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·12. September 2026

Vier Siege – doch jetzt fehlt der Kopf: Wie abhängig ist Hertha von Seguin?

Artikelbild:Vier Siege – doch jetzt fehlt der Kopf: Wie abhängig ist Hertha von Seguin?

Bild: Maja Hitij/Getty Images

Vier Spiele, vier Siege – doch in Osnabrück fehlt Herthas Taktgeber Paul Seguin. Nun zeigt sich, wie stabil Leitls System wirklich ist.


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Hertha BSC reist erstmals seit Mai 2013 als Tabellenführer der 2. Bundesliga zu einem Spiel – allerdings ohne den Mann, der den Berliner Höhenflug im Zentrum lenkt. Paul Seguin fehlt nach seiner Gelb-Roten Karte gegen Magdeburg gesperrt. Trainer Stefan Leitl macht aus der Bedeutung des 31-Jährigen keinen Hehl. „Paul ist aufgrund seiner Erfahrung und Qualität ein ganz wichtiger Spieler für die Statik unseres Spiels“, wird er vom kicker zitiert. Seguin sei derjenige, „der den Rhythmus bestimmt“ und seine Mitspieler auf dem Platz coacht.

Klemens kann Seguin nicht einfach kopieren

Ersetzt werden soll Seguin von Pascal Klemens. „Es wird einen Eins-zu-eins-Tausch geben, wir schieben da nicht hin und her“, kündigte Leitl an. Der 21-Jährige kam in dieser Saison bislang viermal von der Bank und ist ein anderer Spielertyp als Herthas Taktgeber. „Passi denkt einen Tick defensiver, aber er kann auch eine hohe Dynamik im Tempo-Dribbling erzeugen“, erklärte Leitl. Die Abläufe seien klar, Klemens wisse genau, was er zu tun habe und genieße das „maximale Vertrauen“.

Die Aufgabe an der Bremer Brücke wird dennoch unangenehm. Osnabrück erzeugte mit seinen jüngsten Ergebnissen neue Euphorie und will das enge Stadion nutzen. Auf der Vereinsseite von Hertha warnte Leitl besonders vor Standards und Umschaltsituationen des Aufsteigers.

Taktisch kann Hertha Seguin ersetzen. Ob sich allerdings auch seine Ruhe, Erfahrung und Kommunikation auffangen lassen, muss Klemens erst beweisen. Der perfekte Saisonstart erlebt damit seinen ersten echten Belastungstest – und könnte zeigen, ob Herthas Erfolg bereits vom System oder noch stark von seinem wichtigsten Lenker abhängt.

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