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·15. August 2026

Vom BWL-Studium zum Hertha-Hoffnungsträger: Kolbes ungewöhnlicher Weg zum Profi

Artikelbild:Vom BWL-Studium zum Hertha-Hoffnungsträger: Kolbes ungewöhnlicher Weg zum Profi

Bild: Lars Baron/Getty Images

Niklas Kolbe hat sich bei Hertha BSC zum Saisonstart in den Vordergrund gespielt. Beim 1:0 gegen den VfL Bochum gehörte der Innenverteidiger zu den besten Berlinern. Sein Weg in den Profifußball verlief allerdings völlig anders als bei den meisten seiner Mitspieler.


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Bis zur U17 spielte Kolbe noch als Stürmer, ein Nachwuchsleistungszentrum besuchte er nie. Stattdessen arbeitete er sich über den Amateurfußball nach oben. Noch vor etwas mehr als zwei Jahren lief der heute 29-Jährige für die Stuttgarter Kickers in der Regionalliga auf.

Kolbe feierte sein Profidebüt erst mit 27 Jahren

Von 2015 bis 2024 spielte Kolbe ausschließlich in der Oberliga und Regionalliga. Die 3. Liga übersprang der 1,97 Meter große Verteidiger sogar vollständig. Erst am 11. August 2024 feierte er im Trikot des SSV Ulm sein Profidebüt – im Alter von 27 Jahren.

Parallel zum Fußball bereitete sich der Linksfuß auf eine mögliche Karriere abseits des Platzes vor. Kolbe absolvierte an der Hochschule Pforzheim ein BWL-Studium mit dem Schwerpunkt Einkauf und Logistik. Seinen Bachelor schloss er mit der Note 2,2 ab.

Den Traum vom Profifußball gab der Abwehrspieler dennoch nie auf. Nach seinem Wechsel zu Hertha erkämpfte er sich in der vergangenen Saison früh einen Stammplatz. Vier Rippenbrüche und ein späterer Muskelfaserriss warfen ihn jedoch zurück. Trotzdem kam Kolbe noch auf 20 Zweitligaeinsätze.

Starker Auftritt gegen Bochum

Zum Start der neuen Saison meldete sich Kolbe eindrucksvoll zurück. Nach Angaben der B.Z. gewann er gegen Bochum 69 Prozent seiner Zweikämpfe. Dazu entschied er sieben Kopfballduelle für sich und verhinderte mit zwei Rettungsaktionen mögliche Gegentreffer.

Gemeinsam mit Linus Gechter hielt Kolbe die Berliner Defensive zusammen und hatte großen Anteil am erfolgreichen Saisonstart. In den Fanforen wird er bereits als möglicher Nachfolger des abgewanderten Toni Leistner gehandelt.

Auch aufgrund der zurückliegenden Verletzung von Márton Dárdai besitzt Kolbe aktuell die besten Karten auf einen Stammplatz. Nach Jahren im Amateurfußball ist der Spätstarter bei Hertha damit plötzlich nicht mehr wegzudenken.

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