Vinícius bleibt bis 2032 – Arsenal war nur Plan B | OneFootball

Vinícius bleibt bis 2032 – Arsenal war nur Plan B | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: 90PLUS

90PLUS

·7. August 2026

Vinícius bleibt bis 2032 – Arsenal war nur Plan B

Artikelbild:Vinícius bleibt bis 2032 – Arsenal war nur Plan B

Ein Jahr Verhandlungsblockade. Ein Ultimatum. Ein Treffen am Mittwoch in Valdebebas. Am Donnerstag stand Vinícius Júnior bis 2032 bei Real Madrid unter Vertrag – und Arsenal hatte einen Plan verloren, den der Klub nie ausführen durfte.

Zwölf Monate Blockade, eine Sitzung Bewegung

Das offizielle Kommuniqué ist knapp: Real Madrid und Vinícius Jr. haben sich auf eine Verlängerung bis zum 30. Juni 2032 verständigt. Was davor lag, war weniger feierlich. Die Gespräche stockten laut ESPN über ein Jahr, der alte Vertrag lief im Juni 2027 aus, und Madrid war nach übereinstimmenden Berichten bereit, den Brasilianer in diesem Sommer abzugeben, falls keine Einigung zustande kommt.


OneFootball Videos


Gelöst hat es Geld. Das vorherige Angebot lag bei rund 22 Millionen Euro Jahresgehalt, das neue schätzen Cadena Ser und OK Diario auf 24 bis 25 Millionen. Dazu eine Ausstiegsklausel, die spanische Medien erneut bei einer Milliarde Euro verorten. Am Verhandlungstisch saßen Generaldirektor José Ángel Sánchez und Chefscout Juni Calafat, auf der anderen Seite Berater Frederico Pena und Vertrauter Tata Soares. Es war eine Vertragsverhandlung, kein Familienfest.

Arsenal stand nie am Verhandlungstisch

Von einer Absage an Arsenal kann man trotzdem schwer sprechen. Die Gunners haben kein Angebot abgegeben, das Vinícius hätte zurückweisen können. Sky Sports beschreibt die Rolle des Premier-League-Meisters präzise: Arsenal beobachtete die Madrider Gespräche, um zuzuschlagen, falls sie scheitern. Wer beobachtet, bekommt keinen Korb. Er bekommt eine Nachricht.

Für Mikel Arteta bleibt das trotzdem ein Rückschlag. Der Titelverteidiger hat Viktor Gyökeres im Sturmzentrum, Bruno Guimarães steht offenbar für rund 100 Millionen vor der Verpflichtung – aber der elitäre Linksaußen fehlt weiter. Nach dem verlorenen Champions-League-Finale gegen PSG war er als der eine fehlende Baustein ausgerufen worden.

125 Millionen für Diomande – und ein Star ohne Vertrag

Bemerkenswert ist die Reihenfolge. Real präsentierte am selben Tag Yan Diomande von RB Leipzig, kolportierte Ablöse rund 125 Millionen Euro, je nach Quelle bis zu 140. Ein Offensivspieler dieser Preisklasse wird nicht verpflichtet, um auf der Bank zu sitzen. Vinícius wusste das, als er unterschrieb.

Und José Mourinho, seit diesem Sommer wieder in Madrid, hat damit eine Offensive aus Mbappé, Vinícius, Rodrygo, Brahim Díaz und Diomande. Fünf Spieler, drei Positionen. Der nächste Konflikt ist bereits eingekauft.

Loyalität hat hier einen Preis: rund 25 Millionen

Bei Instagram schrieb Vinícius sinngemäß, acht Jahre am Bernabéu seien zu kurz – sechs weitere und für immer. Es ist ein schöner Satz. Er beschreibt nur nicht, was hier passiert ist.

375 Spiele, 128 Tore, 100 Vorlagen, 14 Titel: Der 26-Jährige hatte jedes Argument auf seiner Seite und hat es bis zum letzten Vertragsjahr ausgereizt. Real Madrid hat nachgelegt, weil die Alternative ein ablösefreier Abgang 2027 gewesen wäre. Das ist keine Romanze, das ist eine Einigung unter Druck.

Wer einen Spieler halten will, muss ihn nicht überzeugen. Er muss ihn bezahlen.

Impressum des Publishers ansehen