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·28. Juli 2026
Von Musiala bis Kane: So viele frustrierte WM-Spieler hatte der FC Bayern noch nie

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Bild: Michael Steele/Getty Images
Nahezu alle Spieler des FC Bayern, die bei der WM 2026 im Einsatz waren, haben große Enttäuschungen erlebt. Ein Überblick:
Dass Deutschland nun dreimal in Folge mit zahlreichen Spielern des FC Bayern nicht das Achtelfinale bei einer WM erreicht hat, sollte auch die Münchner zum Nachdenken bringen. Diese betonten gerne, dass die deutsche Nationalmannschaft besonders erfolgreich sei, wenn es einen starken FC-Bayern-Block gebe.
Wie schon mehrfach berichtet, ist das faktisch falsch und sollte auch von Berichterstattern berücksichtigt werden.
Doch es geht nicht nur um die deutschen Spieler, die von der WM 2026 frustriert zurückgekehrt sind. Im Grunde haben fast alle WM-Teilnehmer des FC Bayern ihre Ziele verfehlt.
Harry Kane wollte mit England Weltmeister werden, doch eine katastrophale Schlussphase im Halbfinale gegen Argentinien ließ den Traum platzen. Zwar beging Englands Trainer Thomas Tuchel einen ähnlichen Wechselfehler wie 2024 mit dem FC Bayern bei Real Madrid im Champions-League-Halbfinale (offensive Spieler raus, defensive Spieler rein), man darf aber auch den Kapitän Kane fragen, warum er nicht auf dem Platz für einen Hallo-Wach-Effekt sorgte, sondern sich wirklich alle elf Spieler im Sechzehnmeterraum einigelten. Für Kane könnte es die letzte Weltmeisterschaft und die letzte Chance auf den Gewinn des Ballon d’Or gewesen sein.
Auch die Franzosen beim FC Bayern bringen Frust mit. Flügelstürmer Michael Olise durfte bei Frankreich auf seiner Lieblingsposition als Zehner spielen, doch im Halbfinale gegen Spanien und beim Spiel um Platz drei gegen England baute er plötzlich massiv ab, was am Ende zu Tränen in der Kabine führte. Gleichzeitig versuchten Mbappé und Co., ihn zu einem Wechsel zu Real Madrid zu überreden. Ein absolutes Gefühlschaos für Olise.
Frankreich-Kollege Dayot Upamecano hat wiederum das Vorurteil über ihn bestätigt: Er patzt in großen Spielen regelmäßig. Dieses Mal war es zwar kein plötzlicher Aussetzer unter Druck, aber im Halbfinale gegen Spanien ließ er sich vor dem 0:2 von seinem Ex-Leipzig-Kollegen Dani Olmo düpieren.
WM-Fahrer wie Konrad Laimer (Österreich), Josip Stanisic (Kroatien) und Hiroki Ito (Japan) haben sich zwar nichts Großes vorzuwerfen, dennoch war Enttäuschung vorhanden, schon im Sechzehntelfinale ausgeschieden zu sein. Kroatien scheiterte an Portugal, Österreich an Spanien, Japan an Brasilien. Kann passieren, wurde aber den drei Teams leistungstechnisch nicht ganz gerecht.
Eine wirkliche Enttäuschung war dagegen Südkorea, das nach der Vorrunde schon ausschied. Verteidiger Min-jae Kim kam dabei in allen drei Partien zum Einsatz.
Kolumbien wollte sich wiederum im Achtelfinale gegen die Schweiz durchsetzen, um dann gegen Argentinien anzutreten. Doch Kolumbien verlor das Elfmeterschießen, für Bayerns Flügelstürmer Luis Díaz eine Enttäuschung.
Und zu den deutschen Spielern wurde schon viel geschrieben: Manuel Neuer zerbrach mit der Art und Weise seines Comebacks die Teamchemie bei den Torhütern, auch wenn das die Torhüter bestreiten.
Joshua Kimmich wurde nicht im zentralen Mittelfeld aufgestellt, sondern als Rechtsverteidiger, wo er nicht mehr internationales Top-Niveau besitzt.
Jamal Musiala war eine Belastung für das DFB-Team, weil er auf der Zehner-Position nach seiner langen Verletzungspause nicht in Form kam. Lothar Matthäus hat ihm nun via Sky auf den Weg gegeben: Es gibt keine Ausreden mehr.
Youngster Lennart Karl verletzte sich leider vor der WM schwer. Er hätte eine große Entdeckung des Turniers werden können.
Auch Angreifer Serge Gnabry musste die WM verletzungsbedingt absagen, dabei befand er sich zuvor in starker Form.
Und Aleksandar Pavlović wirkte im Mittelfeld des DFB-Teams überfordert. War der Druck für den unerfahrenen Nationalspieler noch zu groß?
Verteidiger Jonathan Tah wiederum verschoss am Ende den entscheidenden Elfmeter gegen Paraguay.
Neu-Bayer Nathaniel Brown gilt dagegen eigentlich als einer der wenigen positiven Erscheinungen von Deutschland bei der WM 2026, allerdings ließ er sich vor dem Führungstreffer von Paraguay in die Irre führen und ließ die Außenbahn frei.
Bliebe noch Zugang Ismail Saibari. Er startete mit Marokko extrem gut ins Turnier, traf unter anderem gegen Brasilien, Schottland und Haiti. Dann plagte ihn eine Verletzung und er konnte im Viertelfinale gegen Frankreich nicht ran. Marokko schied aus.
Nahezu alle WM-Fahrer des FC Bayern sind demnach entweder mit ihren Leistungen oder mit den Leistungen ihrer Teams unter den Erwartungen geblieben. Ob die Stars die Ereignisse bei der WM 2026 relativ schnell abschütteln können, wird sich beim Saisonstart im August zeigen.







































