FC Schalke 04
·29. Januar 2026
VfL Bochum: In der „Rösler-Tabelle“ auf Platz zwei

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Chef-Trainer Uwe Rösler hat den VfL Bochum nach verpatztem Saisonstart stabilisiert und aus dem Tabellenkeller geführt. Dadurch, dass der Ruhrgebietsverein sich zuletzt zum Remiskönig entwickelte, muss ein Auge aber immer noch nach unten gerichtet werden. Auch Winter-Neuzugänge sollen für eine stressfreie Rückrunde sorgen.
Schmeichelhaft war es wohl allemal, dass der VfL Bochum zuletzt beim 1:1 gegen die SV Elversberg auswärts einen Zähler einheimste. Schon der Blick auf die Torschussstatistik, die mit 22:7 zugunsten der Hausherren ausfiel, vermittelte ein deutliches Bild. Allein in Durchgang eins rettete zudem zweimal das Aluminium für VfL-Keeper Timo Horn. Dessen Coach Uwe Rösler bezeichnete die erste Hälfte an der Kaiserlinde trotz Führung deshalb nicht zu Unrecht als „die schwierigste Halbzeit, seit ich in Bochum bin“.
Seine Mannschaft hätte es gegen spielstarke Elversberger kaum geschafft, selbst Kontrolle über das Spielgeschehen zu übernehmen. Zeitgleich räumte er ein, dass die Gastgeber „enorm viele und gute Abschlüsse“ verzeichnen konnten und bilanzierte: „Wir können mit dem Punkt in unserer Situation sehr gut leben.“ Es war bereits der vierte in Folge, den die Rösler-Elf einzeln einsammelte. Zuvor trennte sie sich vom SV Darmstadt 98 zum Rückrundenauftakt spektakulär 3:3, musste trotz zweifacher Führung gegen den Karlsruher SC mit einem 2:2 Vorlieb nehmen und staubte bei Hannover 96 ein torloses Unentschieden ab.
Jeweils für sich betrachtet blieb der VfL damit unter dem Strich gegen namhafte Gegner ungeschlagen – kommt zeitgleich aber auch nicht so richtig vom Fleck. Rang elf und 23 Punkte bedeuten zunächst tristes Mittelmaß. Nach unten hinten ist der Abstand jedoch deutlich geringer als nach oben: Gerade einmal vier bescheidene Zähler beträgt der Vorsprung auf den Vorletzten Dynamo Dresden. Der Bundesliga-Absteiger ist also gut beraten, schnellstmöglich wieder auf die Siegerstraße zu geraten.
Unter Uwe Rösler, der im Oktober vergangenen Jahres an der Castroper Straße die Geschicke von Ex-Coach Dieter Hecking übernahm, fand sich der VfL zunächst lange Zeit auf der Überholspur wieder. Seit der frühere Stürmer von Manchester City, zuvor als Coach beim dänischen Club Aarhus GF tätig, in Bochum verantwortlich ist, holte nämlich nur der FC Schalke 04 mehr Punkte. Der Aufwärtstrend war allerdings auch bitter nötig – aus den ersten acht Partien gewann der Verein aus dem „tiefen Westen“ schließlich nur eine und trat mächtig auf der Stelle.
Von den Ambitionen, womöglich schnell wieder ins deutsche Oberhaus zurückzukehren, verabschiedete er sich dementsprechend früh und gestand sich mit der Entlassung des ehemaligen Sport-Geschäftsführers Dirk Dufner, der zeitgleich mit Dieter Hecking gehen musste, auch Optimierungspotenzial bei der Kaderzusammenstellung ein. Gerade ein Neuzugang des Sommers schlug mit ein wenig Anlaufzeit allerdings voll ein: Youngster Francis Onyeka, der von Bayer Leverkusen per Leihe ins Ruhrgebiet kam, steuerte bereits sieben Tore und eine Vorlage bei. Mehr Scorerpunkte weist nur Philipp Hofmann auf, er kommt auf sechs Treffer und vier Assists.
Um die Offensive weiter zu beflügeln, wurde mit Callum Marshall vor Kurzem noch ein Stürmer mit Premier-League-Erfahrung bis zum Saisonende verpflichtet. Gleich in seiner ersten Begegnung gegen Darmstadt stellte der Nordire seine Kaltschnäuzigkeit mit einem Tor unter Beweis.
Es sollte nicht die einzige Verstärkung sein, die im Winter beim VfL vorgestellt wurde. Für den scheidenden Mittelfeldmann Ibrahima Sissoko, der gen FC Nantes abwanderte, ist der zweitligaerprobte und zuletzt vertragslose Marcel Sobottka als Ersatz vorgesehen. Mikkel Rakneberg vom norwegischen Erstligisten Kristiansund BK soll den Konkurrenzkampf auf der linken Abwehrseite befördern. Weitere Bewegungen auf dem Transfermarkt bis zum Ende des Monats sind nicht ausgeschlossen.








































