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·4. April 2025

Vom Absteiger zum Pokalfinalisten: Arminias wundersame Wandlung

Artikelbild:Vom Absteiger zum Pokalfinalisten: Arminias wundersame Wandlung

Auch drei Tage danach ist es noch kaum zu begreifen: Arminia Bielefeld steht im Finale des DFB-Pokals – als Drittligist! Nicht zu glauben ist es auch deshalb, weil sich der Erfolg in der jüngeren Vereinsgeschichte mal so gar nicht angedeutet hatte. Es ist die wundersame Wandlung von einem Absteiger zum Pokalfinalisten.

Letztes Jahr nur knapp die Klasse gehalten

Gerade mal drei Jahre ist es her, da spielte Arminia Bielefeld ebenfalls gegen Freiburg, Union und Leverkusen. Und damit gegen jene Gegner, die die Ostwestfalen (neben Hannover und Bremen) nun aus dem Pokal geworfen haben. Mit dem Unterschied: damals war der DSC noch Bundesligist. Es folgten zwei Abstiege in Folge, auch in der letzten Saison fanden sich die Bielefelder im Abstiegskampf wieder.


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Erst am vorletzten Spieltag gelang der Arminia mit einem 0:0 gegen den Halleschen FC die Rettung. Hätte damals jemand prognostiziert, dass der DSC knapp ein Jahr später im DFB-Pokal-Finale stehen würde, er wäre mit ziemlicher Sicherheit für völlig verrückt erklärt worden. Nichtmal Trainer Mitch Kniat wird in seinem grenzenlosen Optimismus daran geglaubt haben, dass es die Bielefelder soweit bringen würden.

Kniat vom Sündenbock zum Helden

Dennoch nimmt Kniat in dem Pokal-Wunder des DSC eine besondere Rolle ein. Denn über weite Strecken der vergangenen Saison skandierten die Fans nach Niederlagen immer wieder "Kniat raus". Das war an ihm nicht spurlos vorbeigegangen: "In meinen ersten sechs, sieben Monaten hatte ich hier den Doppelnamen 'Kniat raus'", blickte der 39-Jährige am Dienstag zurück. Auch zu Beginn des Jahres waren diese Rufe nach der Pleite gegen Rot-Weiss Essen am 2. Februar deutlich zu vernehmen. Gerade mal acht Wochen später ist Kniat nun der gefeierte Held, schrieb er mit dem Finaleinzug doch Vereinsgeschichte.

Am Coach lässt sich die wundersame Wandlung der Bielefelder von einem Absteiger, der auch in der 3. Liga zunächst um den Klassenerhalt bangen musste, zu einem Teilnehmer am DFB-Pokal-Finale wohl am besten ablesen. Dass Kniat trotz der teils großen Unruhe im Umfeld weitermachen durfte, geht wiederum auf das Konto von Sportchef Michael Mutzel, der auch in stürmischen Zeiten die Ruhe behielt und dem 39-Jährigen voll und ganz vertraute.

Vertrauen zurückgezahlt

Dieses Vertrauen hat sich nun mehr als deutlich ausgezahlt und könnte den Bielefeldern eine zweistellige Millionen-Einnahme bescheren. Allein die mutigen Aufstellungen und Matchpläne in den Pokalpartien sind ein Beleg dafür, dass es richtig war, an Kniat gegen alle Widerstände festzuhalten. Aber auch die Mannschaft hat sich enorm weiterentwickelt und nicht zuletzt gegen Leverkusen mit einer derart großen Leidenschaft überzeugt, dass es selbst den amtierenden Meister und Pokalsieger in die Knie zwang.

Am Ende zahlt sich Kontinuität meist aus – auch, wenn man dafür manchmal durch ein Stahlbad gehen muss. Sollte die Arminia den Pokal jetzt auch noch gewinnen und sich damit für die Europa League qualifizieren, wäre der Wahnsinn endgültig perfekt. Doch schon durch den Einzug ins Endspiel hat die Arminia Historisches erreicht, das auf ewig mit Kniat und Co. verbunden sein wird.

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