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Jule Stolpe·18. Juli 2026
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Jule Stolpe·18. Juli 2026
Was ist denn eigentlich plötzlich mit Frankreich los? Diese Frage musste man sich zwangsläufig bereits im Halbfinale gegen Spanien stellen, am heutigen späten Samstagabend geht es allerdings nahtlos weiter.
Im letzten Spiel von Coach Didier Deschamps lagen die Franzosen schon früh mit 0:2 gegen Tuchels England zurück. Bereits in der 3. Spielminute erzielte Declan Rice sein erstes WM-Tor, als er aus rund 18 Metern ins rechte Eck traf.
Es ging munter weiter und der Ball landete zackig erneut im Tor der Franzosen – dieser Treffer wurde jedoch wegen einer Abseitsstellung abgepfiffen.
Ezri Konsas Treffer nach 18 Zeigerumdrehungen hingegen zählte, sodass das Deschamps-Team schnell doppelt im Rückstand lag und bislang keine echte Antwort parat zu haben scheint. Und das, obwohl rund um die Three Lions aktuell gefühlt deutlich mehr Unruhe herrscht als bei der Truppe aus Frankreich.
Dementsprechend reagierte Thomas Tuchel auch mit ordentlich Freude auf den Führungstreffer.
Knapp zehn Minuten vor der Pause wurde es noch wahnsinniger: Nach einem sehr schnell und sehr gut gespielten Umschaltmoment bekamen die Franzosen den Ball nicht weg, wirkten in der Abwehr teilweise stümperhaft. Das nutzte Bukayo Saka aus und schoss zum 3:0 ein (37.). Und immer, wenn man denkt, schlimmer geht es nicht... In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit schnürte Saka sogar noch seinen Doppelpack und stellte auf 4:0 (!!!).
Fakt ist: Spielt Frankreich so weiter, wird das nichts mit dem versöhnlichen dritten Platz. Auch Superstar Mbappé, der im Gegensatz zu anderen Topstars auf beiden Seiten nicht geschont wird, müsste sich die Torjägerkanone wohl abschminken. Aktuell liegt er gemeinsam mit Messi auf dem ersten Platz – beide Offensivgiganten haben bereits acht Tore auf dem Konto.
Der Franzose hat allerdings nur noch dieses eine Spiel, um seine Ausbeute auszubauen, während Messi morgen im Finale nachlegen kann.
Es sieht aktuell also überhaupt nicht so aus, als ob Frankreich sich in dieser ziemlich unterhaltsamen, von vielen aber liebevoll als „Spiel um die Ananas" bezeichneten Partie noch mal fangen würde. Sollte es so bleiben, wäre das eine absolute Blamage für Frankreich und ein zumindest leicht versöhnlicher Abschluss der WM.
Kurz nach Wiederbeginn machte Superstar Mbappé allerdings zumindest den ersten Schritt zur Aufholjagd, schoss sein neunten Turniertor und „verkürzte" auf 1:4, Barcola besorgte kurz darauf sogar das 2:4. Beide Teams wirkten nach dem Pausentee wie ausgewechselt - Frankreich positiv, England absolut negativ.
📸 CHANDAN KHANNA - AFP or licensors
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