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·7. August 2026
Wackelkandidaten beim FC – Müssen diese Spieler um Einsatzzeit bangen?

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Elias Schnaubelt
7 August, 2026
Ein paar Neue sind schon da, weitere sollen folgen. Konkurrenzkampf bringt bekannterweise Leben in einen Kader, Fakt ist jedoch: Am Ende können nur elf Akteure zugleich auf dem Platz stehen. Für den ein oder anderen Spieler könnte die Spielzeit in der kommenden Saison Mangelware sein.
Linton Maina vom 1. FC Köln (Herbert Bucco)
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Wir befinden uns nun noch gut drei Wochen vor dem Start der neuen Bundesliga-Saison. Es ist viel passiert rund um den Kader des 1. FC Köln, vor allem auf der Abgangsseite. Zwölf Akteure haben die Ausfahrt in diesem Sommer bereits genommen, bei weiteren liegt ein Abgang in der Luft. Doch auch auf der Zugangsseite blieb man nicht untätig, obwohl es nach wie vor einige Baustellen im Kader zu schließen gilt. Auf anderen Positionen ist man dagegen breit aufgestellt, eventuell sogar zu breit. Besonders in der Innenverteidigung und auf den Offensivpositionen scheint die Luft für einige Akteure dünn zu werden.
In der Zweitliga-Saison 2024/25 stand der FC vor einer besonderen Aufgabe. Aufgrund der Transfersperre sah sich der 1. FC Köln fast schon gezwungen, auf den eigenen Nachwuchs zu setzen. Und die Rechnung ging nahezu perfekt auf. Neben Spielern wie Damion Downs oder Tim Lemperle konnte vor allem Julian Pauli die Bühne für sich nutzen und spielte eine wichtige Rolle im Kölner Defensivverbund. Dann kostete eine Verletzung den heute 21-Jährigen bedauerlicherweise fast die komplette Rückrunde. Im Sommer des vergangenen Jahres folgte der Wechsel auf Leihbasis zu Dynamo Dresden. Dort überzeugte Pauli vor allem in den Defensivstatistiken und spielte eine gute Saison beim Zweitligisten. Zurück bei den Geißböcken sieht sich der Innenverteidiger nun jedoch mit reichlich Konkurrenz um seinen Platz konfrontiert.
Neuzugang Luka Lochoshvili ist ein echter Leader und hinterließ in seiner kurzen Zeit bereits positive Eindrücke. Nicht zuletzt ist der Georgier eine Macht im Kopfballspiel, eine dezidierte Schwäche von Julian Pauli. Des Weiteren dürfte Jahmai Simpson-Pusey zu Saisonbeginn gesetzt sein. Aber auch Joel Schmied und Rav van den Berg gehen mit Ansprüchen in die neue Saison. Schmied stach im Trainingslager durch seine Führungsstärke und Mentalität heraus. Der Schweizer liefert René Wagner stets eine solide Option, ohne dabei große Formschwankungen aufzuweisen. Rav van den Berg blickt hingegen auf eine eher durchwachsene Vorsaison zurück. Mit seinen erst 22 Jahren ist der Niederländer aber noch äußerst jung, das Potenzial ist gewaltig. Sicherlich wird er nochmal richtig angreifen wollen, um allen zu zeigen, was wirklich in ihm steckt. All dies sind ernüchternde Aussichten für Julian Pauli, der aber selbstverständlich auch klare Stärken mitbringt. Es bleibt allerdings fraglich, ob er beim FC viel Zeit haben wird, diese zu präsentieren. Vielleicht wäre eine erneute Leihe nicht die schlechteste Idee. Mit viel Spielzeit könnte der Innenverteidiger nochmals einen gewaltigen Sprung machen und an seinen Schwächen arbeiten, womit er in Zukunft eine gute Option für die Kölner sein kann.
Ein gewaltiger Sprung ist bei Linton Maina wohl eher nicht mehr zu erwarten. Inzwischen ist ziemlich bekannt, wo die Stärken und Schwächen des gebürtigen Berliners liegen. Seine hohe Geschwindigkeit betitelte Lukas Kwasniok in der Vorsaison als große Waffe, womit er zweifelsohne richtig liegt. Allerdings durfte sich der Flügelspieler in der Vorsaison die meiste Zeit nur als Joker präsentieren, der Output ließ dabei zu Wünschen übrig. Zudem dürfte der 27-Jährige selbst nicht zufrieden mit der Rolle des Einwechselspielers sein, war er in der Aufstiegssaison doch elementarer Leistungsträger. Zu seinem persönlichen Pech spielten in der abgelaufenen Saison sowohl Jakub Kaminski als auch Said El Mala individuell groß auf, womit wenig Platz für Maina blieb.
Auch in diesem Sommer verpflichtete der FC mit Reigan Heskey einen Spieler, dem Jahmai Simpson-Pusey schon jetzt eine starke Debütsaison prophezeit hat. Mit Jan Thielmann befindet sich ebenfalls noch ein Spieler im Kader, der um seine Einsatzzeit bangen könnte. Das Kölner Eigengewächs ist jedoch weitaus flexibler einsetzbar als Maina und dürfte in der internen Rotation vor ihm stehen. Somit steht Linton Maina eine weitere Saison im Schatten der Anderen bevor. Sollte das seinen persönlichen Ansprüchen nicht genügen, so gibt es zahlreiche Vereine, denen ein Spieler mit den Qualitäten eines Maina gut zu Gesicht stehen würde.
Die Hoffnung auf mehr ist sein steter Begleiter. Jeder sieht, was Luca Waldschmidt kann, doch man sieht es zu selten. Nicht konstant genug. Wieder einmal überzeugt der Offensiv-Allrounder in der Vorbereitung, stellt eindeutig seine Qualitäten unter Beweis. Sein großer Vorteil gegenüber der Konkurrenz in der Offensive besteht in seiner Flexibilität: Ob auf der Zehn, im Sturmzentrum oder über Außen – Luca Waldschmidt kann es spielen. Potenziell. Nach den bisherigen Eindrücken der Vorbereitung würde es nicht überraschen, sollte der Linksfuß am ersten Spieltag der Bundesliga in der Startelf auftauchen. Dann liegt es jedoch an ihm, diesen Platz zu verteidigen und seinen Wert für die Mannschaft von René Wagner zu beweisen. Sollte ihm das nicht gelingen, könnte es schwierig werden. Der 30-Jährige ist einer der Topverdiener im Verein, wodurch die Geduld mit ihm seitens der Verantwortlichen begrenzt sein dürfte. Auch für ihn heißt es nun: Now or never.







































