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·28. Juni 2026

Wahrheiten zum Österreich-Wahnsinn gegen Algerien

Artikelbild:Wahrheiten zum Österreich-Wahnsinn gegen Algerien
Artikelbild:Wahrheiten zum Österreich-Wahnsinn gegen Algerien

Letzter Spieltag in Gruppe J am frühen Sonntagmorgen mit Österreich gegen Algerien (3:3) in Kansas City – eine Partie für die WM-Geschichtsbücher.

Es war um 5.55 Uhr, als ORF-TV-Reporter Daniel Warmuth komplett eskalierte. „Kalaaajdzic, Drei-Drei, ja bist du deppert?!!“


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Mit diesem Jubel-Ausbruch löste der Klagenfurter einen Hype in den sozialen Medien aus.

Wahrheiten zum Österreich-Wahnsinn gegen Algerien

Fast 85.000 Klicks erhielt der Clip bis Sonntagabend allein bei Instagram, und kam definitiv ganz nah an den wohl legendärsten österreichischen Reporter-Ausruf aller Zeiten, „I werd‘ narrisch“ von Edi Finger am 21. Juni 1978, beim 3:2 WM-Erfolg gegen Deutschland in Córdoba in Argentinien, heran.

Fingers Ausruf fand Eingang in die österreichische Fußball- und Alltagssprache.

Das Sekunden-Drama Kansas City mit zwei Toren in der Nachspielzeit zum 3:3 zwischen Algerien und Österreich steht diesem mythischen Spiel der österreichischen Fußballgeschichte in nichts nach.

  1. Übrigens: Ö3-Hörfunkreporter Daniel Kulovits und sein Torschrei „Kalajdzic, Drei-Drei, DREI-ZU-DREI, jetzt simmer dabei, Alter“, kam bis zum Sonntagabend bei Instagram auf 13.600 Klicks.

Österreich bei der WM – Der Wahnsinn hat Methode.

  • Vier Minuten Nachspielzeit waren angezeigt, ein 2:2 hätte beiden Teams für das Erreichen des Sechzehntelfinales genügt.
  • Riyad Mahrez schoss Algerien aber nach 92:53 Minuten zum 3:2 und die ÖFB-Elf damit ins „Aus“.

95:08 Minuten

  • Der vom deutschen ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick (67) nach diesem Treffer fast unbemerkt für Phillipp Mwene eingewechselte Ex-Frankfurt und Stuttgart-Stürmer Sasa Kalajdzic brauchte nur einen Ballkontakt, um Geschichte zu schreiben.
  • Nach 95:08 Minuten köpfte er den Ball nach einer Kopfballablage des ebenfalls eingewechselten Michael Gregoritsch zum 3:3 ein – und brachte Österreich weiter.
  • Es war die letzte Aktion des Spiels.

„Das ist die Schönheit des Sports, wenn solche Dinge passieren. Das ist das, was die Fans sehen wollen, auch wenn ich nicht glaube, dass die Teams das sehen wollen“, analysierte Fußballstar Zlatan Ibrahimovic (44) bei FOX-Sports.

Mitten in der Jubeltraube: Österreich-Idol und ORF-Co-Kommentator Andreas „Herzerl“ Herzog: „Mein Anzug ist zerrissen.“

Machte aber in dem Fall nix, denn damit stand fest: Österreich gelang erstmals seit 1982 und der berühmt-berüchtigten „Schande von Gijon“, dem 0:1 gegen Deutschland am 25. Juni 1982, das beide Rivalen in die 2. Gruppenphase brachte, wieder der Sprung in die nächste Runde.

Die ÖFB-Elf in einer K.o.-Runde der WM, das hatte es seit 1954 in der Schweiz und seit dem zweiten Rang in Gruppe 3 mit zwei Siegen gegen Schottland (1:0) und gegen die Tschechoslowakei (5:0, beide Spiele in Zürich) nicht mehr gegeben.

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