Wegen Alvarez-Angebot: Atletico trollt Real Madrid noch härter als Barça | OneFootball

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·10. Juni 2026

Wegen Alvarez-Angebot: Atletico trollt Real Madrid noch härter als Barça

Artikelbild:Wegen Alvarez-Angebot: Atletico trollt Real Madrid noch härter als Barça

Die Katze ist aus dem Sack. Der wiedergewählte Real-Präsident Florentino Perez hatte für den gestrigen Dienstag ein 150-Millionen-Euro-Angebot angekündigt. Nach vielen Spekulationen sorgten die Königlichen am Abend selbst für Klarheit: Die Offerte galt Julian Alvarez.Stadtrivale Atletico lehnte das Angebot für ihren noch bis 2030 gebundenen Star-Stürmer umgehend ab und verwies auf die Ausstiegsklausel des Argentiniers in Höhe von 500 Millionen Euro, wie Real Madrid im eigenen Statement veröffentlichte:"Real Madrid C. F. teilt mit, dass der Verein nach der heutigen Vorstandssitzung dem Club Atlético de Madrid ein Angebot in Höhe von 150 Millionen Euro für die Transferrechte des Spielers Julián Álvarez unterbreitet hat. Nach Prüfung und Bewertung des Angebots hat der Club Atlético de Madrid das im Rahmen der guten Beziehungen zwischen beiden Vereinen unterbreitete Angebot gewürdigt und es unter Verweis auf die Ausstiegsklausel des Spielers abgelehnt", lautete die Real-Mitteilung.

Die Rojiblancos zeigten damit erneut deutlich, dass man überhaupt nicht an einem Verkauf von Alvarez an die Liga-Rivalen interessiert ist. Schon nach dem angeblichen Angebot des FC Barcelona von rund 100 Millionen Euro fiel die Atletico-Antwort mehr als deutlich aus.Ende Mai reagierte Atleti auf X besonders scharf und sarkastisch auf das Barça-Werben. Im Fabrizio-Romano-Style wurde mit dem berühmten 'Here we go' fiktive Einigungen mit den Barça-Stars Lamine Yamal, Pedri und Raphinha verkündet."Wir haben ein Fax an den FC Barcelona mit unserem Transferangebot geschickt: 4 Eintrittskarten für das Bad-Bunny-Konzert morgen, ein Jahresabonnement der Zeitung ABC und eine Tüte Sonnenblumenkerne. Wir warten gespannt auf die Antwort, um den 'Ankündigungs-Post' vorzubereiten", hieß es in den Atletico-Posts unter anderem (90min berichtete).


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Atletico verhöhnt Real: "Bringt uns noch mehr zum Lachen als Barça"

"Damit es keine Zweifel gibt: Wir danken euch gar nichts. "Atletico zu Real auf X

Auf das nun sogar offiziell verkündete Angebot von Real Madrid reagierte Atletico erneut bissig. Zunächst wurde schlicht mit fünf Lach-Emojis geantwortet.

Dann folgte der Spott für den Stadtrivalen: "Ihr habt Höflichkeit wohl mit Dankbarkeit verwechselt, aber damit es keine Zweifel gibt: Wir danken euch gar nichts. Weder prüfen noch bewerten wir irgendein Angebot für Julian. Wie sollen wir uns nicht gut verstehen, wenn ihr uns noch mehr zum Lachen bringt als der FC Barcelona", verhöhnte Atleti die Königlichen.Dabei ging man auch auf den Besuch des Papstes im Bernabeu ein. Das von Real geteilte Video sei geschnitten worden, ehe der Papst erklärte, er sein Atleti-Fan.

Ein P.S. gab es später auch noch: "Nutzen wir doch die guten Beziehungen zu eurem neuen Präsidenten und schauen wir mal, ob ihr aufhört, unserer Akademie Spieler "abzuwerben". Vielen Dank, Real Madird!"

Entertainment der neuen Fußball-Welt

Im Real-Teil von Madrid und in Barcelona dürfte man die Antworten von Atleti bestenfalls als unprofessionell wahrnehmen. Als neutraler Fußballfan kommt man dagegen kaum umher, als mindestens ein Schmunzeln für die Schlagfertigkeit der Rojiblancos übrig zu haben.Klar, auch Atletico hat und wird Spieler anderer Klubs abwerben. In der Transfer-Nahrungskette liegen sie zwischen Real, Barça und den restlichen spanischen Klubs. Dass man bei Alvarez auf Stur schaltet, ist im Übrigen das gute Recht des Vereins – mit Verweis auf den langfristig gültigen Vertrag.

Perez auf der anderen Seite dürfte das Angebot wohl auch nur öffentlich verkündet haben, um allen demonstrativ zu beweisen, dass er Wort gehalten und einen neuen Rekord-Neuzugang tatsächlich verpflichten möchte.

Wohin der Alvarez-Poker noch führt, bleibt vorerst offen. Klar ist, dass er für Fußball-Entertainment sorgt. Das mag den Fußball-Puristen unter uns nicht sonderlich gefallen. Ist aber mittlerweile Teil des Fußball-Business. In jedem Fall heizt es die Konkurrenzsituation der drei spanischen Topklubs weiter an. Etwas, das man in der Bundesliga vergeblich sucht.So oder so: Dem Social-Media-Team von Atletico sollte ein Preis verliehen werden. Vielleicht denkt man bei France Football mal darüber nach, eine Kategorie dafür beim Ballon d'Or einzuführen...

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