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·21. Juli 2026
Viertelfinale reicht nicht: Belgien und Garcia trennen sich

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WM-Viertelfinale erreicht, nur am späteren Weltmeister gescheitert, Platz unter den acht besten Teams der Welt – und trotzdem ist Schluss. Einen Tag nach dem WM-Endspiel hat Belgien das Ende der Ära Rudi Garcia verkündet. Sofern man 18 Monate eine Ära nennen will.
Der Verband RBFA teilte am Montag mit, dass der zum 31. Juli auslaufende Vertrag des 62-jährigen Franzosen nicht verlängert wird. Entlassen wurde Garcia also streng genommen nicht – verabschiedet aber eben auch nicht mit dem Angebot, das ein Viertelfinalist erwarten dürfte. Nach „Diskussionen“ mit dem Verband habe man sich gemeinsam gegen eine Fortsetzung bis zur EM 2028 in Großbritannien entschieden, ließ Garcia wissen. Sein Abschiedssatz trägt den Stolz gleich mit: „Ich übergebe Belgien unter den besten acht Mannschaften der Welt.“
Garcia hatte das Amt im Februar 2025 von Domenico Tedesco übernommen, nach dessen enttäuschender EM 2024 mit dem Achtelfinal-Aus gegen Frankreich. In 20 Länderspielen führte der Franzose die Roten Teufel durch die WM-Qualifikation und die Nations-League-Playoffs, hielt das Team in Liga A – und brachte es bei der WM bis ins Viertelfinale. Dort war beim späten 1:2 gegen Spanien Endstation, gegen jene Mannschaft, die zwei Spiele später den Pokal in den Händen hielt.
Man kann daraus zwei Lesarten ableiten. Die wohlwollende: Garcia hat den eingeleiteten Generationenwechsel um die Routiniers Kevin De Bruyne und Romelu Lukaku stabil moderiert und Belgien zurück in die Weltspitze geführt. Die nüchterne: Der Verband glaubt nicht, dass dieser Trainer aus einem guten Team wieder ein Titelkandidaten-Team macht. Die Entscheidung fiel für die zweite Lesart – und das Timing, ein Tag nach dem Finale, spricht dafür, dass sie längst gereift war.
Als Topkandidat für die Nachfolge gilt Berichten zufolge Mark van Bommel. Der 49-jährige Niederländer bringt gleich zwei Argumente mit, die in Brüssel verfangen dürften. Erstens kennt er die Liga: Bis 2024 trainierte er Royal Antwerpen und holte dort 2022/23 das belgische Double aus Meisterschaft und Pokal. Zweitens ist sein Interesse am Job kein Geheimnis – schon Ende 2024, als Tedescos Zukunft zur Debatte stand, berichtete der belgische Journalist Sacha Tavolieri, van Bommel wolle die Roten Teufel übernehmen und stehe auf der Shortlist ganz oben.
Die Trainerstationen des früheren Bayern-Kapitäns lesen sich durchwachsen: In Eindhoven und Wolfsburg endeten seine Engagements vorzeitig, in Antwerpen gelang ihm dafür der größte Klubcoup der jüngeren Vereinsgeschichte. Für eine Nationalmannschaft, die keine tägliche Kabinenführung braucht, sondern Turnier-Momentum, ist das zweite Argument das gewichtigere.
Belgien verabschiedet einen Trainer, der geliefert hat, was realistisch zu liefern war – und setzt darauf, dass der nächste mehr daraus macht. Das ist legitim. Es ist aber auch riskant: Die goldene Generation dankt ab, die neue ist vielversprechend, aber unfertig. Die Frage ist nicht, ob van Bommel ein guter Name ist. Die Frage ist, ob der Verband gerade einen stabilen Übergang gegen ein Versprechen eintauscht.
Formal nicht: Sein zum 31. Juli auslaufender Vertrag wird nicht verlängert, wie der Verband RBFA einen Tag nach dem WM-Finale mitteilte. Die Entscheidung fiel laut Garcia nach Diskussionen mit dem Verband.
In 18 Monaten und 20 Länderspielen führte er Belgien durch die WM-Qualifikation und die Nations-League-Playoffs bis ins WM-Viertelfinale. Dort schied das Team mit 1:2 gegen den späteren Weltmeister Spanien aus.
Nein. Van Bommel gilt Medienberichten zufolge als Favorit, eine offizielle Verkündung des Verbands steht aber aus. Sein Interesse am Posten war bereits Ende 2024 bekannt geworden.
Der 49-Jährige trainierte PSV Eindhoven, den VfL Wolfsburg und Royal Antwerpen. Mit Antwerpen gewann er 2022/23 das belgische Double aus Meisterschaft und Pokal.
Garcias Vertrag endet am 31. Juli. Die nächste Aufgabe des neuen Trainers wird der Auftakt in Richtung EM 2028 in Großbritannien sein, für die der Verband die Weichen stellen will.







































