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Selina Eckstein·23. August 2026

"Von Gegnern und Publikum gemobbt": Vini-Wirbel überschattet Reals Sieg

Artikelbild:"Von Gegnern und Publikum gemobbt": Vini-Wirbel überschattet Reals Sieg

Real Madrid ist nicht nur mit einem späten Siegtreffer in die neue Saison gestartet, sondern auch mit erneutem Vini-Ärger. Dabei sorgte ein Social-Post von Gegner Espanyol für Zündstoff beim 2:1-Sieg der Königlichen. 

Schon während der Partie teilte der Klub einen Post, in dem die Frage gestellt wurde: "Ab wie vielen Schwalben bekommt man eigentlich die zweite Gelbe Karte? Ich frage für einen Freund." Damit spielte der Verein auf die Stürze von Vinicius Jr. während des Spiels an. 


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In zwei Szenen während der Partie ging der Brasilianer im Strafraum zu Fall. Beide Male wertete der Schiedsrichter José María Sánchez Martínez die Szene nicht als Elfmeter, zeigte aber auch keine Gelbe Karte wegen Schwalbe. Vinicius hatte in der ersten Hälfte bereits Gelb gesehen, nachdem er mit Álex Calatrava Torrado aneinandergeraten war. Iturralde González, Schiedsrichter-Experte beim Radiosender 'Cadena SER', konnte den Ärger von Espanyol verstehen. "Er legt ihm ein wenig die Hand auf und er lässt sich fallen. Wenn man schon Gelb hat, weiß ich nicht, warum er so etwas macht", sagte der Ex-Schiri nach dem Spiel. Eine zweite Gelbe Karte sei aus seiner Sicht vertretbar gewesen. 

Und wie reagieren die Königlichen auf den Ärger des Gegners? Reals Keeper Thibaut Courtois wurde nach dem Abpfiff auf den Social-Post angesprochen und reagierte scharf: "Der Tweet von Espanyol? Du solltest erst mal in den Spiegel schauen, bevor du über andere sprichst. Es ist einfach, Dinge nur aus seiner eigenen Perspektive zu beurteilen." Außerdem merkte der Belgier an: "Ich würde gerne sehen, ob diese Mannschaften dieselben Tweets veröffentlichen, wenn sie gegen andere Mannschaften als uns spielen…"

Aus seiner Sicht hätte Calatrava vom Platz gestellt werden müssen, "entweder wegen des Tritts gegen Vini Jr. oder wegen des Fouls an Carreras, als er bereits eine Gelbe Karte hatte", erklärte er außerdem. 

Der Espanyol-Star sagte auf den Tritt gegen Vinicius angesprochen nach der Partie: "Ich habe versucht, den Ball zu spielen, gemerkt, dass er weg war, und versucht, anzuhalten. Es war völlig unbeabsichtigt, und ich habe nicht versucht, Schaden anzurichten."

Trainer José Mourinho nahm Vinicius ebenfalls in Schutz. "Viní ist kein Heiliger, aber was sie ihm antun, ist zu viel", sagte er auf der Pressekonferenz und ergänzte: "Wir sind in einer gesellschaftlichen Ära des Anti-Mobbings. Bei Viní sind wir noch immer in der Mobbing-Phase – ob seitens des Gegners, seitens des Publikums. Wir müssen ihn bestmöglich erziehen und bestmöglich darauf vorbereiten." 

Der Brasilianer werde immer wieder von den Gegnern angegangen, kritisierte sein neuer Trainer. Vinicius müsste sich stark beherrschen, obwohl es ihn frustrieren würde. "Ich habe mit ihm gesprochen und ihm gesagt: ‚Wenn du ein Tor machst, dann achte darauf, wie du das bejubelst.‘"

Die Saison hat gerade erst begonnen, doch das Muster ist bereits bekannt. Vinícius Júnior spaltet wieder einmal die Liga und es dürften noch viele hitzige Kapitel in dieser Spielzeit folgen.


📸 Alex Caparros - 2026 Getty Images

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