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·14. August 2026

Vor dem Google Pixel Supercup der Frauen: "Gleich zu Beginn ein großes Spiel"

Artikelbild: Vor dem Google Pixel Supercup der Frauen: "Gleich zu Beginn ein großes Spiel"

Am Samstag (ab 19.30 Uhr, live bei DF1, MagentaTV und DFB.TV) geht es beim Google Pixel Supercup der Frauen zwischen Doublegewinner FC Bayern München und Vizemeister VfL Wolfsburg um die erste Trophäe der Saison 2026/2027. Vorab sprechen die Cheftrainer Jose Barcala (FC Bayern München) und Stephan Lerch (VfL Wolfsburg) sowie Pernille Harder (FC Bayern) und Camilla Küver (Wolfsburg) über das ewig junge Prestigeduell.

José Barcala über...

... seine Erwartungen an das Spiel: Es ist zum einen die erste Chance, einen Titel zu holen, zum anderen aber auch eine Gelegenheit, unsere Standards weiter auszubauen, unsere Spielidentität weiterzuentwickeln und die individuelle körperliche Entwicklung jeder einzelnen Spielerin voranzutreiben. Es ist eine weitere Gelegenheit, unsere Mannschaft und unsere Spielerinnen in einem harten Umfeld weiterzuentwickeln, denn gegen Wolfsburg ist es immer hart.


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... die personelle Lage: Wir haben noch einige Spielerinnen, die nicht im Kader stehen. Es handelt sich um Lena Oberdorf, Sarah Mattner, Giulia Gwinn, Vanessa Gilles, Edna Imade, Franziska Kett und Anna Klink, die sich in verschiedenen Phasen ihres "Return to Play"-Prozesses befinden. Aber bei allen ist eine positive Entwicklung zu beobachten, und sie nehmen bereits zu verschiedenen Zeitpunkten am Training der Mannschaft teil. Wenn alles gut läuft, werden wir hoffentlich in den kommenden Wochen die nächsten Phasen erreichen. 

... die Ziele für die Saison: Unsere Ziele für die Saison gehen in zwei Richtungen. Zum einen geht es um die individuelle Entwicklung: Wir wollen eigenständige Spielerinnen formen, die sich unter Druck – sowohl körperlichem als auch emotionalem – immer wohler fühlen und Spielerinnen, die Duelle immer souveräner meistern. Spielerinnen, die in der Lage sind, die richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt zu erfassen, unter Druck gute Entscheidungen zu treffen und in engen Räumen präzise und zielstrebig zu agieren. Der andere Schwerpunkt liegt darauf, Mannschaftslösungen umzusetzen – neue Zusammenspielformen, neue Koordination, die Art und Weise, wie wir pressen, wie wir unseren Spielaufbau gestalten und wie wir unseren Positionsangriff spielen, um für uns selbst immer berechenbarer und für die Gegner immer unberechenbarer zu werden. Darauf konzentrieren wir jeden Tag im Training unsere Energie. So werden wir zu einer immer besseren Mannschaft, die aktiv das Spiel gestalten kann – ganz gleich, wer vor uns steht, ganz gleich, ob wir gegen Lyon, Barcelona, Wolfsburg oder Union Berlin spielen. Wir müssen uns anpassen, aber wir können wir selbst bleiben und unsere Identität bewahren. Das ist unser Hauptziel. Normalerweise ergeben sich die Ergebnisse dann von selbst.

Pernille Harder über ...

... ihre Erwartungen an das Spiel: Es ist schön, gleich zu Beginn der Saison ein großes Spiel zu haben. Alle Spiele gegen Wolfsburg sind körperlich immer sehr anspruchsvoll, das ist wirklich eine Stärke von Wolfsburg. Sie sind hart im Nehmen und machen es einem nie leicht. Für uns heißt das, dass wir in allen Spielen gegen sie immer 100 Prozent geben müssen. Es wird also sicher auch diesmal wieder schwierig werden.

... die Unterschiede zwischen den Teams: Vergleiche sind immer schwierig, aber wir können uns mit uns selbst vergleichen. Wir entwickeln uns weiter und arbeiten an der Art und Weise, wie wir spielen wollen. Wir hatten in München einige gute Wochen, in denen wir hart trainiert haben. Morgen steht ein weiteres Spiel an, in dem wir uns als Mannschaft weiterentwickeln wollen. Wolfsburg hat viele neue Spielerinnen. Unter Stephan Lerch habe ich in Wolfsburg gespielt, er ist ein großartiger Trainer. Es ist schwer zu sagen, wo Wolfsburg derzeit steht. Das werden wir sehen. Wenn wir uns Ausschnitte von ihnen ansehen, wirken sie meiner Meinung nach stark. Ich erwarte also das, was ich immer von Wolfsburg erwarte.

Stephan Lerch über...

