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·10. Juni 2026

Von 0 auf 180: Assans wilde WM-Story – und David als Pressesprecher?

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Diese PK hatte mehr zu bieten als die üblichen Antworten vor einem WM-Auftakt: Assan Ouédraogo erzählte von seiner außergewöhnlichen Nachnominierung zwischen Pool-Liege und verpassten Familienanrufen, David Raum bekam direkt eine mögliche Zukunft als Pressesprecher vorgeschlagen – und dann war da nochmal die Sache mit dem Tattoo für Julian Nagelsmann.

Im Team Base Camp der deutschen Nationalmannschaft in Winston-Salem zeigte sich unser RBL-Duo locker, sympathisch und gleichzeitig voll fokussiert.


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Vom Pool ins WM-Camp

Besonders Assan sorgte mit seiner Schilderung der Nachnominierung für Schmunzler. Der 20-Jährige berichtete, wie ihn Bundestrainer Julian Nagelsmann völlig überraschend im Urlaub anrief – während er mit Freunden am Pool entspannte.

Was danach passierte? Ein echter Karriere-Moment. Eben noch Urlaubsmodus, plötzlich WM-Fahrer. „Vom Gefühl her ging es von 0 auf 180“, erzählte Assan sinngemäß. Die Freude und Aufregung waren ihm am Telefon offenbar deutlich anzumerken. So deutlich, dass Nagelsmann scherzhaft nachfragte, ob Assan betrunken sei.

War er natürlich nicht. Nur überwältigt.

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Erst die Schwester geht ran

Nach dem Telefonat wollte Assan seine „Emotionsexplosion“ direkt mit seiner Familie teilen. Also rief er zuerst seine Mutter an – doch sie ging nicht ran. Dann versuchte er es bei seinem Vater. Wieder nichts. Erst bei Nummer drei hatte er Erfolg: Seine ältere Schwester hob ab.

Doch auch da wurde es nicht direkt einfacher. Denn als Assan ihr von der Nachnominierung erzählte, wollte sie ihm die große Nachricht zunächst gar nicht glauben. Vom Pool in Marbella ins Team Base Camp der deutschen Nationalmannschaft – diese Geschichte klang offenbar selbst für die eigene Familie erst einmal zu verrückt, um wahr zu sein.

Südafrika-Tour mit den Roten Bullen, Urlaub auf Marbella, dann der Anruf des Bundestrainers – und kurz darauf die Reise in die USA. Reisestrapazen? Für Assan kein Thema. „Ich stehe voll im Saft“, machte er klar. Nur seine Fußballschuhe musste er vor dem Abflug Richtung Nordamerika noch kurz in Leipzig abholen.

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Assan über sein bestes Karrierejahr

Dass Assan nun bei der WM dabei ist, kommt nach einer Saison mit vielen besonderen Momenten. Auch wenn nicht alles glattlief, fällt sein persönliches Fazit klar aus.

„Es gab viele Höhen und Tiefen, aber es war bisher das beste Jahr meiner Karriere. Ich habe gerade zu Saisonbeginn viel gespielt. Dann der bisherige Höhepunkt mit meinem ersten Länderspiel und Tor für die Nationalmannschaft in Leipzig. Nach der Verletzung habe ich mich rechtzeitig zurückgemeldet“, sagte Ouédraogo im Gespräch mit den anwesenden Journalisten.

Raum als Pressesprecher?

Auch David überzeugte während der PK und sorgte für gute Stimmung. Unser Kapitän beantwortete die Fragen gewohnt bedacht, professionell und mit viel Ruhe – so souverän, dass DFB-Pressesprecherin Franziska Wülle ihm augenzwinkernd direkt eine zweite Karriereoption mitgab: Nach der aktiven Laufbahn könne Raum ja auch als Pressesprecher arbeiten.

Auf seinen um acht Jahre jüngeren Teamkollegen angesprochen, geriet der 28-Jährige ins Schwärmen: „Assan ist ein sehr gut erzogener Junge. Er geht auf dem Platz voran und hat uns in Leipzig geholfen, wieder zurück in die Champions League zu kommen. Er hat eine hohe Qualität und ist wichtig für uns.“

Von der Nachnominierung erfuhr David direkt vom Cottaweg: „Ich habe es von einem Athletiktrainer von uns in Leipzig erfahren. Er hat mir geschrieben: ‚Assan, Wahnsinn!‘ und Herzaugen – dann habe ich es realisiert.“

Raumi schrieb dem Rechtsfuß direkt. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: „Assans Antwort kam nach gefühlt fünf Sekunden. Es ist ein super Gefühl, ihn jetzt hier bei uns zu haben.“

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Die Konkurrenzsituation mit Nathaniel Brown auf der Linksverteidiger-Position ordnete David sachlich ein: „Nene macht es sehr gut. Wir sind zwei sehr unterschiedliche Spielertypen.“

Nach seinen leichten körperlichen Problemen zum Saisonende komme er selbst immer besser in Fahrt. Entscheidend sei für ihn aber das Team: „So ein Turnier ist lang und ich gebe alles, ob ich von Anfang an spiele oder reinkomme. Wir sind auf der Position doppelt gut besetzt. Julian hat hier die Qual der Wahl.

Tattoo-Frage? David nimmt’s mit Humor

Für Lacher sorgte der Linksfuß auch beim Thema Tattoo-Wette mit Julian Nagelsmann. Die Frage könne er eigentlich nicht mehr hören, gab er ehrlich zu. Schob dann aber in bester Pressesprecher-Manier ganz professionell nach: „Wenn wir den Titel holen, finde ich sicher noch einen Platz für ein weiteres Tattoo. Bei Julian müsste es ja das erste sein. Er wäre wohl deutlich aufgeregter, wenn es dazu kommt.“ – und ergänzte grinsend: „Aber wenn es sein muss, halte ich auch Händchen bei ihm.“

Viele Lacher, klare Ansagen, große Vorfreude: Assan und David haben vor dem WM-Start einen sympathischen Auftritt hingelegt. Jetzt zählt es auf dem Platz.

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