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·11. August 2026

Vom Bayern-Aus zum Torjäger: Pejčinovićs besonderer Karriereweg

Artikelbild:Vom Bayern-Aus zum Torjäger: Pejčinovićs besonderer Karriereweg

Bild: Selim Sudheimer/Getty Images

Dženan Pejčinović ist erst 21 Jahre alt, kostet den VfB Stuttgart aber bereits rund 25 Millionen Euro. Hinter dem Angreifer liegt ein ungewöhnlicher Weg: Beim FC Bayern aussortiert, dachte er kurzzeitig sogar über ein Ende seiner Laufbahn nach.


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Seinen Tiefpunkt erlebte Pejčinović bereits als Kind. Nach dem letzten Saisonspiel mit der U12 des FC Bayern wurde ihm mitgeteilt, dass es für ihn in München nicht weitergehen werde. Besonders bitter: In der Partie hatte er nach seiner Einwechslung noch getroffen. „Es war ein Schlag ins Gesicht“, erinnerte sich der Stürmer später in einem Interview mit dem VfL Wolfsburg. Pejčinović fragte sich damals, ob er mit dem Fußball aufhören sollte.

Traumtor gegen Bayern leitete die Wende ein

Noch am selben Abend erhielt er einen Anruf aus Augsburg. Pejčinović absolvierte ein Probetraining beim FCA und wurde aufgenommen. Ausgerechnet sein erstes Spiel führte ihn anschließend zurück zum FC Bayern. Auf dem neuen Campus der Münchner erzielte er ein Tor aus rund 30 Metern. Die Erinnerung daran bereite ihm noch heute Gänsehaut, berichtete Pejčinović.

Über Augsburg führte sein Weg 2022 nach Wolfsburg. Der Start verlief erneut schwierig. In seiner ersten U19-Saison gelangen ihm lediglich drei Tore in 14 Einsätzen. Für das folgende Jahr setzte er sich selbst 15 Treffer als Ziel – am Ende wurden es 28 Tore in 18 Spielen. Insgesamt erzielte Pejčinović für die Wolfsburger U19 36 Treffer in 38 Partien. Die Leihe zu Fortuna Düsseldorf und regelmäßiges Training mit den Profis bereiteten ihn anschließend auf den nächsten Schritt vor.

Hattrick beendete lange Durststrecke

Auch in der Bundesliga benötigte der Mittelstürmer zunächst Geduld. Seine ersten 17 Einsätze blieb er ohne Treffer. Dann platzte der Knoten mit voller Wucht: Beim 3:4 gegen den SC Freiburg erzielte Pejčinović alle drei Wolfsburger Tore.

In der vergangenen Saison kam der Linksfuß auf zwölf Treffer in 34 Pflichtspielen. Acht seiner Tore erzielte er in der Bundesliga bei lediglich 1455 Einsatzminuten. Damit benötigte er im Schnitt rund 182 Minuten pro Ligatreffer. Pejčinović gilt dennoch nicht als fertiger Stürmer. Er bezeichnet sich selbst als sehr selbstkritisch und erklärte selbst nach einem Dreierpack im DFB-Pokal, sich noch nicht endgültig durchgesetzt zu haben.

Sein großes Vorbild sei Harry Kane. Kurios: In Wolfsburg erhielt er zudem den Spitznamen „Dzeko“, jedoch nicht aufgrund der Spielweise. Einige Mitspieler konnten schlicht seinen Namen nicht richtig aussprechen. Der VfB bekommt mit Dženan Pejčinović keinen fertigen Stürmer-Star, sondern einen jungen Angreifer mit nachgewiesenem Torriecher und reichlich Entwicklungspotenzial.

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