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·22. September 2026
Watzke hofft auf Olympia im Ruhrpott: „Besser als in München“

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An diesem Samstag fällt die Entscheidung, mit welcher Region Deutschland ins Rennen um Olympische Spiele geht. Hans-Joachim Watzke lässt schon vorher keinen Zweifel daran, wen er unterstützt: die Bewerbung „Köln Rhein-Ruhr“ – und damit nicht den Mitbewerber München.
Der BVB-Präsident macht sich öffentlich für Sommerspiele an Rhein und Ruhr stark. Seine Begründung: Ein solches Großereignis sei nicht nur eine Standortfrage, sondern immer auch ein Wachstumsschub für die jeweilige Gegend. Und genau dieser Effekt sei in NRW besser aufgehoben als in Bayern.
„Ich bin überzeugt, dass dieser Boost im Ruhrgebiet und im Rheinland deutlich besser angebracht wäre, als beispielsweise in München“, sagte Watzke im Gespräch mit der Welt. Für seine Sicht führt er auch die Geschichte und die Mentalität der Menschen in Nordrhein-Westfalen an.
„Hier hat schon das erste Wirtschaftswunder seinen Grundstein gehabt. Ich glaube, die Menschen in NRW tun sich aufgrund ihrer Art auch etwas leichter damit, über die Grenzen ihres Bundeslandes zu denken als vielleicht der typische Bayer, der zunächst auch an Bayern denkt“, so der einflussreiche DFB-Vizepräsident.
Für den BVB hat die Kampagne dabei eine konkrete sportliche Dimension. Das Dortmunder Stadion ist im Konzept als Spielstätte für Fußballpartien eingeplant, auch die Westfalenhalle wird genannt. Es handelt sich für den BVB also nicht nur um ein Randthema.
Am Samstag stimmen die Delegierten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) über den nationalen Bewerber für die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 ab. Die Region Rhein-Ruhr mit Köln als „Leading City“ konkurriert dabei mit Berlin und München.
In der jüngeren Vergangenheit war Watzke vor allem in seiner Rolle bei internen Zukunftsfragen des Klubs präsent, etwa als es um die Verträge mehrerer BVB-Bosse ging. Nun stellt er sich hinter ein Projekt, dessen Nutzen er weit über den Sport hinaus verortet.

Foto: IMAGO
Watzke sieht in den Spielen einen Motor für den Wandel, den das Land ohnehin bewältigen müsse. „Wenn man die Olympischen und Paralympischen Spiele als zusätzlichen Motor für den Transformationsprozess versteht, den Deutschland sowieso durchlaufen muss, dann kann meiner Meinung nach die Entscheidung für KölnRheinRuhr fallen“, sagte der 67-Jährige.
Sein Bekenntnis fällt eindeutig aus: „Wir als BVB, aber auch ich persönlich, stehen zu 100 Prozent hinter der Idee von Olympischen und Paralympischen Spielen in Deutschland. Unser Land braucht positive Fernziele, um wieder zuversichtlich in die Zukunft zu schauen.“ Zwischen 13.45 und 14.45 Uhr wird am Samstag feststehen, welche Region den Zuschlag des DOSB erhält.















