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·21. Juni 2026

Warnung trotz Sieg: Die DFB-Lehre aus dem Elfenbeinküste-Spiel

Artikelbild:Warnung trotz Sieg: Die DFB-Lehre aus dem Elfenbeinküste-Spiel

Die DFB-Elf hat im zweiten Gruppenspiel keine gute Leistung gezeigt und musste lange einem Rückstand hinterherlaufen. Joker Deniz Undav rettete die deutsche Auswahl schließlich aber.

Es gab nach dem Spiel ein gutes Gesamtgefühl, aber eben nicht nur fröhliche Gesichter. Das liegt einerseits an der Schlotterbeck-Verletzung, andererseits daran, dass die erste Halbzeit bis auf den Start nicht gut war.


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Jonathan Tah sprach von einer guten „Siegermentalität“: „Das ist genau das, was man braucht, um in einem Turnier erfolgreich zu sein. Wir haben immer dran geglaubt.“ Den Joker-Einsatz von Undav beschrieb er als „überragend. Er konzentriert sich nur auf seine Aufgabe.“

Auch Super-Joker Undav hob das Team hervor: „Es war klar, dass irgendwann ein Tor fällt für uns. Dass es dann so schnell ging, hat das Momentum für uns verändert. Die Rückendeckung von der Mannschaft und vom Trainerteam macht es mir gerade einfach. Die Entscheidungen, wer spielt, trifft nur der Bundestrainer. Wichtig ist, dass die Spieler, die reinkommen, zeigen, dass sie ein Spiel verändern können. Wir brauchen jeden Einzelnen.“

Deutschland muss die Lehren aus dem Spiel ziehen

Es muss trotzdem ein Lerneffekt her. Zu viele Ungenauigkeiten gab es in der ersten Halbzeit. Aleksandar Pavlovic passt noch nicht perfekt zu Felix Nmecha, im Spielaufbau wollte Nico Schlotterbeck Verantwortung übernehmen, das hohe Anlaufen und die Körperlichkeit der Ivorer machten das mitunter aber zunichte. Dass die deutsche Mannschaft am Ende gewann, das lag auch daran, dass es Julian Nagelsmann gelang, vor seinem Gegenüber neuen Schwung auf dem Platz herzustellen.

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Foto: Getty Images

Es kann aber nicht das Ziel sein, gegen einen Gegner wie diesen nur auf die Bank angewiesen zu sein. Klar, die Ivorer sind nicht schlecht, spielen sehr intensiv, aber es warten in diesem Turnier noch ganz andere Kaliber auf die deutsche Mannschaft. Man muss lernen, früher Antworten gegen diverse Widrigkeiten zu finden und diese auf den Platz zu bringen. Die Mannschaft muss auch in der Lage sein, von selbst Lösungen zu entwickeln. Nach dem ersten guten Gegenangriff der Elfenbeinküste und der Erhöhung der Intensität fiel Deutschland nämlich in ein kleines Loch.

Nach dem ersten Spiel gab es einige Antworten, nach dem zweiten dann doch wieder einige Fragen mehr. Das Spiel und vor allem die 30 Minuten in der ersten Halbzeit, die nicht gut liefen, sind eine Warnung. Gegen Ecuador hat man nun als schon feststehender Gruppensieger die Chance, Dinge zu festigen – ehe es dann so richtig interessant wird.

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