brachte.
Die Zahlen untermauern das gute Spiel von Stiller. Er hatte 79 Ballkontakte und spielte 72 Pässe, von denen 92 Prozent auch ankamen. Zudem gewann er die Hälfte seiner sechs Zweikämpfe. Zur Wahrheit gehört auch, dass Stiller einen Anteil am ersten Gegentor hatte.
Neben Nübel und Stiller gehören noch die Stuttgarter Chris Führich, der ebenfalls nachnominiert wurde, Josha Vagnoman und Deniz Undav zum DFB-Kader. Letzterer ist mit 23 Pflichtspieltreffern und 13 Vorlagen derzeit der mit Abstand beste deutsche Stürmer.
Gegen die Schweiz musste Undav zuschauen. Im Angriff startete Kai Havertz, ehe später Nick Woltemade zum Einsatz kam.

Maximilian Mittelstädt und Josha Vagnoman vom VfB Stuttgart bejubeln den Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale nach dem Viertelfinalerfolg bei Holstein Kiel im Holstein-Stadion am 4. Februar 2026 in Kiel. Selim Sudheimer / Getty Images
Dass Profis vom VfB ein Thema für die deutsche Nationalmannschaft sind, hat Tradition. Bei der EM 2024 stellten die Schwaben mit vier Spielern (Undav, Führich, Waldemar Anton und Maximilian Mittelstädt) nach dem FC Bayern (fünf) die stärkste Fraktion.
Bei der WM 2010 zählten mit Sami Khedira, Cacau, Serdar Tasci und Christian Träsch ursprünglich vier Stuttgarter zum deutschen Kader. Da sich Träsch kurzfristig verletzte, reiste nur ein Trio mit nach Südafrika.
Bei der EM 2004 waren mit Philipp Lahm, Kevin Kuranyi, Andreas Hinkel und Timo Hildebrand ebenfalls vier Schwaben dabei, wie auch bei der EM 1984 – Guido Buchwald, Helmut Roleder sowie die Brüder Bernd und Karl-Heinz Förster. Eine WM oder EM mit mehr als vier Stuttgartern im deutschen Kader gab es in der Geschichte noch nie – dafür wurden aber drei Stuttgarter 1980 Europameister: die Förster-Brüder und Hansi Müller.
Müller absolvierte von 1975 bis 1982 insgesamt 186 Spiele für den VfB und erzielte 65 Tore. Der 68-Jährige ist heute Markenbotschafter beim VfB, der in der Bundesliga sieben Spieltage vor Saisonende auf Platz drei und auf Kurs Champions League liegt. „Dass so viele Spieler des VfB Stuttgart bei der Nationalmannschaft dabei sind, ist quasi ein Spiegelbild von dem, was der VfB abliefert“, sagte Müller im Gespräch mit WELT.









































