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·18. September 2026
Was können Klopps No-Names? Die acht größten Überraschungen im DFB-Kader

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·18. September 2026

Jürgen Klopp hat sich bei der Zusammenstellung des DFB-Kaders direkt von seiner innovativen Seite gezeigt. Der neue Bundestrainer berücksichtigte 44 Spieler, die planmäßig jeweils nur zwei von vier Partien bestreiten sollen. Bedenkt man die enorme Größe des Gesamt-Aufgebots, ist es nicht verwunderlich, dass einige Überraschungskandidaten den Sprung geschafft haben und nun auf eine Chance hoffen. Für zahlreiche Spieler wäre es das erste A-Länderspiel überhaupt. Der ein oder andere Name dürften selbst Fußballfans noch nicht sonderlich geläufig sein.
Wir werfen einen Blick auf die erstaunlichsten No-Name-Nominierungen des Bundestrainers. Sie alle haben noch kein A-Länderspiel bestritten.

Daniela Porcelli/GettyImages
Philipp Treu gehört zu den vielen Freiburger DFB-Team-Neulingen. Seine Nominierung war allerdings nicht ganz so überraschend wie bei manch anderem Breisgauer. Treu hat das große Glück, Rechtsverteidiger zu sein, und konnte in der letzten Spielzeit vor allem in der Europa League auf sich aufmerksam gemacht. Der 25-Jährige ist eher ein Spätstarter und hat erst 2024/25 mit St. Pauli erstmals Bundesliga-Luft geschnuppert. Der Außenverteidiger besticht durch seinen Willen, seine Laufstärke und gilt als äußerst passsicher. In Sachen Torbeteiligungen gibt es aber sicher noch Luft nach oben.

Jonathan Moscrop/GettyImages
Yannik Engelhardt zählte in der letzten Saison als Leihspieler von Borussia Mönchengladbach zu den Lichtblicken und wechselte im Sommer von seinem bisherigen Stammverein Como 1907 nach Freiburg. Der 25-Jährige hat einen tollen Saisonstart erwischt und in drei Bundesligaspielen schon zweimal getroffen. Engelhardt ist lauf- und zweikampfstark und kann auf dem Weg nach vorne einiges an Wucht erzeugen. Der zentrale Mittelfeldmann ist ein Mentalitätsspieler und verkörpert einen Spielertypen, den es in Deutschland nicht so häufig gibt. Ob es fußballerisch letztlich reicht, wird sich zeigen.

EyesWideOpen/GettyImages
Bis zur Winterpause der vergangenen Saison war Hennes Behrens wohl kaum jemandem bekannt. Meist kam er nur für Hoffenheim II in der 3. Liga zum Einsatz. Seine Leihe von Hoffenheim nach Heidenheim sollte sich für den 21 Jahre alten Linksverteidiger aber auszahlen. Zwar konnte er den Abstieg des Klubs nicht verhindern, jedoch persönlich auf sich aufmerksam machen. Dies mündete auch im Wechsel zum FC Augsburg, wo sich Behrens auf Anhieb einen Stammplatz gesichert hat. Der dynamische und lernwillige Außenverteidiger hat seinen Teil zum starken Saisonstart des FCA beigetragen. Behrens ist nahezu beidfüßig und kann folgerichtig auch hinten rechts verteidigen. Hier dürfte er auch in der Nationalmannschaft eine Perspektive haben.

Daniela Porcelli/GettyImages
Scherhant stammt aus der Hertha-Jugend und hat sich bei den Berlinern mit seiner Athletik und seiner mutigen Spielweise einen Namen gemacht. Der SC Freiburg nahm den Außenstürmer im Sommer 2025 für zwei Millionen Euro unter Vertrag, setzte aber zunächst eher als Joker auf die Dienste des 23-Jährigen. In 49 Pflichtspielen reichte es bei Scherhant für sieben Tore und zwei Assists.In der noch jungen aktuellen Spielzeit ist der Knoten beim Linksaußen so richtig geplatzt. Zwar hat er in sechs Pflichtspielen erst einmal getroffen, jedoch markierte er bereits sechs Assists. Dies spricht dafür, dass er inzwischen eine deutlich bessere Spielübersicht besitzt. Insbesondere in der Conference-League-Quali war Scherhant mit vier Torbeteiligungen herausragend stark.Dass es direkt für eine Klopp-Nominierung reicht, hätte er wohl trotzdem nicht erwartet.