... die Ausgangslage: Es geht um einen Titel. Das ist ein Anreiz, mit einer sehr hohen Motivation in das Spiel reinzugehen. Man muss aber auch sagen, die Ausgangslage oder die Favoritenrolle ist klar verteilt. Das wissen wir einzuordnen. Wir brauchen einen Sahnetag gegen den FC Bayern, um den Titel zu holen. Wir werden alles auf den Platz lassen und haben uns akribisch vorbereitet. Wir sind noch in der Anfangsphase der neuen Saison und sicherlich wird noch nicht alles wie am Schnürchen klappen. Aber wir haben uns vorgenommen, bei uns zu bleiben, dem FC Bayern die Stirn zu bieten, das Spiel lange offen zu halten und dann einfach zu schauen, was am Ende bei rauskommt.

... den jüngsten Transfer von Lara Prasnikar: Sie ist spielberechtigt, kann uns morgen also schon helfen. Sie war aufgrund eines anderen Spielplans voll im Rhythmus drin, insofern braucht sie da keine größere Eingewöhnungszeit. Natürlich braucht sie hier ein bisschen Zeit, um anzukommen, aber der Riesenvorteil, den wir bei so einem Transfer uns überlegt haben, ist, dass sie die Liga kennt. Sie weiß, worauf es ankommt. Sie weiß, wie es ist, in großen, wichtigen Spielen da zu sein. Mit ihrer Qualität, die sie unter Beweis gestellt hat, wird sie uns definitiv weiterhelfen. Sie ist flexibel einsetzbar in den offensiven Positionen, bringt sehr viel Kreativität mit, ist technisch sehr gut ausgebildet. Auch die Mentalität, die sie immer auf dem Platz verkörpert hat, wird unserer Mannschaft helfen. Wir müssen ihr aber auch ein bisschen Zeit geben, hier anzukommen. Wir freuen uns sehr, dass wir sie wieder nach Deutschland holen konnten. Auch für die Liga ist es schön, sie wieder da zu haben.

... die Aufstellung: Wir haben ein paar Ausfälle, die uns begleiten. Bei der ein oder anderen sind wir zuversichtlich, dass sie nicht mehr lange fehlen werden. Wenn man beim VfL Wolfsburg spielt, dann weiß man, dass man zum einen eine große Konkurrenz hat, dass man aber auch viele Spiele hat, wenn wir uns zum Beispiel für die Champions League-Ligaphase qualifizieren können. Insofern wird das immer wieder auch Wechsel geben. Aber wir wollen morgen dem FC Bayern die Stirn bieten und dagegenhalten. Dementsprechend ist das eine Formation, die auch in jedem anderen Spiel auflaufen kann. Wir haben noch einige Entwicklungsschritte zu gehen, die wir auf den Weg gebracht haben. Wir haben wieder einen größeren Kader, größere Kaderveränderungen und das wird Zeit in Anspruch nehmen. Insofern bin gespannt, wie sich das in den nächsten Wochen weiterentwickelt und sicherlich wird sich auch nochmal etwas verändern. Lena Lattwein, Cecilie Flöe Nielsen und Giovanna Hoffmann stehen nicht zur Verfügung. Auch Kessya Bussy, sie wird nicht im Kader sein, ist noch angeschlagen gewesen bis zuletzt, konnte aber jetzt zumindest schon mal wieder mit der Mannschaft voll trainieren. Smilla Vallotto hat muskuläre Probleme, fällt für das morgige Spiel aus.

... den Stellenwert des Spiels: Wir haben einen guten Anfang gemacht, unter speziellen Bedingungen, weil die Herausforderung darin gelegen hat, viele Spielerinnen zu integrieren. Wir hatten einige Abgänge von Unterschiedsspielerinnen, insofern war es für uns eine Herausforderung, das Ganze wieder neu aufzusetzen. Dazu haben wir die ein oder andere Spielerin im Laufe der Vorbereitung dazu bekommen, was auch nicht üblich war bisher. Da haben wir die ersten Schritte gemacht. Mit der Entwicklung, wie schnell schon einige Dinge umgesetzt worden sind, sind wir im Trainerteam erstmal zufrieden. Wir sind auf dem richtigen Weg, wohl wissend, dass wir weiter diese Entwicklung gehen müssen. Wir sind noch lange nicht angekommen, wo wir sein können und auch wollen, aber wir sind auf dem guten Weg. Das Spiel morgen wird uns viele Erkenntnisse geben, wo wir stehen, wo wir mit unseren Möglichkeiten, die wir uns zurechtlegen, in den einzelnen Spielphasen gegen so eine Mannschaft stehen. Wie schaffen wir es, so eine Top-Mannschaft zu bespielen und zu verteidigen? Das brauchen wir. Wir brauchen es schon sehr bald. Wir haben die Champions League-Quali und den Start in der Liga vor der Brust. Da wissen wir, woran wir weiter arbeiten können. Deswegen ist der Fokus, morgen alles zu geben, mutig aufzutreten, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen und so weiter unbeirrt unseren Weg zu gehen und die Entwicklung vorantreiben. Wir haben eine tolle Mannschaft mit vielen Spielerinnen, die sehr viel Potenzial mitbringen, aber auch entsprechend Zeit brauchen. Da sind wir zuversichtlich, dass wir auf einem guten Weg sind. Letztes Jahr haben wir gezeigt, dass mit uns langfristig zu rechnen ist und das wollen wir dieses Jahr wieder zeigen.

