Volle Stadien, Rekord-Transfers, kurze Amtszeiten: Das ist Europas Fußball-Landschaft | OneFootball

Volle Stadien, Rekord-Transfers, kurze Amtszeiten: Das ist Europas Fußball-Landschaft | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: Fussballnationalmannschaft.net

Fussballnationalmannschaft.net

·25. September 2026

Volle Stadien, Rekord-Transfers, kurze Amtszeiten: Das ist Europas Fußball-Landschaft

Artikelbild:Volle Stadien, Rekord-Transfers, kurze Amtszeiten: Das ist Europas Fußball-Landschaft

UEFA-Report enthüllt: Europas Profifußball zieht so viele Fans an wie nie zuvor und bewegt auf dem Transfermarkt Rekordsummen. Für Cheftrainer verschärft sich zugleich die Lage, denn ihre Amtszeiten werden immer kürzer.

Artikelbild:Volle Stadien, Rekord-Transfers, kurze Amtszeiten: Das ist Europas Fußball-Landschaft

Blick in das Estadio Municipal de Braga beim Hinspiel des UEFA-Europa-League-Halbfinales 2025/26 zwischen SC Braga und dem SC Freiburg am 30. April 2026 in Braga, Portugal. Diogo Cardoso / Getty Images Europe via Getty Images


OneFootball Videos


Der am Freitag veröffentlichte „European Football Landscape Report“ der UEFA zeigt die Entwicklung in Europas ersten Ligen deutlich auf. Besonders auf den Trainerbänken herrscht eine hohe Fluktuation, während Stadien und Transfermärkte neue Bestwerte erreichen.

Cheftrainer unter wachsendem Druck

In der Saison 2025/26 wechselten Europas Erstligisten im Schnitt mehr als einmal pro Klub den Chefcoach. Insgesamt trennten sich die Vereine von 738 Übungsleitern, drei Prozent mehr als in der vorherigen Spielzeit. Bei 63 Prozent der Klubs in den europäischen Topligen, also fast zwei Dritteln, kam es mindestens zu einem Wechsel auf der Trainerposition.

Die durchschnittliche Verweildauer eines Cheftrainers beträgt laut UEFA zwar 1,3 Jahre. Dieser Wert wird jedoch durch einige besonders langlebige Amtszeiten nach oben gezogen. Der Median liegt bei lediglich 0,9 Jahren und beschreibt damit die typische Realität auf den Bänken wesentlich genauer.

Auffällig ist zudem der Rückgang früherer Profis im Trainerberuf. Nur noch 68 Prozent der Chefcoaches können auf eine eigene Karriere als Profi zurückblicken. Einen niedrigeren Anteil hatte der europäische Spitzenfußball zuletzt vor fast zehn Jahren verzeichnet.

Artikelbild:Volle Stadien, Rekord-Transfers, kurze Amtszeiten: Das ist Europas Fußball-Landschaft

Eugen Polanski, Cheftrainer von Borussia Mönchengladbach, gibt vor dem Bundesligaspiel gegen RB Leipzig in der Red Bull Arena in Leipzig am 11. April 2026 ein Interview. (Maja Hitij / Getty Images Europe via Getty Images)

Transfermarkt knackt die Zehn-Milliarden-Marke

Auch bei den Ablösesummen setzte der Sommer neue Maßstäbe. Europas Klubs investierten erstmals mehr als zehn Milliarden Euro in neue Spieler. Damit lagen die Ausgaben mehr als doppelt so hoch wie noch zehn Jahre zuvor.

Den stärksten Schub verzeichnete erneut England. Der Markt der Premier League wuchs gegenüber dem Vorjahr allein um 700 Millionen Euro und übertraf damit das Volumen sämtlicher anderer nationaler Transfermärkte zusammengenommen. Vereine von der Insel zahlten laut den geschätzten Marktwerten von Transfermarkt.com zudem den höchsten Aufschlag Europas. Die gezahlten Ablösen lagen im Schnitt 21 Prozent über den jeweiligen Bewertungen.

Bundesliga bei der Auslastung in der Spitzengruppe

Der Zuschauerzuspruch in Europas ersten Ligen bleibt ebenfalls auf Rekordkurs. Insgesamt besuchten 116 Millionen Menschen Partien der höchsten Spielklassen, so viele wie nie zuvor. In 27 Ligen stiegen die Zuschauerzahlen im Vergleich zur Vorsaison, 17 Wettbewerbe erzielten sogar ihren besten Wert innerhalb der vergangenen zehn Jahre.

Die Bundesliga gehört bei der Stadionauslastung mit mehr als 90 Prozent zur europäischen Spitze. Auf diesem Niveau bewegen sich auch die englische Premier League und die niederländische Eredivisie.

Artikelbild:Volle Stadien, Rekord-Transfers, kurze Amtszeiten: Das ist Europas Fußball-Landschaft

Jean-Philippe Mateta von Crystal Palace erhält nach dem Finale der UEFA Conference League 2026 gegen Rayo Vallecano am 27. Mai 2026 in der Football Arena Leipzig seine Siegermedaille von UEFA-Präsident Aleksander Ceferin. (Maja Hitij / Getty Images Europe via Getty Images)

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin wertete die Zahlen als Bestätigung für die Stabilität des europäischen Fußballsystems. „Die Ergebnisse dieses Berichts bestätigen erneut den bleibenden Wert des europäischen Sportmodells“, sagte Ceferin: „Wettbewerbsausgewogenheit ist nach wie vor ein wesentlicher Bestandteil der Attraktivität des Fußballs, und die letzten Spielzeiten haben dies auf ermutigende Weise unter Beweis gestellt.“

Impressum des Publishers ansehen