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·19. September 2026

Weiter Vini oder nochmal Diomande? Mourinhos Rätsel gegen Atlético

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Wer kann das Stadtderby für sich entscheiden? – Fotos: Getty Images




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Die Ausgangslage

  1. Sechs Spiele, fünf Siege – was nach einem beinahe makellosen Saisonstart klingt, trügt. Denn während die Königlichen vor heimischer Kulisse torreiche Siege feiern konnten, überzeugten sie auf fremden Plätzen seltener und sicherten sich bei Espanyol Barcelona sowie zuletzt beim FC Elche zweimal erst in letzter Sekunde die drei Punkte. Bei Real Betis (0:1) kassierten die Blancos sogar die erste Pleite der noch jungen Spielzeit. Nun muss die Mannschaft von José Mourinho also am 7. LaLiga-Spieltag beim Stadtrivalen Atlético Madrid bestehen (Sonntag, 16:15 Uhr, im REAL TOTAL-Liveticker und bei DAZN), um den Abstand im Meisterrennen auf den FC Barcelona vor der Länderspielpause wieder zur verkürzen.
  1. Mit Blick auf die Offensive wird Mourinho im Derbi Madrileño vor eine besonders große Aufgabe gestellt: Nach bislang enttäuschenden Auftritten von Vinícius Júnior und zeitgleich hoffnungsvollen Einsätzen von Rekordtransfer Yan Diomande wäre Rotation auf der linken Außenbahn durchaus angebracht, wenn nicht sogar die logische Konsequenz. Mit einer Pause für den „müden“ Brasilianer würde Mourinho nicht nur taktische Variabilität beweisen, sondern auch das im Madridismo ersehnte Leistungsprinzip ein Stück weit zurückbringen. Auf der anderen Seite liefe der portugiesische Trainer Gefahr, eine ähnliche Kettenreaktion wie vor einem Jahr unter Xabi Alonso auszulösen. Damals leitete Vinis Auswechslung im Clásico förmlich das Ende von Xabis Amtszeit ein und so stellte sich die Frage, wer in der königlichen Kabine tatsächlich das Sagen hat. Auch mit Blick auf die extrem hitzige Stimmung im Metropolitano gegen Reals Nummer 7, könnte Yan Diomande dem Rest der Mannschaft möglicherweise mehr Ruhe geben.

Der Gegner

  1. Auch im jüngsten Transferfenster haben die Rojiblancos tief in die Tasche gegriffen und weit über 100 Millionen Euro ins Team investiert. Dabei verstärkten den selbsternannten Arbeiterklub namenhafte Spieler wie beispielsweise Morten Hjulmand, Kang-in Lee, Cristian Romero und Alejandro Grimaldo. Der bisherige Saisonverlauf spiegelt allerdings alte Muster wider, denn während die Mannschaft von Diego Simeone vor heimischer Kulisse, wie zuletzt beim 4:0-Erfolg gegen Osasuna, performt, tut man sich in der Fremde deutlich schwerer. Beim Athletic Club kassierte man eine herbe 0:3-Pleite und so verweilt Atlético, wie schon in der Vorsaison, auf dem vierten Tabellenplatz. Abseits des Rasens beschäftigte den Hauptstadtklub im Sommer vor allem der Abgang von Vereinslegende Antione Griezmann, der eigentlich durch den anderen Shootingstar im Kader kompensiert werden sollte: Statt nun groß aufzuspielen, sorgte Julián Álvarez jedoch mit seinem öffentlichen Wechselwunsch zu Ligakonkurrent Barça für Schlagzeilen. Gleich mehrere Angebote sollen die Madrilenen abgelehnt haben, sodass der Argentinier, zum Unmut der eigenen Anhänger, weiterhin gegen seinen Willen im rot-weiß-gestreiften Trikot aufläuft. In der aktuellen LaLiga-Spielzeit setzte Simeone seinen unzufriedenen Landsmann folglich erst in zwei Partien ein und gewährte dem Angreifer magere 55 Minuten auf dem Platz. Wer letztendlich im Metropolitano aufläuft, spielt in einer Hinsicht jedenfalls keine Rolle, denn fest steht: Gegen Real Madrid werden sich die Rojiblancos zerreißen und unabhängig von äußeren Einflüssen, hoch motiviert agieren.

