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·25. Januar 2026

Vom Feindbild zum Leader: BVB-Kapitän Can liefert trotz Anfeindungen ab

Artikelbild:Vom Feindbild zum Leader: BVB-Kapitän Can liefert trotz Anfeindungen ab

Borussia Dortmund gewinnt souverän mit 3:0 bei Union Berlin, doch im Fokus steht eine hitzige Szene um Kapitän Emre Can. Nach üblen Schmähgesängen erklärt der BVB-Profi die Situation und reagiert sportlich auf dem Platz.

Beim 3:0-Auswärtssieg von Borussia Dortmund bei Union Berlin stand nicht nur das Ergebnis im Fokus, sondern auch eine aufgeheizte Szene um BVB-Kapitän Emre Can. Der Dortmunder wurde nach einer Rudelbildung Ziel heftiger Schmähgesänge aus der Heimkurve – teils deutlich unter der Gürtellinie.


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Auslöser war eine Situation in der 59. Minute: Nach einem Foul gegen einen Union-Spieler wollte Can den Ball nicht freigeben. Union-Profi Janik Haberer schlug ihm das Spielgerät aus den Armen, woraufhin der BVB-Kapitän seinen Gegenspieler wegschubste. Schiedsrichter Robert Hartmann zeigte dem Dortmunder die Gelbe Karte, es folgten Wortgefechte und eine kurze Rudelbildung. Danach beruhigte sich das Spiel – die Ränge jedoch nicht.

Can schilderte die Szene später am Sky-Mikrofon: „Ich glaube, ich hatte den Ball unterm Arm. Dann kommt er und schlägt den Ball halt weg und sagt noch was.“ Was genau gesagt wurde, ließ der 32-Jährige offen und ordnete es als „nichts Schlimmes“ ein.

Union-Fans beleidigen BVB-Kapitän Emre Can über Minuten hinweg

Dennoch kochte die Stimmung gegen ihn hoch. Über mehrere Minuten wurde er von den Rängen beleidigt, besonders deutlich bei seiner Auswechslung in der 69. Minute. Sportlich ließ sich der Kapitän davon nicht beirren. Bereits früh hatte er den fälligen Foulelfmeter souverän zum 1:0 verwandelt – sein 15. verwandelter Strafstoß in Serie.

Nach Abpfiff fand Can auch klare Worte zur Schiedsrichterleistung: „Wenn ich ehrlich sein darf, fand ich es heute – bei allem Respekt vor dem Schiedsrichter – ein bisschen zu einseitig.“ Zwar habe er seine Gelbe Karte verdient, ergänzte er, „aber ich würde mir wünschen, wenn er auch den anderen die Gelbe zeigen würde“. Während Union-Trainer Steffen Baumgart die Gesänge herunterspielte, gab es aus dem Dortmunder Lager Rückendeckung.

BVB-Sportgeschäftsführer Lars Ricken lobte die emotionale Präsenz seines Kapitäns: „In diesem Hexenkessel musst du als gegnerische Mannschaft auch Emotionen zeigen, musst dich wehren. Das hat er getan.“ Auch Mitspieler Nico Schlotterbeck zeigte sich angetan: „Über einen aggressiven Emre freue ich mich immer, weil den will man nicht bespielen. Er hat ein Topspiel gemacht.“

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