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·4. April 2025

Warum Augsburg derzeit einer der schlimmsten Gegner für den FC Bayern ist

Artikelbild:Warum Augsburg derzeit einer der schlimmsten Gegner für den FC Bayern ist

Am Freitagabend spielt der FC Bayern München auswärts beim FC Augsburg. Es ist nicht nur die Generalprobe für das Spiel gegen Inter, das in der kommenden Woche ansteht. Für den Rekordmeister gilt auch, dass man in der Meisterschaft wichtige Punkte sammeln muss. Denn die eigene Personaldecke ist dünn und Leverkusen übt Druck aus.

Sechs Punkte Vorsprung hat der FC Bayern noch auf die Werkself. Und die letzten drei Spiele in der Liga waren zäh. Gegen den VfL Bochum, den FC Union und den FC St. Pauli holte die Elf von Trainer Vincent Kompany insgesamt nur vier Punkte. Jetzt geht es also darum, keine Schwäche zu zeigen.


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Doch ausgerechnet jetzt geht es nach Augsburg. Dieses Spiel ist aus vielerlei Gründen knifflig, nicht nur, weil es kurz vor einer Partie in der Königsklasse angesetzt wurde. So etwas kann immer bedeuten, dass der Fokus ein wenig fehlt, genau das darf aber nicht passieren.

Bayern hatte in Augsburg häufiger Probleme

Für Bayern ist die Reise nach Augsburg eine kurze, aber selten eine, die vom ganz großen Vergnügen. Vergangene Saison gewann Bayern ein intensives Spiel knapp mit 3:2, die beiden Ligaspiele davor gingen verloren (0:1, 1:2). Aus den letzten fünf Bundesligaspielen in Augsburg holte der Rekordmeister nur zwei Siege, zwischenzeitlich gab es aber immerhin einen am Ende deutlichen Erfolg im Pokal – nach einer schwierigen ersten Halbzeit.

Die Augsburger schafften es in den letzten Jahren häufig, im Spiel gegen Bayern die eigenen Basics und Grundtugenden auf den Platz zu bekommen. Dass die Motivation gegen einen solchen Gegner groß ist, steht außerdem außer Frage. Das trifft zwar auf mehrere Teams zu, Augsburg schafft es aber im Normalfall unabhängig davon, wer gerade auf der Trainerbank sitzt, die richtige Mischung aus Motivation, Euphorie, aber auch Klarheit und Balance auf das Feld zu bekommen.

Warum Augsburgs Spiel Bayern Sorgen bereiten kann

Das Spiel am Freitagabend (20:30 Uhr, live bei DAZN) wird ein kniffliges für Bayern, kann sogar den Weg in Sachen Meistertitel vorgeben. Denn Augsburg bringt all das mit, was Bayern momentan so gar nicht gebrauchen kann: Einsatz. Leidenschaft, eine klare Struktur, sehr viel Kompaktheit und Selbstvertrauen. Es ist kein verunsicherter Gegner, den ein Gegentor brechen kann. Im Gegenteil: Gegen Augsburg muss man überhaupt erst einmal selbst treffen.

Denn die Elf von Jess Thorup hat in den letzten sieben Spielen in der Bundesliga nur ein einziges Gegentor kassiert. Das war gegen Hoffenheim und zu allem Überfluss auch noch durch einen unberechtigten Elfmeter. Vorher hielt das Bollwerk, vier Gegentore gab es überhaupt nur im Kalenderjahr. Augsburg hat sich zu einem der stabilsten Teams in der Bundesliga entwickelt und kann sogar in Richtung Europa schielen.

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(Photo by Lars Baron/Getty Images)

Warum die Stabilität der Fuggerstädter für den FCB keine gute Nachricht ist, liegt auf der Hand. Bayern selbst fehlt diese Stabilität momentan nämlich. Gegen alle drei vergangenen, individuell klar unterlegenen Gegner verteilte man Geschenke. Wenn der Fokus ein wenig fehlt, dann unterlaufen dem Tabellenführer Fehler. Dass derzeit auch noch Manuel Neuer, Hiroki Ito, Alphonso Davies, Dayot Upamecano und Aleksandar Pavlovic in der Defensive fehlen und weitere Spieler angeschlagen sind, trägt auch nicht zur Beruhigung bei.

Bayern erwartet also einen Gegner, der den Rekordmeister dazu verleiten wird, vor Inter – Dortmund – Inter an die eigene Leistungsgrenze zu gehen. Augsburgs cleveres Verschieben in der Defensive und die hohe Intensität in den eigenen Läufen ohne Ball wird dazu führen, dass Bayern seinerseits sehr geduldig sein muss, andererseits aber auch immer wieder das Tempo in der Ballzirkulation variieren und verschärfen muss.

Kurzum: Die Partie in Augsburg wird also ein echter Charaktertest für den FC Bayern. Diesen zu bestehen könnte einen enormen Boost für die letzten Wochen der Saison geben. Die Gefahr, hier zu patzen und die Meisterschaftstür für Leverkusen noch einen Spalt weiter zu öffnen, besteht aber zweifellos.

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