Borussia Dortmund
·5. Januar 2026
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Zwischen dem letzten Spiel im Jahr 2025 und dem Start des Trainingslagers in Marbella lagen für die BVB-Profis 13 trainingsfreie Tage. So lange hat Fabio Silva allerdings nicht pausiert. „Nach zwei bis drei Tagen will dein Körper wieder etwas machen – das ist wichtig als Profi, du kannst nicht zehn Tage lang nichts tun“, sagt der Stürmer, der Weihnachten im Kreis von Familie und Freunden verbracht hat. Genau das, erklärt der Angreifer, sei „das Wichtigste, um danach mit voller Energie zurückzukommen.“
Silva ist nicht nur mit neuer Energie, sondern auch mit neuem Körperschmuck zurück zu seinen BVB-Kollegen gekehrt. „Ich habe mir mit 17 mein erstes Tattoo stechen lassen – damals wollte ich nur das eine und dachte, damit wäre ich fertig“, sagt Silva und schmunzelt – mittlerweile ist sein Körper voll mit Tattoos. „Jedes hat einen Bezug zu einer bestimmten Zeit in meinem Leben. Ich mag es, die Tattoos an meinem Körper zu sehen, und dann sofort zu wissen, wann und warum ich sie habe stechen lassen.“
Anlässe für Tattoos hatte Silva genug – mit gerade einmal 23 Jahren ist Deutschland schon die siebte Station in seiner Profi-Karriere (zum Porträt). Neu war der deutsche Fußball aber nicht für den Portugiesen, das hat er vor allem seinem Vater zu verdanken. „Die Bundesliga ist die Lieblingsliga meines Vaters, wir haben viele Spiele verfolgt.“ So kannte Fabio Silva natürlich auch schon den BVB und den SIGNAL IDUNA PARK – und träumte davon, dort zu spielen Das war aber nicht seine einzige Verbindung nach Deutschland: Tiago Tomas vom VfB Stuttgart und Xavi Simons (von 2023 bis 2025 bei Leipzig) gehören zu seinen engsten Freunden.
Trotz aller Verbundenheit – der Start in Schwarzgelb war für Silva nicht leicht. „Ein neues Land, eine neue Kultur, anderes Wetter oder Essen sind kein Problem mehr für mich.“ Was die Situation im vergangenen Sommer aber doch etwas anders und komplizierter gemacht hat, war natürlich seine Verletzung. „So haben weder ich noch der Verein uns das vorgestellt.“ Aber Silva wusste, wie er mit der Situation umzugehen hatte. „Ich hatte Hilfe von Personen im Klub und außerhalb. Ich weiß, wie ich mit meinem Körper umgehen muss – wenn ich nicht fit bin, kann ich nicht 100 Prozent auf dem Platz geben.“ Dass der BVB ihm in dieser Zeit das Vertrauen geschenkt hat, dafür bedankt Silva sich – und hat dieses Vertrauen auch zurückgezahlt. „Ich bin jetzt in meiner besten Form. Ich denke, das können die Leute sehen, wenn ich auf dem Platz stehe.“
Dass der Start in Schwarzgelb nicht leicht war, hat den Portugiesen aber nicht aus der Bahn geworfen. „Es gibt immer Höhen und Tiefen, damit muss man umgehen.“ Fabio Silva weiß, dass er die guten Zeiten genießen muss und dass schlechte Phasen auch wieder vorbeigehen: „Ich versuche immer, mich darauf zu konzentrieren, was meine Stärken und Qualitäten sind.“
Die können die Fans des BVB Woche für Woche auf dem Platz sehen: Ein Tor und vier Vorlagen hat der Stürmer bisher geliefert. Dabei geholfen haben Silva neben seinen engsten Teamkollegen Yan Couto, Aaron Anselmino, Carney Chukwuemeka und Julian Brandt vor allem auch die Dortmunder Fans. „Manchmal, wenn du auf dem Platz kein Selbstvertrauen hast, aber die Fans hinter dir spürst, gibt dir das viel Vertrauen.“
Wegnehmen lässt Silva sich dieses Selbstvertrauen durch Einflüsse von außen nicht – obwohl er einer Generation angehört, die mit den sozialen Medien aufgewachsen ist. „Ich lese keine Kommentare, das ist nicht gut für Fußballspieler. An manchen Tagen bist du der Beste, an anderen nicht mehr.“ Diese Reaktionen seien aber normal, so der Borusse: „Der Fußball lebt vom Moment. Ich versuche deshalb einfach an jedem Tag, die beste Version meiner selbst zu sein. Ich gebe immer 100 Prozent, das kann jeder sehen.“
Für das Jahr 2026 wünscht Silva sich nur eines: „Gesundheit für meine Familie, meine Freunde, mein Team und mich.“ Dabei will der Borusse auch nicht vergessen, den Moment zu genießen: „Ich habe mich früher zu sehr auf die Zukunft konzentriert und nicht im Hier und Jetzt gelebt. Wenn ich in der Gegenwart das Richtige tue, gut trainiere und auf den Trainer höre, dann ist es danach leichter auf dem Platz. Für mich funktioniert das so am besten.“ Aber, erklärt der Stürmer, „ich habe noch eine weite Reise vor mir und die Fans können noch viele gute Dinge von mir erwarten.“ Die schwarzgelben Anhänger können sich also noch auf einiges freuen – immerhin ist Fabio Silva erst 23 Jahre alt.
Nina Bargel-Neuhaus









































