DFB-Frauen
·9. Juni 2026
Viele Wechsel, kein Gegentor: DFB-Frauen schlagen Slowenien 2:0

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·9. Juni 2026

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat das letzte Spiel in der WM-Qualifikation gegen Slowenien in Ljubljana mit 2:0 (1:0) gewonnen und sich mit einem weiteren Sieg in die etwa viermonatige Länderspielpause verabschiedet. Bundestrainer Christian Wück erhielt nach acht Wechseln in Vergleich zum erfolgreichen 2:0 gegen Norwegen am Freitag, bei dem das Team in Köln die WM-Teilnahme vorzeitig unter Dach und Fach gebracht hatte, an seinem 53. Geburtstag aber auch die wichtige Erkenntnis, dass der zweite Anzug der DFB-Frauen noch lange nicht wie angegossen sitzt und es auf dem Weg zur WM 2027 in Brasilien noch reichlich zu tun gibt.
Bei schwülen Temperaturen um 30 Grad in der slowenischen Hauptstadt taten sich die DFB-Frauen beim Viertplatzierten in der Gruppe vor allem in der ersten Halbzeit schwer. Die Führung nach einem Eigentor von Lara Prasnikar (39.) fiel nahezu aus dem Nichts, nachdem der stark veränderten deutschen Mannschaft zunächst nur wenig gelungen war und Slowenien zuvor die besseren Gelegenheiten hatte. Nach der Pause wirkte Deutschland zielstrebiger und hatte die Partie vollends unter Kontrolle. Shekiera Martinez staubte zu ihrem ersten Länderspieltreffer in der A-Nationalmannschaft zum 2:0-Endstand ab (50.). Am Ende hätte das DFB-Team durchaus noch höher für sich entscheiden können.
In der Anfangsphase entwickelte sich vor mehr als 3000 Zuschauenden das erwartete Spiel: Die Gastgeberinnen überließen dem deutschen Team offensiv die Initiative und lauerte tief stehend auf überfallartige Konter. Den deutlich verjüngten DFB-Frauen fehlte es aber im Kombinationsspiel an Präzision und einer zündenden Idee. Mehr als ein Schuss aus der Drehung von Vivien Endemann von der Strafraumgrenze in die Arme von der slowenischen Torhüterin Zala Mersnik sprang bei den deutschen Offensivbemühungen erstmal nicht heraus (13.).
Als Deutschland dominanter zu werden schien und sich in der gegnerischen Hälfte einrichtete, setzte Slowenien nach einem gelungenen Tackling von Lara Prasnikar einen Konter, den die frühere deutsche U-Nationalspielerin Maja Sternad scheinbar zur Führung abschloss - doch diese stand zuvor beim letzten Pass knapp im Abseits. Es blieb beim 0:0. Slowenien sammelte aber Selbstvertrauen und blieb gefährlich, während das DFB-Team ausschließlich defensiv gefordert war. Nach einem viel zu ungenauen Pass von Torhüterin Ena Mahmotovic auf Spieleführerin Janina Minge zog Prasnikar mit einem satten Schuss aus 15 Metern zentraler Position ab (28.) - genau in die Arme von Mahmutovic, die sich auch in den Folgeminuten gegen lzabela Krizaj auszeichnen musste (30.).
Erst nach rund 35 Minuten erarbeitete sich Deutschland wieder mehr Offensivaktionen und wurde prompt belohnt. Beim deutschen Führungstreffer half aber das Glück der Tüchtigen mit: Nach einer Verlängerung eines Bühl-Eckballs von Sarai Linder per Kopf am kurzen Pfosten lenkte Prasnikar den Ball mit einer missglückten Klärungsaktion ins eigene Tor (39.).
Wück machte in der Halbzeitpause das Wechselspiel komplett und ersetzte die in der Startelf übriggebliebenen Elisa Senß, Klara Bühl und Carlotta Wamser durch Sophia Kleinherne, Selina Cerci.und Larissa Mühlhaus, die sich mit einem gefährlichen Schlenzer gut einfügte (49.). Eine Minute später zappelte der Ball wieder im Netz der Sloweninnen: Nach einem abgefälschten Schuss von Melissa Kössler aus 20 Metern ließ Mersnik den Ball nach vorne abklatschen, Martinez verwerte den Abpraller zum 2:0 (50.).
Die Moral der Sloweninnen schien nun gebrochen und die Kräfte zu schwinden. Das nun wesentlich dynamischere Deutschland erspielte sich in der Folgezeit weitere Gelegenheiten, wie durch Endemann, die das Tor mit einem falschen Schuss aus etwa zehn Metern knapp verfehlte (55.). Richtig zwingend vor dem gegnerischen Gehäuse wurde das DFB-Team aber auch weiter selten, hinten leistete sich die deutsche Mannschaft aber nahezu keine Unsicherheit mehr. So blieb das deutsche Team mit fünf Siegen und einem Remis in der WM-Qualifikationsgruppe ungeschlagen.







































