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Moritz Oppermann·8. Februar 2026
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Moritz Oppermann·8. Februar 2026
Mit 15 debütierte er für die Profis, mit 16 traf er zweistellig in der ersten Liga und mit 18 wechselte er für 47,5 Millionen Euro zu Real Madrid. Endrick legte einen kometenhaften Aufstieg hin, nur um seit seinem Wechsel nach Europa auf der königlichen Bank zu landen und im Netz ein Meme zu werden. Bis jetzt.
Denn im Winter folgte nun die Leihe nach Lyon. Der richtige Schritt, um es all seinen Hatern zu zeigen und vielleicht sogar zur WM-Hoffnung Brasiliens zu werden?
Im Dress der Lyonnais zeigt der Offensivspieler seitdem nämlich eindrucksvoll, weshalb er laut 'Transfermarkt.de' bereits mit 17 Jahren 60 Millionen Euro wert war. Schon in seinem zweiten Spiel für die Franzosen explodierte der Angreifer förmlich. Nach seinem Debüt gegen Brest, bei dem er nach elf Minuten seinen ersten Assist verbuchte, brachen gegen Metz alle Dämme. Beim 5:2-Auswärtssieg erzielte Endrick einen Hattrick. Ein Glücksfall?
Wohl kaum. Bis heute traf das brasilianische Juwel zwei weitere Male und ist seit Leihbeginn Lyons Spieler mit den meisten Torbeteiligungen, Schüssen aufs Tor und erfolgreichen Dribblings. Auch Carlo Ancelotti scheint das nicht entgangen zu sein.
Laut der spanischen 'Marca' plant der Ex-Real-Coach, Endrick für die Länderspiele im März gegen Frankreich und Kroatien zu nominieren. Zuletzt lief der mittlerweile 19-Jährige vor knapp einem Jahr für die Seleção auf. Danach spielte er im Kreis des Nationalteams keine Rolle mehr – auch, weil er keine Argumente liefern konnte.
Nach einer schwerwiegenden Oberschenkelverletzung im Sommer kam Endrick bei Real kaum zum Einsatz. In elf möglichen Ligaspielen sammelte er gerade einmal elf Minuten Spielzeit. Währenddessen wurde er im Internet zum Meme, weil er die Spiele der Königlichen häufig apathisch von der Bank aus verfolgte.
Damit scheint nun vorerst Schluss zu sein. In Lyon wirkte Endrick zuletzt wie entfesselt, brillierte mit starken Dribblings und zeigt einmal mehr, dass er über eine der besten Schusstechniken seines Jahrgangs verfügt.
In seiner Heimat gilt der Mittelstürmer schon seit Jahren als kommender Superstar. Vergleiche zu Neymar und Co. wollten er und seine Familie jedoch nie hören.
"Meine Mutter hat mir immer gesagt, dass ich nicht der neue Neymar, Pelé oder Ronaldo sei. Ich bin Endrick", erklärte er im Juni 2024 bei seiner Vorstellung vor 70.000 Real-Fans im Santiago Bernabéu.
Hält er seine aktuelle Form, werden wir in Zukunft wohl genau von diesem Endrick sprechen. Vielleicht schon nach der Weltmeisterschaft 2026.
📸 OLIVIER CHASSIGNOLE - AFP or licensors









































