RB Leipzig
·3. August 2026
Vom Aufstieg bis zum Pokal: Danke für alles, Pete!

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·3. August 2026

Es gibt Bilder, die bleiben. Péter Gulácsi, Kapitänsbinde am Arm, der DFB-Pokal in den Händen, ein tagheller Berliner Nachthimmel über ihm. Am 21. Mai 2022 führt Pete die Roten Bullen zum ersten großen Titel der Clubgeschichte – und schreibt damit eines der emotionalsten Kapitel seiner elf Jahre bei RB Leipzig.
Doch dieser Abend ist nur ein Höhepunkt einer außergewöhnlichen Reise. 362 Einsätze, Bundesliga-Aufstieg, eine Vizemeisterschaft, große Europapokalnächte, sieben Champions League-Teilnahmen, zwei DFB-Pokalsiege und der Supercup 2023: Kaum ein Spieler steht so sehr für den Weg der Roten Bullen wie Péter Gulácsi.
Mit seinen Leistungen, seiner Loyalität und seinem außergewöhnlichen Charakter wurde der Ungar zum Rückhalt, Führungsspieler und zur Club-Legende. Nun sagt Pete nach elf Jahren im RBL-Dress: Viszlát, Leipzig!
Mit seiner Unterschrift am 5. Juni 2015 verschreibt sich Péter Gulácsi dem gemeinsamen Traum, mit RB Leipzig schon bald in der Bundesliga eine tragende Rolle zu spielen. Bereits in seiner ersten Saison wird Pete zu einem wichtigen Teil einer Mannschaft, die Geschichte schreibt und den Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse perfekt macht.
Nach der schweren Verletzung von Fabio Coltorti übernimmt der damals 25-Jährige in der 2. Bundesliga die Verantwortung zwischen den Pfosten und erweist sich in der Rückrunde 2015/16 als sicherer Rückhalt. In der darauffolgenden Debütsaison im Oberhaus ernennt ihn Trainer Ralph Hasenhüttl zum Stammkeeper.
Es ist der Beginn einer Ära im Leipziger Tor.
„Es passiert nicht bei vielen Spielern, dass sie gleichzeitig Nummer 1 ihres Vereins und ihres Landes werden. Diese Saison ist bisher das Highlight meiner Karriere“, sagt Pete 2017 im kicker-Interview.
Auch dank seiner neun Zu-null-Spiele beendet RBL die erste Bundesliga-Saison sensationell als Vizemeister und zieht erstmals in die Champions League ein.

Péter Gulácsi und RB Leipzig schreiben zusammen große Erfolgsgeschichten. Nach Jahren des Aufbaus und der Entwicklung folgt im Mai 2022 der erste Titel der Clubgeschichte: RBL setzt sich im DFB-Pokalfinale gegen den SC Freiburg nach 1:1 in der Verlängerung mit 4:2 im Elfmeterschießen durch.
Als Kapitän führt Pete die Mannschaft auf den Rasen und hält die Roten Bullen in der Verlängerung mit einer Glanztat gegen Janik Haberer im Spiel. Nach dem letzten Elfmeter reckt er den Goldenen Pokal als Erster in den Berliner Nachthimmel.
Ein Bild für die Ewigkeit.
Der heute 36-Jährige muss aber auch schwierige Phasen durchstehen. Am 5. Oktober 2022 zieht sich Péter Gulácsi in der Champions League gegen Celtic Glasgow einen Kreuzbandriss zu und fällt langfristig aus.
Den zweiten Pokalsieg im Mai 2023 muss Pete von der Seitenlinie verfolgen, auch den Supercup-Erfolg gegen den FC Bayern wenige Monate später verpasst er verletzungsbedingt.
Doch wie so oft in seiner Karriere zeigt unser Keeper seine besondere Mentalität. Mit Geduld, Disziplin und großem Einsatz arbeitet er an seinem Comeback. Im September 2023 steht er nach 357 Tagen Verletzungspause im DFB-Pokal gegen Wehen Wiesbaden wieder im Tor.
„Es war die schwierigste Zeit in meiner Karriere. Nicht nur die Verletzung, sondern alles, was danach noch passiert ist, mit den Komplikationen. Ich habe sehr hart gearbeitet, dass dieser Moment noch kommt und dass ich das noch mal erleben kann“, erklärt Pete damals.

In elf Jahren bewahrt Pete die Roten Bullen unzählige Male vor Gegentoren. Besonders zwei Paraden auf internationaler Bühne bleiben in Erinnerung.
In der Champions League-Saison 2020/21 pariert er beim 2:1-Sieg gegen Paris Saint-Germain einen Elfmeter von Ángel Di María. Wenige Wochen später folgt gegen Manchester United eine weitere Rettungstat im Kampf um den Achtelfinaleinzug: Nach einer 3:0-Führung verhindert Pete kurz vor Schluss den möglichen Ausgleich, als er bei einem misslungenen Klärungsversuch von Nordi Mukiele blitzschnell die Beine zusammenbringt.
Auch in der Bundesliga zählt unser langjähriger Keeper zu den Besten seiner Zunft. 96 Mal bleibt er im RBL-Tor ohne Gegentor. In der Saison 2024/25 hält Pete in 14 von 30 Spielen seinen Kasten sauber und erhält von SPORT1 bereits zum dritten Mal die Auszeichnung „Weiße Weste“ für den Bundesliga-Torhüter mit den meisten Zu-null-Spielen einer Saison.

Von der 2. Bundesliga bis auf die größten Bühnen Europas: Kaum ein Spieler steht so sehr für den Weg von RB Leipzig wie Péter Gulácsi.
Sein Name wird deshalb nicht nur auf der RBL-„Wall of Fame“, sondern auch in den Erinnerungen der Fans einen festen Platz behalten.
Danke für elf außergewöhnliche Jahre, Pete. Für deinen weiteren Weg wünschen wir dir nur das Beste – und freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen in der Red Bull Arena.
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