FCBinside
·15. Juli 2026
Wegen Bayern-Dominanz? Bundesliga vor Millionen-Verlust

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·15. Juli 2026

Die Bundesliga muss bei den TV-Einnahmen aus den USA künftig deutliche Abstriche machen. Laut einem Bericht von The Athletic erhält die DFL im neuen Medienrechtevertrag rund 50 Millionen US-Dollar weniger als bisher. Als ein Grund wird dabei auch die Dominanz des FC Bayern genannt.
Die Bundesliga verliert zur kommenden Saison ihren bisherigen US-TV-Partner ESPN. Künftig werden die Spiele in den Vereinigten Staaten vom Medienkonzern Versant übertragen – über den TV-Sender USA Network sowie den werbefinanzierten Streamingdienst Fandango.
Wie der US-Journalist Andrew Marchand in The Athletic berichtet, fällt der neue Vertrag allerdings deutlich geringer aus als der bisherige.
Dem Bericht zufolge zahlte ESPN bislang rund 30 Millionen US-Dollar pro Saison für die Übertragungsrechte der Bundesliga. Der neue 5-Jahresvertrag mit Versant soll im Schnitt nur noch 20 Millionen US-Dollar pro Jahr einbringen.
Über die gesamte Vertragslaufzeit ergibt sich damit ein Minus von rund 50 Millionen US-Dollar beziehungsweise etwa 43 Millionen Euro im Vergleich zur bisherigen Vereinbarung.
Als einen Grund für die geringere Bewertung nennt The Athletic die fehlende Spannung im Titelrennen der Bundesliga. Insbesondere die langjährige Dominanz des FC Bayern habe dazu beigetragen, dass die Liga auf dem US-Markt als weniger wettbewerbsfähig wahrgenommen werde.
Hinzu komme laut dem Bericht, dass der Bundesliga derzeit die ganz große Dichte an internationalen Superstars fehle. Spieler wie Harry Kane oder Michael Olise allein würden nicht ausreichen, um den Marktwert der Liga in den USA deutlich zu steigern. Auch die regelmäßig gelobte Stadionatmosphäre spiele bei den Verhandlungen um Medienrechte nur eine untergeordnete Rolle.

Foto: imago images
Trotz der finanziellen Einbußen sehen Beobachter auch Chancen im neuen Modell. Anders als bisher werden die mehr als 300 Bundesligaspiele künftig entweder im klassischen Fernsehen bei USA Network oder kostenlos auf Fandango übertragen.
Dadurch könnte die Bundesliga künftig deutlich mehr Zuschauer in den Vereinigten Staaten erreichen. Das Netzwerk von Versant erreicht nach Angaben von The Athletic bis zu 80 Millionen Haushalte.
Die Hoffnung der DFL: Durch die größere Reichweite wächst das Interesse an der Bundesliga nachhaltig. Sollte es gelingen, neue Fans für den deutschen Fußball zu gewinnen, könnte sich dies bei der nächsten Ausschreibung der US-Medienrechte positiv auf die Erlöse auswirken.







































