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·4. Oktober 2026
Was hat Jürgen Klopp in seiner ersten Länderspielphase bei der Nationalmannschaft verändert?

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Drei Spiele, ein Sieg, ein Remis, eine Niederlage: Nüchtern betrachtet ist die Bilanz von Jürgen Klopp nach seiner ersten Länderspielphase ausgeglichen. Und doch hat sich rund um die Nationalmannschaft etwas verschoben. Vor dem Rückspiel heute Abend in Thessaloniki stellt sich die Frage, was sich unter dem neuen Bundestrainer tatsächlich geändert hat, und wo er noch ganz am Anfang steht.

Bundestrainer Jürgen Klopp schaut beim Training der deutschen Nationalmannschaft am 3. Oktober 2026 auf dem Homeground in Herzogenaurach auf seine Uhr. (Alexander Hassenstein / Getty Images Europe via Getty Images)
Das 2:0 in München kam dem, was Klopp von seiner Mannschaft verlangt, erstmals sehr nahe. „Heute waren die Jungs auf Krawall eingestellt, muss man echt sagen“, sagte er hinterher. „Die Aggressivität ist durch die Decke gegangen, das war außergewöhnlich gut.“ Seine Spieler eroberten den Ball früh, schalteten schnell um und suchten den direkten Weg zum Tor. Dafür lässt Klopp ihnen bewusst Freiheiten: „Wir können uns alle Frechheiten und Risiken leisten, wenn wir danach den Ball wieder erobern.“
Zum ersten Mal seit sieben Länderspielen blieb Deutschland ohne Gegentor. Auch im Ausland fiel der Auftritt auf, eine französische Zeitung schrieb: „Die Deutschen zeigten einen wirklich attraktiven Spielstil mit erdrückend hohem Pressing und schnellen Angriffen, die an den von Klopp propagierten Heavy-Metal-Fußball erinnerten.“ Klopp selbst stellte klar: „Das muss unser Anspruch sein.“ Aus den besten Szenen will er mit seinem Trainerteam ein Video schneiden, das die Mannschaft künftig zu sehen bekommt, „damit sie sieht, wie gut sie Fußball spielen kann“. Was Klopp und die Spieler nach dem Abpfiff sagten, steht in unseren Stimmen zum Serbien-Spiel.
Vor 68.121 Zuschauern rollte in München die La-Ola durchs Stadion, Klopp bedankte sich mit einer Ehrenrunde. Eine solche Nähe zwischen Bundestrainer und Fans hatte es unter seinem Vorgänger Julian Nagelsmann kaum gegeben. „Die Fahnen, La-Ola, es war wundervoll. Da ist mir das Herz aufgegangen, das brauchen wir. Es war schön, dass wir jetzt ein Highlight gesetzt haben“, sagte Klopp. Bei aller Euphorie bleibt die Einordnung wichtig: Die Serben waren ein schwacher Gegner und kein Maßstab für die Weltspitze, in die Klopp die Mannschaft zurückführen will.
Im Zentrum überzeugten die Bayern-Profis Aleksandar Pavlović und Tom Bischof. Pavlović kam auf knapp 150 Ballkontakte und eine Passquote von 94 Prozent, Bischof erzielte das 1:0. „Das war eines meiner wichtigsten Spiele“, sagte der 21-Jährige, den Nagelsmann nicht mit zur WM genommen hatte. Über das Zusammenspiel mit Pavlović und Florian Wirtz sagte er: „Es hat viel Spaß gemacht mit Pavlo und auch mit Flo. Wir drei haben uns gut verstanden.“
Die starke Vorstellung löste prompt eine Debatte um Kapitän Joshua Kimmich aus, der das Spiel mit seiner Frau von der Tribüne verfolgte. Klopp reagierte gereizt und wollte keine Geschichte daraus werden lassen: „Wir können in unterschiedlichsten Konstellationen eine bestimmte Art von Fußball spielen. Das ist der Plan. Der Fußball muss konstant bleiben, die Aufstellung kann es nicht.“ Ohne Alternativen sei man verloren: „Wenn einer ausfällt, stehen wir da, gucken doof und sagen: Wir können nur so spielen, wenn der und der auf dem Platz ist, dann macht das keinen Sinn.“ Mehr dazu in Klopp wies Kimmich ab.
Ein Sieg, ein Unentschieden, eine Niederlage aus drei Spielen. Heute um 20.45 Uhr folgt in Thessaloniki das vierte Spiel, RTL überträgt.
Vor allem die Intensität gegen den Ball und das schnelle Umschalten. Gegen Serbien blieb Deutschland erstmals seit sieben Spielen ohne Gegentor.
„Das wird ein ganz anderes Spiel“, sagt er. „Das Stadion wird ausverkauft sein. Das wird eine hitzige Atmosphäre. Das wird gut für unseren nächsten Entwicklungsschritt.“ Alle Infos: FAQ zum Länderspiel in Thessaloniki.







































