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·21. Dezember 2025

"War schon nicht ganz fair": Zuber beklagt Theatralik bei Ingolstadt

Artikelbild:"War schon nicht ganz fair": Zuber beklagt Theatralik bei Ingolstadt

Durch einen Treffer in der sechsten Minute der Nachspielzeit sicherte sich der SV Waldhof Mannheim im Duell mit dem FC Ingolstadt noch einen späten Punkt und konnte damit auch leben. Mit den Platzverhältnissen und der Theatralik der Schanzer hingegen weniger.

"Sie sind bei jeder Gelegenheit runter gegangen"

Umkämpft war es, das Duell im Carl-Benz-Stadion. Auf beiden Seiten langten die Akteure teilweise mächtig zu, mitunter auch über die Grenze des Erlaubten hinaus. Was Waldhof-Sportchef Gerhard Zuber allerdings missfiel, war eine aus seiner Sicht übertriebene Theatralik bei den Schanzern: "Das war schon nicht ganz so fair. Sie sind bei jeder Gelegenheit runter gegangen. Und zwar immer nur dann, wenn sie in Führung lagen. Das muss dann eigentlich der Schiedsrichter regeln. Uns ist die Zeit ausgegangen", sagte er gegenüber der "Rhein-Neckar-Zeitung". Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass Michel nach einem Schubser von Borchers in Minute 63 ebenfalls theatralisch zu Boden ging. Letztlich gab es Gelb für den Ingolstädter. Trainer Luc Holtz wollte die Szene anschließend "unkommentiert lassen".


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Was ebenfalls für Diskussionen sorgte, waren die schlechten Platzverhältnisse. "Er ist tief und schmierig", sagte Zuber über das schwer zu bespielende Geläuf. "Wir müssen vielleicht echt schauen, dass wir gar nicht in Spieler investieren, sondern in den Rasen, weil da schneiden wir uns ins eigene Fleisch. Wir werden sonst Riesen-Probleme haben, hier zu punkten. Das sage ich ganz ehrlich. Wir definieren uns über Ballbesitz-Fußball und können zuhause einfach nicht kicken. Das tut weh." Das Remis sei am Ende gerecht gewesen, "denn mehr hatten wir heute auch nicht verdient, weil wir Probleme mit einem Gegner hatten, der gut angelaufen ist."

Waldhof kann mit Remis leben

Auch Trainer Luc Holtz war mit dem Punkt nach dem Spielverlauf zufrieden. Zweimal waren die Schanzer über Costly (33.) und Drakulic (75.) in Führung gegangen, zweimal gelang Mannheim durch ein Eigentor von Borchers (55.) und einen Last-Minute-Treffer von Masca (90.+6) der Ausgleich. "Wir haben schon bessere Spiele gemacht, aber die Mannschaft hat sich nie aufgegeben und dann noch einen Punkt geholt", sagte Holtz, der den Fans ein "Riesendankeschön" für die Unterstützung in der Hinrunde aussprach. "Das habe ich so noch nicht erlebt."

Zum Abschluss der Hinserie stehen die Buwe nun bei 29 Zählern und können damit – gerade nach den letzten beiden Jahren – gut leben. Gleichwohl betonte Holtz aber auch: "Wir dürfen uns auf dem Polster nach unten nicht ausruhen." Neun Punkte beträgt derzeit der Vorsprung auf die Abstiegsplätze, während zu Rang 3 nur fünf Zähler fehlen. Nach oben schauen wollen die Buwe aber nicht: "Es gibt viele Mannschaften, die sich als Ziel gesetzt haben, aufzusteigen. Das haben wir nicht. Von der individuellen Qualität gibt es schon Mannschaften, die solche Ansprüche teilen. Ich denke nicht, dass wir das machen sollten. Wir sollten schon sehr, sehr nüchtern bleiben und so viele Punkte wie möglich sammeln."

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