DeFodi Images/GettyImages
Max Rosenfelder konnte bereits früh beim SC Freiburg als spielstarker und intelligenter Innenverteidiger auf sich aufmerksam machen und war ein wichtiger Bestandteil der deutschen U21. Aufgrund von mehreren Verletzungen geriet die Karriere des 23-Jährigen jedoch ein wenig ins Stocken. In der abgelaufenen Saison brachte es Rosenfelder nur auf 856 Pflichtspielminuten. In der laufenden Spielzeit durfte er zwar in den Conference-League-Quali-Partien ran, stand in der Bundesliga aber nur 21 Minuten lang auf dem Platz. Dementsprechend überraschend ist auch seine Nominierung. Rosenfelder hat jedoch den Vorteil, dass er nicht nur innen, sondern auch auf der rechten Seite verteidigen kann.

Craig Foy - SNS Group/GettyImages
Der 22-Jährige war zwar ein langjähriger Junioren-Nationalspieler, dürfte in Deutschland aber dennoch vielen unbekannt sein. Dies hat sicherlich auch damit zu tun, dass der beim SC Freiburg ausgebildete Mittelfeldspieler kein einziges Bundesliga-Spiel auf dem Konto hat. Der 22-Jährige zeigte allerdings starke Leistungen für den SC Paderborn und wechselte in diesem Sommer für acht Millionen Euro zu Celtic Glasgow. Dort konnte sich Baur auf Anhieb einen Stammplatz im zentralen Mittelfeld sichern. Der Youngster gilt als lauf- und passstark und ist immer auch mal für einen tödlichen Pass oder einen Treffer gut. Die Konkurrenzsituation auf seiner Position ist aber natürlich groß.

picture alliance/GettyImages
Der 23-Jährige spielte bei der TSG Hoffenheim eigentlich keine große Rolle, weshalb im letzten Sommer eine Leihe nach Elversberg folgte. Dort zeigte der offensive Mittelfeldspieler ansprechende Leistungen und trug seinen Teil zum Aufstieg bei. Mit zehn Torbeteiligungen war seine Bilanz aber auch nicht überragend.Dennoch hat Conté die nötigen Schritte gemacht, um bei der TSG durchstarten zu können. In der laufenden Saison stand er in zwei von fünf Pflichtspielen in der Startelf und konnte mit drei Torbeteiligungen überzeugen. Conté ist athletisch, technisch stark und ein Spieler, der immer das Auge für den Nebenmann hat. Mit einer Nominierung war zu diesem Zeitpunkt aber definitiv nicht zu rechnen.

Alex Grimm/GettyImages
Felix Keidel ist nicht nur der größte No-Name in dieser Liste, sondern vielleicht auch der größte No-Name, der je für die deutsche A-Nationalmannschaft nominiert wurde. Der Elversberger hat auf transfermarkt.de einen Marktwert von gerade mal 1,2 Millionen Euro. Der 23-Jährige ist im letzten Sommer für 400.000 Euro von Ingolstadt nach Elversberg gewechselt und in der Aufstiegs-Saison 25 Zweitliga-Partien bestritten. Mit einem Tor und zwei Assists blieb er offensiv aber eher unauffällig. In der laufenden Spielzeit absolvierte Keidel seine ersten drei Bundesligaspiele und erzielte einen Treffer. Keidel hat kein einziges Junioren-Länderspiel absolviert und dürfte selbst nicht mit der Nominierung gerechnet haben. Allerdings hat er eben den großen Vorteil, auf der Rechtsverteidiger-Position zu Hause zu sein. Zudem überzeugte er jüngst gegen die Bayern.
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