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·7. Juni 2026
Was aus den Winter-Abgängen der 3. Liga geworden ist #2

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52 Abgänge verzeichnete die 3. Liga im vergangenen Winter unter allen Vereinen. Manche Transfers wurden auch innerhalb der Spielklasse abgewickelt. liga3-online.de zeigt, was aus den Spielern geworden ist. In Teil 2 geht es um die Abgänge von Rostock, Verl, Aachen und Mannheim.
5,5 Millionen Euro! Im Winter sorgte der F.C. Hansa Rostock für einen Transferrekord in der 3. Liga, als Ryan Naderi an den schottischen Spitzenklub Glasgow Rangers verkauft wurde. Im August 2024 war der Angreifer für den Betrag von 300.000 Euro aus der U23-Mannschaft von Borussia Mönchengladbach an die Ostsee gekommen, woraufhin er in seinem zweiten Jahr bei der Kogge so richtig glänzte – acht Tore und fünf Vorlagen in 18 Partien ermöglichten den hohen Verkaufswert. Und in der schottischen Premiership erzielte Naderi einen weiteren Treffer und drei Vorlagen für die Rangers, verletzte sich dann aber und kam kaum noch zum Einsatz.
Nach anderthalb Jahren mit großem Verletzungspech verließ auch Dominik Lanius die Kogge im Winter, um beim 1. FC Bocholt ein neues Kapitel zu starten. In der Regionalliga West fasste der Innenverteidiger sofort wieder Fuß und bestritt 13 Partien. Albin Berisha zog hingegen nach Österreich weiter und schloss sich in der zweithöchsten Spielklasse dem SV Kapfenberg an. Nach nur fünf Einsätzen werden sich die Wege im Sommer wieder trennen. Welche Perspektive die Leihspieler Dario Gebuhr (Chemnitzer FC/12 Spiele) und Tim Krohn (Rot-Weiß Oberhausen/13 Spiele) nach ihrer Rückkehr in Rostock haben, ist derweil noch offen.
Beim SC Verl entschied sich Mittelstürmer Dominik Steczyk für einen Abschied nach Portugal. Entgegen dem Trend schloss sich der 27-jährige Pole jedoch Académico Viseu in der zweithöchsten Spielklasse an, um seine Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Gerade einmal 57 Spielminuten kamen in elf Kurzeinsätzen zusammen, sodass Steczyk seinen Torriecher noch nicht unter Beweis stellen konnte und noch auf den ersten Treffer wartet. Chilohem Onuoha steht ebenfalls in Portugal unter Vertrag und wechselte zu Estrela Amadora, das sich in dieser Wintertransferphase mehrfach in der 3. Liga bediente. Das Leihgeschäft zwischen Verl und dem 1. FC Köln wurde zu diesem Zweck vorzeitig aufgelöst, um den 21-jährigen Stürmer an den portugiesischen Erstligisten zu verkaufen. Onuoha kam verletzungsbedingt jedoch zu keinem Einsatz.
Auch die Leihe mit dem SV Werder Bremen II zwecks Ethan Kohler endete vorzeitig, woraufhin der junge Innenverteidiger zu New England Revolution in die Vereinigten Staaten wechselte. Dort steigerte der 21-Jährige seinen Marktwert in zehn Einsätzen auf rund 500.000 Euro. Lukas Demming löste seinen Vertrag am Deadline-Day auf und befindet sich seitdem auf der Suche nach einem neuen Klub.
In Aachen drehte sich einmal mehr das Torwartkarussell, denn Stammkeeper Jan Olschowsky verließ den Tivoli vorzeitig. Im Winter 2025 holte die Alemannia den Schlussmann per Leihe aus Gladbach und verlängerte den Deal im anschließenden Sommer. So stand Olschowsky auch 20 Mal bei den Aachenern zwischen den Pfosten und wahrte zwei Weiße Westen. Aber die Gladbacher trennten sich im Winter ihrerseits von Ersatzmann Jonas Omlin, woraufhin Olschowsky zurückkehren sollte, um BMG-Stammkeeper Moritz Nicolas den Rücken freizuhalten. In 14 von 15 Bundesliga-Partien saß der 24-Jährige daraufhin auf der Bank, während Aachen mit den Verpflichtungen von Manuel Riemann und Fotios Pseftis reagierte.
Als äußerst undurchsichtig erwies sich der Transfer von Kennedy Okpala zum SC Paderborn 07. Der 21-jährige Mittelstürmer hatte seinen Vertrag in Mannheim fristlos gekündigt, woraufhin ein Streit vor dem Arbeitsgericht drohte. Vor allem ging es um die Frage, ob der Waldhof eine Ablösesumme aus Paderborn bekommt oder nicht. Letzten Endes einigten sich die Vereine einvernehmlich, sodass Mannheim wohl einen Erlös von rund 550.000 Euro erzielte. Okpala steuerte in der 2. Bundesliga einen Treffer und eine Vorlage in zwölf Partien bei – und spielt nächste Saison mit den Ostwestfalen in der Bundesliga.
Nicklas Shipnoski wählte hingegen den Schritt in die Regionalliga Südwest, aber auch beim SGV Freiberg lief es für den Flügelspieler nicht rund. In sieben Spielen sammelte der 28-Jährige nur 225 Einsatzminuten ohne Scorerpunkt, seit April fällt Shipnoski wegen eines Muskelfaserrisses aus. Den Aufstieg in die 3. Liga verspielte Freiberg im Saisonendspurt.
Malte Karbstein wechselte innerhalb der 3. Liga zum SSV Jahn Regensburg und schwang sich bei den Oberpfälzern auf Anhieb zur Stammkraft und Leistungsträger auf. Aufgrund von muskulären Problemen kam der Innenverteidiger aber auch seit April nicht mehr zum Einsatz. Nachwuchsstürmer Yusuf Wardak nutzte ein Leihgeschäft zum VfB Lübeck in die Regionalliga Nord, um sechs Tore und zwei Vorlagen in 13 Partien zu erzielen. Der 20-Jährige wird nach Saisonende zum Waldhof zurückkehren.
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