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·4. Februar 2026
Vielversprechende Talente statt großer Namen – und doch Druck auf die FC-Profis

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Simon Bartsch
4 Februar, 2026
Die jüngsten Transfer-Aussagen von Thomas Kessler und Lukas Kwasniok hatten den Eindruck erweckt, die Kölner wollten wenn, dann routinierte Spieler im Winter verpflichten. Kein Muss, aber ein „Schön wär’s“. Am Ende wurden es zwei vielversprechende Talente, die der internen Konkurrenz das Leben nun schwer machen werden.

Felipe Chávez und Jahmai Simpson-Pusey – die beiden Neuzugänge des 1. FC Köln
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Die ganz große Aussagekraft hatte die erste Trainingseinheit von Felipe Chávez am Geißbockheim sicher noch nicht. Der 18-Jährige wird bei den Kölnern natürlich erst einmal ankommen müssen. Dennoch war „Pippo“ am Dienstag gleich mittendrin. Hier ein kleines Halten gegen Eric Martel, da ein Schubser im Zweikampf. Ob der Youngster des FC Bayern das Zeug hat, im Kampf um den Klassenerhalt eine Rolle beim FC zu spielen, wird sich erst zeigen, allerdings zurzeit schon von so manchem Fan hinterfragt und in den Kommentaren der Sozialen Medien diskutiert. Beim FC Bayern München ist die Meinung eine große. Sonst würden die Verantwortlichen sicher nicht „regelmäßige Einsätze in Köln“ erwarten. Die Entscheidung wird natürlich am Ende Lukas Kwasniok treffen. Und der stellt nach eigener Aussage nach seinen Eindrücken von Training und Spiel und nicht nach Meinung anderer auf.
Chávez ist möglicherweise noch nicht der Top-Spieler, der dem FC umgehend im großen Stile weiterhelfen kann. Und doch bringt auch der 18-Jährige ganz offensichtlich Qualitäten mit. Qualitäten, die auch in der Bundesliga überraschen können. Mit Jahmai Simpson-Pusey hat Thomas Kessler bereits für eine Überraschung gesorgt. Den Innenverteidiger hatte keiner so richtig auf dem Schirm, der Engländer übertraf in den ersten drei Begegnungen dafür aber fast Jedermanns Erwartungen – zumindest bislang. Nun also Felipe Chávez. 18 Jahre jung, hochtalentiert, mit dem ganz klaren Auftrag sich „weiterzuentwickeln“. Die Sprache ist eine ähnliche wie bei der Verpflichtung von Simpson-Pusey. Und sie lässt durchaus den Schluss zu, dass dieser Weg Teil des Kölner Umbruchs ist.
Der FC arbeitet daran, den Kader deutlich zu verjüngen, Kessler plant offensichtlich den ganz großen Umbruch, der vergangene Sommer war nur der Anfang. Und das wiederum deutet ganz klar darauf hin, dass es gleich mehrere Wackelkandidaten oder vielleicht auch schon mehr gibt. Für Routiniers wie Florian Kainz und Dominique Heintz ist die Situation beim FC sicherlich nicht einfacher geworden. Beide Akteure haben in dieser Spielzeit bereits überzeugt, beide dürften aber bei einem verletzungsfreien Kader nur geringe Chancen auf Einsatzzeit haben. Aktuell wird Kainz nicht berücksichtigt, Heintz ist verletzt – und beide haben nur noch Vertrag bis 2026. Unklar ist es zudem, wie es mit Timo Hübers und Luca Kilian nach deren schweren Verletzungen weitergeht.
Aber die Transfers senden auch ein ganz klares Signal an Spieler wie Luca Waldschmidt, Denis Huseinbasic, Isak Johannesson und Cenk Özkacar, die aktuell ebenfalls zweite Wahl sind. Auch auf die Personalie Eric Martel kann der Transfer der beiden Akteure durchaus einen deutlichen Einfluss haben. Der ehemalige U21-Nationalmannschaftskapitän will sich in den kommenden Wochen, vielleicht Tagen entscheiden, wie der nächste Karriereschritt aussehen könnte. Die Konkurrenz ist auch für den Sechser nicht kleiner geworden – auch, wenn Chávez sicher kein Sechser ist. Der FC arbeitet an seinem Umbruch, die jungen Spieler setzen gleichzeitig Spieler unter Druck, die zuletzt nicht mehr geliefert haben.
Allerdings gehört zur Wahrheit natürlich auch, dass sowohl bei Simpson-Pusey als auch bei Chávez am Ende Manchester City und der FC Bayern entscheiden, in welche Richtung es geht. Schlagen die Talente ein, ist die Gefahr groß, dass es zum Heimatverein zurückgeht. Dennoch wäre auch das am Ende ein wirtschaftlicher und sportlicher Erfolg. Klar ist, Kessler wird den Kaderumbruch weiter voranführen und dabei nicht vor Namen Halt machen. Das Risiko aktuell auf die Youngster zu setzen, ist ein geringes. Funktioniert es, wird man versuchen, die Kaufoption zu ziehen, floppt einer der beiden, wird die Leihe enden. Das Risiko, keine routinierten Spieler verpflichtet zu haben, könnte problematischer werden. Daran wird sich der Geschäftsführer Sport am Ende messen lassen müssen. Aktuell ist der Weg vielversprechend.








































