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·3. Januar 2026

Was aus früheren Drittligisten geworden ist #24: Großaspach

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Insgesamt 70 Mannschaften spielten seit der Saison 2008/2009 in der 3. Liga. Während einige Klubs den Sprung in die Bundesliga geschafft haben, sind andere Vereine vom Radar der breiten Öffentlichkeit verschwunden. liga3-online.de holt diese Klubs nun wieder hervor. Heute: Die SG Sonnenhof Großaspach, die insgesamt sechs Jahre drittklassig war und derzeit in der Regionalliga Südwest kickt.

2014 bis 2020: Erfolgreichste Zeit der Vereinsgeschichte in der 3. Liga

Als die SG Sonnenhof Großaspach in der Saison 2013/14 erstmals in die 3. Liga aufstieg, war nicht unbedingt damit zu rechnen, dass der selbsternannte “Dorfklub” die folgenden sechs Jahre durchgängig Teil der 3. Liga sein würde. Aber: Großaspach etablierte sich im Profifußball und landete in der Saison 2015/16 sogar auf Platz sieben. Noch beeindruckender in dieser Spielzeit war die Vize-Herbstmeisterschaft, nach der bei der SGS sogar kurzzeitig von der 2. Bundesliga geträumt werden durfte.


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Meist ging es aber gegen den Abstieg, der von 2014 bis 2019 immer verhindert werden konnte. 2020 endete Großaspachs Zeit im Profifußball vorerst. Auf Rang 19 stieg der Dorfklub in die Regionalliga Südwest ab. Bis heute gelang der SGS nicht die Rückkehr in die 3. Liga. Im Gegenteil: Zeitweise ging es sogar wieder runter in die Oberliga.

2022 bis 2025: Kampf um die Rückkehr in die 4. Liga

Nach dem Abstieg aus der 3. Liga kam es im Verein zu einem Neustart. Viele Leistungsträger – wie zum Beispiel Dominik Martinovic (jetzt SSV Ulm) und Kai Brünker (jetzt 1. FC Saarbrücken) – verließen Großaspach. In der Regionalliga Südwest war sofort wieder Abstiegskampf angesagt. In der ersten Saison (Platz 19) konnte der nächste Abstieg gerade noch verhindert werden. Doch danach war es soweit: 2022 stieg die SGS in die fünftklassige Oberliga Baden-Württemberg ab. Zwar endete die Talfahrt für Großaspach hier.

Aber ein direkter Wiederaufstieg gelang den Rot-Schwarzen nicht. In den ersten beiden Jahren beendete der Verein die Saison auf Platz zwei und drei. Erst 2025 schafften die Württemberger die Rückkehr in die Regionalliga Südwest. In einer sensationellen Saison – inklusive 370 Tagen ohne Niederlage – feierte Großaspach die Meisterschaft und spielt damit in der laufenden Saison wieder Regionalliga-Fußball. Hinzu kam der Titel im Landespokal und die damit verbundene Qualifikation für den DFB-Pokal – erst die dritte in der Vereinsgeschichte. In der ersten Hauptrunde gab es ein 0:4 gegen Bayer 04 Leverkusen.

Spielt Großaspach bald wieder in der 3. Liga?

In der zweiten Jahreshälfte ging es erfolgreich weiter für die SG Sonnenhof. Mit Ex-Bundesligaprofi Julian Schieber als neuen Sportlichen Leiter knüpfte Großaspach an die starke Vorsaison an. Nach dem 20. Spieltag rangiert der Dorfklub aktuell auf Platz zwei – nur einen Zähler hinter Spitzenreiter SGV Freiberg. Der zweite Aufstieg in Folge und die Rückkehr in den Profifußball sind längst kein utopischer Traum mehr, sondern ein realistisches Szenario.

Das Team von Coach Pascal Reinhardt überzeugt vor allem offensiv. Mit 60 Toren in nur 20 Begegnungen stellt die SGS den mit Abstand besten Angriff der Regionalliga Südwest. Allein 16 Treffer davon erzielte Stürmer Fabian Eisele, der früher für den FSV Zwickau und die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart auch schon in der 3. Liga am Ball war. Mit seinen Toren will er nicht nur sich selbst, sondern eben auch die SG Sonnenhof Großaspach zurück in den Profifußball schießen.

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