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·31. Mai 2026

Von Pérez über Hakimi bis zum Bernabéu: Sieben Erkenntnisse zum CL-Finale

Artikelbild:Von Pérez über Hakimi bis zum Bernabéu: Sieben Erkenntnisse zum CL-Finale
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Von Pérez (l.) bis Mbappé (r. o.) gibt es einige Erkenntnisse zum CL-Finale – Fotos: getty images

1. Seriensieger

Eine Titelverteidigung in der Champions League? Lange Zeit undenkbar! Bis Zinédine Zidanes Real Madrid nach 2016 auch 2017 den Titel gewann und sich dann 2018 in Form des „Threepeats“ endgültig unsterblich machte. Doch auch diese historische Auszeichnung könnte nun wackeln, denn die CL-Titelverteidigung hat Paris Saint-Germain in der Tasche. Und wer sagt, dass Luis Enrique sein Team nicht ähnlich zusammenhalten und weiter motivieren kann wie einst „Zizou“?


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2. Kylian Mbappé

308 Spiele, 256 Tore, 110 Vorlagen und 16 Titel – aber allesamt nationale Titel. Eigentlich verliefen Kylian Mbappés sieben Jahre in der französischen Hauptstadt spektakulär, doch gerade nachdem er von Luis Enrique als Pressingstörer ausgemacht wurde und 2024 dann den Klub verließ, platzte der Knoten – so gewann zwar Mbappé danach seine ersten beiden internationalen Titel in Madrid, aber der große Henkelpokal, der ging zwei Mal nach Paris. Ein Zufall oder bezeichnend? Die Erkenntnis dürfte so oder so lauten: Teambuilding scheint wichtiger zu sein als der Fokus auf einen oder mehrere Einzelkönner.

3. Luis Enrique Martínez

Schon gewusst? Luis Enrique Martínez hat eine Real Madrid-Vergangenheit! Von 1991 bis 1996 spielte der Mann aus Gijón im weißen Trkot, ehe er nach Barcelona wechselte, um dort schlussendlich auch als Trainer das Triple zu gewinnen. Jetzt ist er mit drei CL-Titeln nur noch von Carlo Ancelottis fünf Titeln übertroffen. Trotz der Barça-Vergangenheit und auch einiger Giftpfeile als Spieler wie auch als Trainer Richtung Madrid dürfte trotzdem nicht auszuschließen sein, dass der 56-jährige Spanier irgendwann nochmal auf den Radar der Blancos gerät – denn wie die Entwicklungen bei PSG und Real zeigen, könnte „Lucho“ genau das sein, was den Blancos fehlt.

4. Florentino Pérez

Florentino Pérez beim Champions-League-Finale? An Persönlichkeiten und Ex-Fußballern hat es in der Puskás-Arena natürlich nicht gemangelt, aber dass gerade der 79-Jährige – mal wieder begleitet durch seinen umstrittenen Berater Anas Laghrari – sich an der Seite der Mächtigsten der Fußballwelt zeigte, dass Real Madrid wieder mehr mitsprechen will und wird. Denn nach dem gemeinsam verkündeten Aus der Super League hat Pérez nicht nur mit UEFA-Chef Alexander Čeferin – der 58-Jährige hat ihn angeblich sogar eingeladen – und PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi wieder eine bessere Beziehung, so wurde er am Samstagabend unter anderem auch abgelichtet, wie er sich mit CONMEBOL-Chef Alejandro Domínguez und FIFA-Chef Gianni Infantino unterhielt. All das kann in vielerlei Hinsicht interpretiert werden, so könnte es bald auch ungemütlicher für den FC Barcelona werden, da Pérez und Co. schon länger angedroht haben, einen angeblich 400-seitigen Bericht mit belastenden Material zum Negreira-Fall an UEFA, FIFA und Co. zu schicken.

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5. Estadio Santiago Bernabéu

…aber dass sich Pérez wieder deutlich besser mit Čeferin und Co. versteht, erhöht auch die Chancen für etwas, dass es seit 2010 nicht mehr gab: ein CL-Finale im Estadio Santiago Bernabéu. Zwar noch nicht zu 100 Prozent fertig umgebaut, trotzdem schreit der königliche Fußballtempel eigentlich nur danach, das größte Spiel des Vereinsfußballs bald auszutragen. Denn das größte Spiel des Fußballs dürfte so oder so folgen, so hat das Bernabéu wohl beste Karten auf das WM-Finale 2030. Und Endspiele sind nur noch bis 2027 festgelegt – dann allerdings nach 2019 erneut in Madrid, erneut im Estadio Metropolitano von Atlético. Das Bernabéu wird sich also vermutlich noch um ein paar Jahre gedulden müssen.

6. Achraf Hakimi

Nach Daniel Carvajals Abgang ist klar: auf der Rechtsverteidigung herrscht wieder Bedarf. Könnte so ein verlorener Sohn zurückkehren? Achraf Hakimi lernte von 2006 bis 2018 in Madrid das Fußballspielen, gewann dort bereits 2017/18 die Champions League, hat nun aber mit PSG den Titel erfolgreich verteidigt – und das als einer der Kapitäne. Mission erledigt? Nicht auszuschließen, dass sein mehr oder weniger geheimer Wunsch, eines Tages in seine Geburtsstadt zurückzukehren nun etwas größer geworden ist. Zwar hat der 27-Jährige in Paris noch einen Vertrag bis 2029 aber auch hier könnte der Madridismo aufgrund der wieder besser gewordenen Beziehung zwischen Pérez und Al-Khelaifi etwas Hoffnung haben – zumindest mehr als noch vor einigen Monaten.

7. Fabián Ruiz & Khvicha Kvaratskhelia

… und wer weiß, ob neben Luis Enrique und Hakimi nicht noch andere PSG-Stars irgendwie mit Real Madrid in Verbindung gebracht werden könnten? So hat sich Khvicha Kvaratskhelia – er ist im Januar 2025 zu sowas wie dem letzten Puzzleteil der Franzosen geworden – schon als Real-Fan geoutet, verfolgte die Blancos früher wegen Spielmacher Guti. Bei Kvaratskhelia (Alter 25, Vertrag bis 2029) dürften sich Al-Khelaifi und Co. zwar wenig bis gar nicht verhandlungsoffen zeigen, aber bei Fabián Ruiz könnte es möglicherweise mehr Möglichkeiten geben (Alter 30, Vertrag bis 2027), so ist für viele ein Spieler wie der zentrale Mittelfeldspieler das, was bei den Blancos fehlt – speziell im Zentrum.

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