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Philipp Overhoff·27. Januar 2026
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Philipp Overhoff·27. Januar 2026
Florian Lechner ist es gewohnt, die Leute um sich herum nach seiner Pfeife tanzen zu lassen. Passend dazu hat sich der DFB-Schiedsrichter auf der Ostsee-Insel Poel gleich mal den Posten des Bürgermeisters gesichert. Vom Mittelkreis direkt ins Rathaus sozusagen.
Die Wahl gegen zwei Mitbewerberinnen gewann Lechner souverän und das sogar schon im ersten Durchgang. Von einer solchen Effizienz kann man beim Videobeweis, mit dem der 34-Jährige als Video-Schiri in der Bundesliga bestens vertraut ist, nur träumen!
Doch nicht nur aus der Buli kennen viele Fußball-Fans Lechner bestens. Er sammelte bereits über 50 Einsätze in der 2. Bundesliga, reichlich Spiele in Liga drei und besitzt zudem DFB-Pokal-Erfahrung.

Auf seinem Wahlplakat trat Lechner allerdings ohne Schiri-Dress auf, dafür geschniegelt im Anzug und mit breitem Siegerlächeln. Von den rund 2.200 Wahlberechtigten stimmte mehr als die Hälfte ab, 822 machten ihr Kreuz bei ihm. Über den Sieg gab es also keine keine Diskussionen, was ganz nach dem Geschmack des Unparteiischen sein dürfte.
Auch darüber hinaus sieht Lechner viele Parallelen zwischen Fußball und Politik. „Es geht natürlich in beiden Fällen darum, Entscheidungen zu treffen, Verantwortung zu übernehmen und für das, was man sagt, auch geradezustehen am Ende des Tages", wird er von 'Bild' zitiert.
Noch pfeift Lechner regelmäßig Spiele, ab Mitte Mai gibt er dann den Takt auf Poel vor. Die Mitglieder des dortigen Gemeinderates zittern schon jetzt vor langen Nachspielzeiten bei ihren Sitzungen.
📸 Cathrin Mueller - 2023 Getty Images









































