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·30. September 2026
Was ist los mit Cristiano Ronaldo? Friedensgespräche vor Dänemark

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Cristiano Ronaldo sorgt vor Portugals Nations-League-Spiel gegen Dänemark für Unruhe. Nach seinem Bankplatz gegen Norwegen und auffälligen Szenen im Training suchte der Verband den direkten Austausch mit dem Kapitän. Inzwischen deuten Gespräche und ein Social-Media-Post auf Entspannung hin.
Portugals Stürmer #07 Cristiano Ronaldo wärmt sich vor dem Spiel der Gruppe H der Fußballweltmeisterschaft Katar 2022 zwischen Portugal und Ghana im Stadion 974 in Doha am 24. November 2022 auf. (Foto: Glyn KIRK / AFP)
Allein lief Ronaldo am Dienstagnachmittag im Trainingsanzug über den Rasen des Stadions in Malmö. Der portugiesische Rekordtorschütze beschäftigte sich mit seinem Handy und trank Kaffee. Als die Auswahl rund 30 Minuten später an gleicher Stelle die Einheit für das anstehende Duell mit Dänemark begann, war ihr Kapitän bereits wieder verschwunden.
Die erneuten Bilder nährten in Portugals Sportmedien die Diskussionen über das Verhältnis zwischen Ronaldo und der Nationalmannschaft. Nationalcoach Jorge Jesus sah sich deshalb schon am Trainingsplatz veranlasst, seine Bemühungen um den 41-jährigen Star zu unterstreichen.
„Ich spreche jeden Tag, jede Minute mit Cristiano Ronaldo“, sagte Jesus. Der 72-Jährige hatte seinen Kapitän beim 2:1 gegen Norwegen am Sonntag über die komplette Spielzeit auf der Ersatzbank gelassen.
Nach einem „nervenaufreibenden Tag für die Nationalmannschaft“ gab es am Abend allerdings Signale der Beruhigung. Laut übereinstimmenden portugiesischen Medienberichten nahmen Jesus und Ronaldo Friedensgespräche auf. Die Sportzeitung O Jogo schrieb: „Es verlief positiv und führte zur Entspannung“.
Auch Verbandspräsident Pedro Proenca schaltete sich ein. Aus Sorge sagte er sämtliche anderen Verpflichtungen ab, darunter den eigentlich geplanten Besuch des U21-Spiels, und reiste am Dienstag zu einem dringlichen Krisentreffen an. Wenig später veröffentlichte Ronaldo ein Foto in Portugals Trainingskleidung, das er mit einem roten Herz versah. Auch das wurde als Hinweis auf eine entschärfte Lage gewertet.
Vor der Partie des Titelverteidigers gegen Dänemark am Donnerstagabend um 20.45 Uhr, die DAZN überträgt, erhielt Ronaldo sogar Unterstützung vom Gegner. Dänemarks Nationaltrainer Brian Riemer mahnte, die Bedeutung des Angreifers für Portugal nicht kleinzureden.
„Ich glaube, dass viele Menschen seine Bedeutung für die portugiesische Nationalmannschaft unterschätzen. Wenn er seine Karriere beendet, wird Portugal ein Problem haben“, sagte Riemer. Seine Vorbildfunktion sei unabhängig von seinen Toren unbestritten.
Ronaldo selbst hatte vor der Länderspielpause klargestellt, dass allein er über das Ende seiner Laufbahn entscheiden werde. „Wenn ich das Gefühl habe, dass ich dem Team nichts mehr bringe oder dass ich eine schlechte Stimmung schaffe, werde ich als Erster gehen“, hatte er erklärt. Zugleich betonte er: „Die Portugiesen zählen auf mich. Deshalb bin ich immer noch hier.“
Der Stürmer verfolgt weiterhin die Marke von 1000 Toren. Noch 21 Treffer fehlen ihm zu diesem Meilenstein. Sollte ihm das 1000. Tor ausgerechnet im Trikot der Seleção gelingen, wäre „das der krönende Abschluss einer wunderschönen Geschichte“, sagte Ronaldo.
Während Ronaldos Rolle diskutiert wird, hat Jesus den zuletzt wenig durchschlagskräftigen portugiesischen Angriff mit jüngeren Kräften belebt. Joao Felix, 26 Jahre alt, traf unter seinem früheren Vereinstrainer in den vergangenen beiden Länderspielen. The Athletic bezeichnete Portugals „Prinz“ angesichts seiner starken Verfassung als solchen.
Felix, der wie Ronaldo bei Al-Nassr in Saudi-Arabien spielt, will seinem Teamkollegen bei der Jagd auf die Bestmarke helfen. Am Wochenende verriet er, dass er die Vorlage zu Ronaldos 1000. Karrieretor geben möchte. „Dieses Tor wird in die Fußballgeschichte eingehen, und dabei zu sein, wäre ein fantastischer Moment.“







































