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·28. Februar 2026
Wachablösung im Bayern-Tor? Urbig setzt auf ungewöhnliche Strategie

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·28. Februar 2026

Wann kommt es zur Wachablösung im Tor des FC Bayern? Jonas Urbig gilt als der designierte Nachfolger von Manuel Neuer. Der 22-Jährige hat jedoch keine Eile.
Seit 2011 ist Manuel Neuer das Gesicht zwischen den Pfosten des deutschen Rekordmeisters. Doch der Vertrag des 39-Jährigen läuft im Sommer aus, seine Zukunft ist offen. Während rund um seinen 40. Geburtstag Ende März Gespräche über eine mögliche Verlängerung anstehen sollen, rückt ein anderer immer stärker in den Fokus: Jonas Urbig.
Der 22-Jährige bekam in dieser Saison immer wieder Einsatzzeiten, wenn Neuer geschont wurde. Eigentlich eine klassische Konstellation – der erfahrene Platzhirsch und das drängende Talent dahinter. Doch was nun aus dem Umfeld des Vereins zu hören ist, überrascht.
Im BILD-Podcast Bayern Insider berichten Christian Falk und Heiko Niedderer, dass Urbig offenbar keineswegs darauf drängt, sofort die klare Nummer 1 zu werden. Im Gegenteil: Intern soll er es durchaus positiv sehen, wenn Neuer noch ein weiteres Jahr anhängt und er selbst schrittweise mehr Verantwortung übernimmt.
Eine bemerkenswerte Haltung für einen jungen Torhüter bei einem Klub wie dem FC Bayern, wo der Druck traditionell enorm ist. Urbig scheint die Situation realistisch einzuschätzen. Wer direkt in die Fußstapfen einer Legende wie Neuer tritt, steht unweigerlich im grellen Scheinwerferlicht. Jeder Fehler wird analysiert, jede Unsicherheit diskutiert.
Genau hier liegt offenbar Urbigs Kalkül. Solange Neuer noch da ist, existiert eine Art Sicherheitsnetz. Fehler sind erlaubt, Entwicklungsschritte können im geschützten Rahmen erfolgen. Die Vergangenheit hat gezeigt, wie schwierig ein abruptes Erbe im Bayern-Tor sein kann. Der Name Michael Rensing ist Mahnung genug.
Denkbar wäre daher auch für die kommende Saison ein Modell mit klarer Rollenverteilung, aber wachsendem Anteil für Urbig. Statt vereinzelter Einsätze könnte der 22-Jährige deutlich häufiger zum Zug kommen – vielleicht jedes dritte oder sogar jedes zweite Spiel. Ein sanfter Übergang statt radikaler Wachablösung.
Am Ende hängt alles an Neuer. Entscheidet sich der Weltmeister für ein weiteres Jahr, bleibt das Tor-Duell intern geregelt. Verzichten die Bayern auf eine Verlängerung, müsste schneller Klarheit geschaffen werden.
Fest steht: Urbig geht seinen Weg mit bemerkenswerter Ruhe. Und genau diese Gelassenheit könnte am Ende seine größte Stärke sein.









































