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·10. Januar 2026
Was aus früheren Drittligisten geworden ist #26: Unterhaching

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Insgesamt 70 Mannschaften spielten seit der Saison 2008/2009 in der 3. Liga. Während einige Klubs den Sprung in die Bundesliga geschafft haben, sind andere Vereine vom Radar der breiten Öffentlichkeit verschwunden. liga3-online.de holt diese Klubs nun wieder hervor. Heute: Gründungsmitglied SpVgg Unterhaching, das schon 13 Jahre Teil der 3. Liga war und derzeit in der Regionalliga Bayern um den Wiederaufstieg kämpft.
Mit insgesamt 13 Jahren Ligazugehörigkeit, 494 Spielen und 604 Punkten gehört die SpVgg Unterhaching zu den Rekordklubs der 3. Liga. Nur drei Vereine haben in der Ewigen Tabelle der 3. Liga mehr Zähler gesammelt: Der SV Wehen Wiesbaden (809), der VfL Osnabrück (735) und der F.C. Hansa Rostock (644).
Dreimal stieg die SpVgg seit der Gründung der eingleisigen 3. Liga ab: 2015, 2021 und 2025. Sowohl 2015 als auch 2021 brauchte der ehemalige Bundesligist und börsennotierte Verein aus dem Landkreis München anschließend zwei Jahre für die Rückkehr in die 3. Liga. Wie lange es wohl diesmal dauert, bis wir die SpVgg Unterhaching wieder im Profifußball sehen?
Fakt ist: Wieder in der Regionalliga Bayern angekommen, läuft es mit Ex-Nationalspieler Sven Bender als neuen Cheftrainer bisher rund. Nach 19 von 34 Spieltagen sind die Hachinger erster Verfolger von Spitzenreiter 1. FC Nürnberg II. Mit einer Begegnung weniger auf dem Konto beträgt der Rückstand auf den Tabellenführer sieben Punkte.
Die direkte Rückkehr in die 3. Liga ist also durchaus realistisch. Grund dafür ist auch die starke Saison von Simon Skarlatidis. Der langjährige Drittligaprofi (239 Einsätze) hat schon jetzt neun Treffer und sieben Assists beigesteuert. Damit war er an mehr als einem Drittel aller Tore der Bender-Elf (insgesamt 44) beteiligt. Punktgleich mit der SpVgg auf dem dritten Platz rangiert in der Regionalliga Bayern übrigens ein weiterer Ex-Drittligist: Die Würzburger Kickers.
Für Sven Bender ist die SpVgg Unterhaching die erste Station als Cheftrainer. Zuvor war der Ex-Bundesligaspieler von Borussia Dortmund und Bayer 04 Leverkusen jeweils Co-Trainer beim DFB-Nachwuchs, beim BVB und in Unterhaching. Mit dem Karrierestart in Haching folgt Bender dem Beispiel eines weiteren Ex-Nationalspielers: Auch Sandro Wagner begann seine Laufbahn als Coach bei den Hachingern (2021 bis 2023), bevor er beim DFB-Team Co-Trainer von Julian Nagelsmann wurde.
Nur zwei Jahre nach seinem Abschied aus Unterhaching wurde Wagner dann Cheftrainer in der 1. Bundesliga und übernahm im Sommer 2025 den FC Augsburg. Auch, wenn das ein kurzes Intermezzo war und seine Zeit beim FCA schon nach wenigen Monaten und bloß 14 Pflichtspielen endete: Der Aufstieg von Sandro Wagner zum Bundesligatrainer verlief rasant. Auch Sven Bender peilt möglicherweise eine ähnliche Karriere als Trainer an.
Schon jetzt zur Winterpause steht fest: Um in der Saison 2026/27 im DFB-Pokal dabei zu sein, müssen die Hachinger Meister werden. Denn im Landespokal schieden Vorstädter im Viertelfinale denkbar knapp gegen Ligakonkurrent SV Wacker Burghausen aus. Das 4:5 im Elfmeterschießen war auch deshalb brisant, weil es an der Seitenlinie zum Duell der beiden Bender-Zwillinge kam: Lars Bender coacht seit letzten Sommer den SV Wacker und behielt im Aufeinandertreffen mit seinem Bruder die Oberhand.
In der Regionalliga Bayern rangiert Burghausen auf Platz sieben dagegen elf Zähler hinter der SpVgg Unterhaching. Die Bayern-Staffel startet erst Ende Februar ins neue Pflichtspieljahr. Haching beginnt die Restrunde mit den Auswärtsspielen beim ehemaligen Drittliga-Meister FC Bayern München II (20. Februar) und beim TSV Aubstadt (28. Februar). Für das Team von Sven Bender gilt dann: Gut aus den Startlöchern kommen, um die Chance auf den direkten Wiederaufstieg und das schnelle Comeback im Rampenlicht des Profifußballs aufrechtzuerhalten.
Zumindest kurzzeitig wieder im medialen Rampenlicht war der Klub zuletzt aus anderen Gründen: Der FC Bayern kaufte die Hachinger Heimspielstätte – den Sportpark Unterhaching. Seit dem 1. Januar ist die Allianz Arena Stadion GmbH Eigentümer. Im Anschluss an infrastrukturelle Anpassungen werden die Frauen des FC Bayern ab der Saison 2026/2027 dort ihre Heimspiele austragen. Für die SpVgg Unterhaching bleibt der Sportpark unverändert das Heimstadion.
“Für die SpVgg Unterhaching ist es die beste Lösung, mit dem FC Bayern als Eigentümer des Stadions eine Partnerschaft einzugehen”, sagt Haching-Präsident Manfred Schwabl: “So behalten wir mit dem Stadion am Sportpark unsere sportliche Heimat – und diese wird durch Infrastrukturmaßnahmen fit gemacht für die Zukunft mit den stetig wachsenden Anforderungen im Profifußball.”









































