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·26. April 2026
Waldhof sucht nach Erklärungen: "Als wenn wir die Mentalität nicht hätten"

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Mit dem 2:2-Unentschieden gegen das bereits abgestiegene Tabellenschlusslicht aus Schweinfurt blieb der SV Waldhof Mannheim nun auch das fünfte Spiel in Folge sieglos. Die Verantwortlichen rangen nach der Partie um Erklärungen und stellten die Mentalität in Frage.
Als Waldhofs Trainer Luc Holtz nach der Partie an das Mikrofon von "MagentaSport" ging, sah man ihm bereits die Enttäuschung über ein wieder mal siegloses Spiel seiner Mannschaft an. "Ich bin nicht zufrieden. Weder damit, was wir mit dem Ball gemacht haben, noch damit, was wir gegen den Ball gemacht haben. Das war nicht gut", leitete er ein, bevor er detaillierter analysierte, woran es diesmal haperte: "Man hat heute wieder gesehen, dass wir in vielen Zweikämpfen viel zu weit weg waren, viele zweite Bälle nicht bekommen haben und sehr unpräzise und langsam mit dem Ball waren", so der Luxemburger.
Nachdem seine Mannschaft bereits in der ersten Minute in Führung gegangen war und alles auf einen Heimsieg deutete, sei insbesondere der Beginn des zweiten Spielabschnitts für Holtz ungenügend gewesen. "Was wir da die ersten 20-25 Minuten gemacht haben, das reicht einfach nicht aus. Ohne dem Gegner keinen Respekt zu zollen, aber was wir da geboten haben, das geht nicht. In der Summe ist das einfach zu wenig", stellte der Waldhof-Coach klar.
Auch Sport-Geschäftsführer Gerhard Zuber tat sich gegenüber der "Rhein-Neckar-Zeitung" schwer, für die abermals schwache Leistung eine Lösung zu finden: "Ich habe selbst keine Erklärung, weil wir haben bestes Fußballwetter, einen Top-Rasen und trotzdem macht es den Anschein, als wenn wir die Mentalität nicht hätten, Spiele gewinnen zu wollen", wetterte der Sportchef und ergänzte: "Man spielt, um zu gewinnen. Jeder, der auf dem Platz steht, sollte eigentlich den Anspruch haben, besser als der Gegner zu sein. Das vermisse ich bei uns."
Dabei betonte Zuber, dass es für einige Spieler auch um ihre Zukunft im Verein ginge. "Viele spielen um Verträge und wollen nächstes Jahr wieder auflaufen. Im nächsten Jahr haben wir auch ambitionierte Ziele, da wollen wir den nächsten Schritt machen. Momentan stagniert das Ganze aber." Auch Trainer Holtz sprach die bei vielen Spielern unklare Vertragslage an und machte sie auch ausschlaggebend für die sportliche Misere: "Das darf man nicht unterschätzen. Natürlich gehen bei einigen da Gedanken durch den Kopf. Aber ich akzeptiere nicht, dass wir ständig nach Entschuldigungen suchen, wenn die Leistung nicht gut ist. Spieler spielen auch für sich selbst."
Angreifer Felix Lohkemper, der mit seinem 16. Saisontor den 2:2-Endstand erzielte, sah es ähnlich wie sein Trainer und betonte den Ehrgeiz eines jeden einzelnen Sportlers. Dass beim SV Waldhof nach zwei Jahren Abstiegskampf die Saison im Mittelfeld enden wird, war für den 31-Jährigen dementsprechend auch kein Argument für den Stillstand: "Nach außen hin ist Ruhe, aber intern haben wir schon Probleme. Darauf gehe ich jetzt nicht ein, aber da ist nicht alles so, wie es vielleicht scheint", sagte Lohkemper.
Dabei deutete auch auf den zu hohen Anspruch des Umfeldes: "Wir müssen uns da schon besser entwickeln, denn wir stehen da schon zurecht, wo wir stehen. Hier wird ja auch oft immer geträumt, aber es reicht aktuell nicht für oben, man sieht es immer wieder", stellte er klar und erklärte dies unter anderem mit neun Gegentoren der letzten drei Partien. "Andere Mannschaften ziehen die Spiele auch mal mit einem Tor Unterscheid oder kriegen weniger", so der Angreifer. Das sei einer der Punkte, die vor dem anstehenden Derby gegen den 1. FC Saarbrücken angegangen werden sollten.
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