Borussia Dortmund
·24. August 2026
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Auch für BVB-Cheftrainer Niko Kovac stand trotz der 1:2-Niederlage gegen die Bayern schnell fest: „Alle vier haben gezeigt, warum wir sie verpflichtet haben.“
Joane Gadou hat die komplette Vorbereitung durchziehen und sich von Tag eins in Dortmund auf der rechten Innenverteidiger-Position empfehlen können. Auch gegen die Münchner stand er in der BVB-Startelf. Ebenso wie Kosta Karetsas, der über eine Stunde auf der rechten Angriffsseite wirbelte. Zum ersten Mal überhaupt durften in der zweiten Halbzeit Giannis Konstantelias und Joey Veerman im schwarzgelben Trikot ran. Beide standen erst im Laufe der Trainingswoche zum ersten Mal mit ihren neuen Kollegen auf dem Rasen.
Den wohl größten Eindruck hinterließ am Samstagabend Giannis Konstantelias. Der Grieche war am Freitag erstmals im Training dabei, durfte trotzdem ab der 46. Minute gegen Bayern München ran.
Erstaunlicherweise benötigte der 23-Jährige keine Anlaufzeit. Schon in der 52. Minute setzte er zu einem sehenswerten Seitfallzieher an, der gerade noch geblockt wurde. Auch danach war er an vielen Umschaltsituationen und Torabschlüssen direkt beteiligt. So auch am 1:2-Anschlusstreffer durch Fabio Silva, den Konstantelias mit einem ganz feinen Pass eingeleitet hatte. Niko Kovac lobte ausdrücklich: „Er hat es richtig gut gemacht. Wie er das Tor vorbereitet hat, das war hohe Schule.“
Mit seinen Ideen und seinem Vorwärtsdrang dürfte sich Konstantelias schnell für noch mehr Einsatzminuten empfehlen.
Auch Joey Veerman hat erst wenige Trainingseinheiten mit seiner neuen Mannschaft in den Beinen. Er kam in der 62. Minute zu seiner BVB-Premiere.
Veerman übernahm sofort Verantwortung im Zentrum. Der Niederländer brachte Ordnung und Passsicherheit in eine Partie, in der Dortmund nun deutlich höher stand und die Bayern zunehmend zurückdrängte. Er verlagerte das Spiel, zog die Fäden und hatte in seiner knappen halben Stunde viele Ballaktionen. Niko Kovac bezeichnete den Neuzugang aus Eindhoven anschließend als „belebendes Element“ für Schwarzgelb.
Veerman selbst beschrieb seinen ersten Auftritt im BVB-Trikot als „speziellen Tag“ und betonte: „Wir wollen in dieser Saison um Titel spielen und ich will ein Teil davon sein.“ Seine Wirkung war weniger spektakulär als die von Konstantelias, dafür strukturierend.
Vor dem Supercup hatte Kosta Karetsas schon in den Tests beim FC Arsenal (3:2) und gegen die AS Rom (2:2) unter Beweis gestellt, dass er fußballerisch was draufhat.
Auch gegen Bayern München war er auf seiner rechten Angriffsseite ein echter Aktivposten. Viele BVB-Angriffe wurden von ihm initiiert, kurz nach der Pause stand seinem Premierentor im SIGNAL IDUNA PARK nur FCB-Keeper Manuel Neuer im Weg. Der 18-Jährige wirkt dabei bemerkenswert abgeklärt, übernahm zudem bei Frei- und Eckstößen direkt Verantwortung.
BVB-Coach Kovac hob Karetsas' Unbeschwertheit hervor: „Bei Kosta hat man gesehen, welchen Spielwitz, welchen linken Fuß er hat.“ Für den Bundesliga-Auftakt gegen den Hamburger SV bleibt Karetsas ein Kandidat für die Startelf.
In dieser stand gegen München einmal mehr Joane Gadou. Der 19-Jährige agierte auf der rechten Seite der Dreierkette und überzeugte mit seiner kompromisslosen Art. Gegen den Ball scheute er keinen Zweikampf und trat mutig auf.
„Er ist sehr schnell, sehr kompromisslos und aggressiv. Es ist verdammt schwierig, ihm wegzulaufen“, attestierte Kovac auch dem jungen Abwehrspieler eine starke Leistung. Mit mehr als 35 km/h wurde an diesem Abend niemand schneller gemessen als Gadou. Bei ihm geht es in den kommenden Wochen vor allem noch um die Abstimmung, stand er doch im Supercup zum ersten Mal überhaupt neben seinem Innenverteidiger-Kollegen Waldemar Anton auf dem Rasen.
Der Supercup hat dem BVB keinen Titel gebracht, aber wichtige Erkenntnisse. Karetsas und Gadou bewiesen ihre Startelf-Reife, Konstantelias und Veerman brachten neue Impulse von der Bank. Alle vier haben eine tolle Visitenkarte abgegeben und machen noch mehr Lust auf den Bundesliga-Auftakt am kommenden Samstagabend (18:30 Uhr bei Sky).Mats-Yannick Roth
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