... die Rollenverteilung im Team: Das ist der eine Weg, die Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen, aber auch der Weg, dass andere aus diesem Schatten heraustreten können, dürfen und vielleicht auch müssen. Camilla hat eine bemerkenswerte Entwicklung letzte Saison gemacht. Es ist wichtig, dass sie körperlich stabil bleibt und ihre Leistung findet. Die hat sie über die Saison hinweg immer kontinuierlich weiterentwickelt. und jetzt ein Level erreicht, wo ich ihr auch genau das zutraue: mehr Verantwortung zu übernehmen. Sie ist bereit dafür und sie kann es nicht nur aufgrund ihrer körperlichen Präsenz. 

... die Nummer eins in Deutschland: Für mich stellt sich die Frage nicht, damit beschäftige ich mich nicht. Man hat gesehen, in den letzten Spielzeiten ist die Rolle klar verteilt. Wir hatten letztes Jahr 16 Punkte Rückstand in der Liga zum FC Bayern. Das kann man nicht wegdiskutieren. Der FC Bayern ist in Deutschland das Maß aller Dinge. Das haben sie unter Beweis gestellt. Es geht darum, das Bestmögliche aus seinen Bedingungen und Möglichkeiten rauszuholen.

... die Stärke des FC Bayern: Der FC Bayern hat enorme Schritte gemacht. Da schaut man auch neidlos rüber. Ich kenne die Situation auch noch anders und die nimmt man so an. Man hat den Ehrgeiz, sich mit den Besten zu messen. Ich glaube schon, dass ein Weggang von Georgia Stanway auch dem FC Bayern wehtut. Aber nichtsdestotrotz ist das immer noch ein enorm starker Kader. Das meine ich nicht nur national, sondern auch international. Den Vorteil, den ich beim FC Bayern sehe, ist die Eingespieltheit. Sie haben nicht so viele Kaderveränderungen im Sommer gehabt. Aber sie sind grundsätzlich zusammengeblieben, kennen sich, sind eingespielt. Deswegen ist der FC Bayern nach wie vor auf diesem Level unterwegs, ob sie jetzt besser geworden sind oder nicht. Das wird sich in den kommenden Wochen und Monaten zeigen. 

Camilla Küver über...

... den Reiz des Spiels: Zum einen reizt der Titel. Zum anderen ist es immer toll, wenn es losgeht und es in den Spielen um etwas geht und sich gleich zu Beginn mit dem bestmöglichen Gegner zu messen. Es ist ein großer Ansporn für uns, um zu sehen, was wir uns erarbeitet haben. Wie wir das auf den Platz bringen können, auch gegen absolute Top-Gegner. Wir haben sehr gute Schritte gemacht, über die Testspiele hinweg, haben uns gut weiterentwickelt und von daher wird es spannend zu sehen, wie wir das gegen so einen Top-Gegner auf den Platz bringen können.

... die Bedeutung des Wettbewerbs: Für uns ist der Supercup immer noch recht neu. Es ist ein Topspiel. Da kann man auch schauen, wo die Teams zu Beginn stehen. Wahrscheinlich wird noch nicht alles wie am Schnürchen laufen, aber genau das finde ich macht den Reiz aus. 

... ihre Rolle in der neuen Saison: Es gibt ein paar Neuzugänge. Wir mussten uns neu aufstellen. Wenn so Leute wie eine Alexandra Popp den Verein verlassen, muss die Verantwortung auf mehreren Schultern getragen werden. Aber da sind wir alle und auch ich bereit für. Das ist etwas, was ich sehr gerne mache und wozu ich mich auch in der Lage fühle. Auch ausgehend von meiner Position hinten raus will ich viel Verantwortung übernehmen, leiten und lenken.

... die Rollenverteilung im Team: Eine Alex Popp lässt sich nicht eins zu eins ersetzen. Da stellt sich das Ganze schon neu auf, aber da sind viele sehr offen, Verantwortung zu übernehmen. Wir haben zum einen junge, sehr wissbegierige Spielerinnen und andere, die viel Verantwortung übernehmen wollen und vorangehen. Das verteilt sich auf mehrere Schultern.

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