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·21. August 2026
„Vollprofi“, „Qualitätsspieler“, „Arbeiter“ – Ellyes Skhiri soll beim FC die Führungsrolle übernehmen

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Simon Bartsch
21 August, 2026
Am Donnerstag fand der Medizincheck statt, am Freitag bereits das erste Training mit der Mannschaft. Ob der Tunesier aber zur Option im Duell gegen Würzburg wird, ist eher fraglich.
Ellyes Skhiri war in seiner Zeit beim FC ein Publikumsliebling
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Auf einem der Pressebilder, die im Zusammenhang mit der Neuverpflichtung und eben auch von Ellyes Skhiri veröffentlicht wurden, blickt der Tunesier nachdenklich aus dem Bild. Es wirkt ein wenig so, als würde der Mittelfeldspieler im Licht stehen, im Scheinwerferlicht. Doch davon war seit Donnerstagabend bei den Geißböcken nicht mehr so wirklich viel übrig. Auch, wenn der Umgang mit der Vertragsverlängerung von Said El Mala sicherlich von längerer Hand geplant war, der Zeitpunkt ließ die Personalie Skhiri ein wenig in den Hintergrund rücken. Und das, obwohl der FC bekanntlich sehr lange und sehr ausführlich nach einem Sechser gesucht hatte. Man wolle sich Zeit lassen, um den richtigen zu finden, war die Sprechweise am Geißbockheim. Dabei dürften die FC-Verantwortlichen die Position mit am längsten auf ihrem Zettel gehabt haben. Spätestens nach dem sicheren Abgang von Eric Martel.
Im Transfersommer wurden schließlich viele Namen gehandelt. Eben Skhiri, Edson Álvarez, aber auch Rani Khedira und zuletzt wünschten sich einige Fans den bei Leverkusen ausgemusterten Robert Andrich. Es wurde dann doch Skhiri, dessen Verpflichtung zwischenzeitlich ins Wanken geraten, wenn auch nie gänzlich vom Tisch war. „Also erst einmal freue ich mich unheimlich, dass Elias wieder da ist. Ich glaube, jeder weiß, dass wir damals mit ihm eine super Zeit hatten“, sagte René Wagner am Freitagnachmittag. Der Tunesier spielte bekanntlich von 2019 bis 2023 zum FC und erlebte dort wohl seine sportlich beste Zeit. Immerhin glänzte der Sechser sogar als Torschütze, als der Sturm nicht so recht funktionieren wollte. In dieser Zeit arbeitete er auch mit Wagner zusammen. Spieler und Trainer vertrauen sich. Möglicherweise ein unheimlich wichtiger Schlüssel in der Personalie Skhiri.
Denn die vergangene Monate liefen alles andere als rund. Skhiri kam in Frankfurt zunehmend weniger zurecht. Vielleicht auch, weil er ahnte, dass er nicht mehr die ganz große Zukunft haben würde. Immerhin hatten schon im Sommer 25 Wechselgerüchte die Runde gemacht. Skhiri war alles andere als unumstritten, die Kritik wuchs. Beim FC erhält der Spieler nun nicht nur Vertrauen, dem Tunesier soll eine wichtige Rolle zukommen. „Natürlich wird Ellyes ein Spieler sein, der auf dem Platz Führung übernehmen wird, der neben dem Platz schon immer Führung übernommen hat. Das mit seiner Art und Weise zu trainieren und sich als Mensch zu geben“, sagte Wagner. „Er steht genau für die ganzen Werte, die wir als Mannschaft auch verkörpern wollen.“ Das zeigte Skhiri selbst wenige Minuten zuvor in einem Fragenhagel-Video auf den Kanälen des Vereins. Auf die Frage nach einem Wort, das ihn beschreibe, antwortete der Spieler: „Arbeit“.
Skhiri ist ein Arbeitstier, war schon bei seinem ersten Auftritt in Köln der unermüdliche Läufer. Und auch jetzt sei der Spieler topfit, erklärte Wagner. „Ich habe selten einen Spieler erlebt, der in jeder Phase der Saison, auch in der Offseason immer fit ist“, so der Trainer weiter. Über die Fitness brauche man sich also keine Sorgen machen, es ginge mehr um das Spielerische innerhalb der Mannschaft. „Wer ihn kennt, weiß ganz genau, dass der Junge es auf keinen Fall zulassen wird, dass er auch nur einen Millimeter nachgibt“, sagte der Dresdner. „Das ist ein Vollprofi, das ist ein Bundesliga-Qualitätsspieler, der bringt uns ungemein weiter im Zentrum und genau das hat er heute schon verkörpert.“ Ein Einsatz von Beginn an, wird es am Montag gegen Würzburg noch nicht geben, seine ersten Minuten nach der Rückkehrer dürfte der Tunesier dann wieder im FC-Trikot dennoch sammeln.
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