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·13. Mai 2026
Warum ein weiterer Innenverteidiger durchaus Sinn macht: Abubacarr Sedi Kinteh als Transferziel des 1. FC Köln?

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Simon Bartsch
13 Mai, 2026
Auf der einen Seite gibt es die Gerüchte, der FC wolle einen Innenverteidiger Abubacarr Sedi Kinteh verpflichten. Auf der anderen Seite gibt es ein vermeintliches Überangebot an Innenverteidigern. Aber ist das wirklich so? Die Lage ist kompliziert.
Abwehrspieler des 1. FC Köln. Wer bleibt? Wer geht?
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Dass Thomas Kessler während der laufenden Saison nicht die ganz großen Überraschungen dabei hatte, als er sich am Donnerstag zu einer Medienrunde aufmachte, war angesichts der laufenden Spielzeit klar. Und der Auftritt am vergangenen Sonntag gegen Heidenheim wird die Personalie nicht gestärkt haben. Transfers – in jegliche Richtung – werden auch eher selten während der Spielzeit in einer Medienrunde mit der lokalen Presse kundgetan. Doch Kessler hatte dann doch zwei, drei Infos, die aufhorchen ließen. So äußerte sich der Geschäftsführer Sport unter anderem zum Langzeitverletzten Timo Hübers. Die anstehende Vertragsverlängerung ist bekannt (come-on-fc.com berichtete), doch der Verletzungsstand ließ dann doch aufhorchen. Kessler ließ durchklingen, dass es durchaus sein könne, dass Timo Hübers erst zum Start der kommenden Rückrunde wieder angreifen werde.
Wer die Bilder der schweren Verletzung im Spiel gegen den BVB noch vor Augen hat, wird auch nicht aus allen Wolken gefallen sein. Doch die Nachricht ist schmerzhaft und sie ist ein Hinweis darauf, warum sich die Kölner doch noch nach einem routinierten Innenverteidiger umschauen. Auf den ersten Blick winkt dem FC in der kommenden Saison ein IV-Überangebot. Sieben Innenverteidiger könnten es werden, eigentlich zu viel. Doch ist dieses Überangebot eben doch mit vielen Fragezeichen versehen. Fest eingeplant sind Joel Schmied und eigentlich Rav van den Berg. Der Schweizer war in der vergangenen Saison im Winter zum FC gekommen, hatte sich aber erst in dieser Spielzeit so richtig etabliert, bevor er verletzt ausfiel. Van den Berg wiederum hatte im Sommer Anlaufschwierigkeiten, war ebenfalls verletzt und wartet auf den Durchbruch beim FC. Für den Niederländer haben die Kölner rund acht Millionen bezahlt. Am Sonntag erhielt Schmied den Vorzug vor van den Berg.
Zuletzt gab es Berichte, der FC verzichte womöglich auf Einsätze des Abwehrspielers, um Prämien einzusparen. Dem widersprach René Wagner am vergangenen Freitag, am Sonntag spielte er dennoch nicht. Ein solches Vorgehen wäre doch sehr untypisch in einer abstiegsbedrohten Saison und die wenigen Einsätze lassen sich durchaus auch mit den Leistungen und Verletzungen erklären. Ein Geschmack bleibt. Luca Kilian und Dominique Heintz werden die Geißböcke im Sommer verlassen. Von den aktuellen zentralen Abwehrspielern ist die Zukunft also von vieren geklärt. Die Leihspieler Cenk Özkacar und Jahmai Simpson-Pusey würde der FC gerne fest binden. Für beide Spieler haben die Kölner eine Kaufoption. Allerdings ist eine Verpflichtung von Özkacar wohl intern nicht ganz unumstritten und auf einem Transfer des Engländers hat ManCity die Hand. Zudem ist die Ablöse von rund acht Millionen Euro eine Hausnummer. Aber eben eine Investition in die Zukunft.
Gut möglich, dass die „Sky Blues“ den 20-Jährigen nach dessen guten Leistungen nun lieber bei einem Europa-League- oder Champions-League-Teilnehmer parken würden. Wie der Engländer auf die Ausbootung des vergangenen Wochenendes reagiert, ist ebenfalls nicht gesagt. Fix ist also wahrlich noch keiner der beiden Deals, beide sind verbunden mit Fragezeichen. Fest einplanen können die Kölner aktuell zwei Innenverteidiger. Plus die beiden Rückkehrer Julian Pauli und Elias Bakatukanda. Die beiden Eigengewächse sollen aktuell bei ihren Clubs Spielpraxis sammeln – offenbar mit unterschiedlichem Erfolg. Pauli ist Stammspieler, einer der Leistungsträger bei Dynamo Dresden, Bakatukanda spielt bei Linz dagegen überhaupt keine Rolle. Seit November hat der Youngster nicht mehr gespielt. Auch aufgrund einer Sprunggelenksverletzung, aber eben nicht nur.
Eigentlich ist angedacht, dass sich die beiden Eigengewächse in der Vorbereitung zeigen dürfen. Doch final geklärt ist das offenbar noch nicht. Möglich wären auch weitere Leihen. Gerade, wenn die jungen Spieler im Sommer zunächst nicht überzeugen. Die aktuelle Planung der hintersten Kette ist also mit vielen Fragezeichen verbunden. Zu viele, um sich eben nicht doch nach einem Innenverteidiger umzuschauen.







