Voraussichtliche Startelf: Oblak – Hancko, Romero, Pubill – Simeone, Koke, Hjulmand, Llorente – Baena, Lee – Lookman.

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Personelles und voraussichtliche Aufstellung

  1. Für das Spitzenspiel gegen Atlético stehen José Mourinho wie zuletzt gegen Elche (3:2) erneut 23 Profis zur Verfügung. So fehlen nach wie vor lediglich die drei Verletzten Rodrygo Goes, Ferland Mendy und Éder Militão, wobei Letzterer im Oktober zurückkehren könnte. Auf Canteranos kann der portugiesische Coach aber nur bedingt zurück greifen, so spielten unter anderem Jorge Cestero, Joan Martínez und Alexis Ciria im U20-Finale am Samstag. An Auswahl mangelt es ihm dennoch nicht, so stellen sich ihm sowohl in der Abwehr, als auch im Mittelfeld und im Angriff verschiedene Luxusprobleme. Ob erneut Yan Diomande startet, ist fraglich, dafür dürften Jude Bellingham und Arda Güler wieder gemeinsam starten. Könnte am Ende sogar mal Vinícius Júnior pausieren, nachdem für ihn am Donnerstag sogar sowas wie ein Sondertraining scheinbar angestanden hat? Für die Defensive wäre Denzel Dumfries wieder eine Option, während vor der Viererkette Bernardo Silva neben Federico Valverde für Ruhe und Stabilität sorgen könnte.
  1. Verletzt: Ferland Mendy (Sehnenverletzung), Rodrygo Goes (Kreuzbandriss), Éder Militão (Muskelverletzung)
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Statistiken und Besonderes

  1. GESAMTBILANZ: Bereits 222 Mal standen sich Real Madrid und Stadtrivale Atleti im Derbi Madrileño gegenüber. Dabei gingen mit 111 Siegen exakt 50 Prozent der Duelle an die Königlichen. In 56 Aufeinandertreffen behielten die Rojiblancos die Oberhand – 55 Aufeinandertreffen endeten unentschieden.
  1. SATISTIK: In den letzten sechs Jahren konnten die Königlichen lediglich zwei Derbi Madrileños in der Fremde für sich entscheiden. Beide Siege gelangen dabei im Metropolitano, das 2017 eröffnet wurde. Allzu oft war Real Madrid also im neuen Stadion von Atlético nicht erfolgreich – in der abgelaufenen Saison setzte es sogar eine deutliche 2:5-Klatsche.
  1. SCHIEDSRICHTER: Mit Miguel Ángel Ortiz Arias (41) wird erstmals in der Geschichte ein gebürtiger Madrilene das Hauptstadt-Derby leiten. Genau aus diesem Grund pfiff der 41-Jährige in seiner siebenjährigen LaLiga-Karriere noch keine einzige Partie der Königlichen und lediglich ein Spiel von Atlético im kleineren Derby gegen Getafe.
  1. WIEDERSEHEN: Im Kader der Rojiblancos stehen mit Marcos Llorente und Pablo Barrios zwei Spieler, die in ihrer Vergangenheit ein Teil der Königlichen waren. Während der frisch gebackene Weltmeister Llorente für die Profis auflief, spielte Barrios lediglich in der Jugend der Blancos. Auf der anderen Seite liegen die fußballerischen Anfänge von Thiago Pitarch bei Atlético, ehe er sich in La Fábrica zum gestandenen Spieler entwickelte. Zudem interessant: Julián Álvarez, für den Florentino Pérez im Sommer 150 Millionen Euro bot, absolvierte vor seinem Wechsel zu River Plate vor vielen Jahren unter anderem bei Real Madrid einige Probetrainings. Damals verhinderte lediglich die Altersbeschränkung einen Wechsel in die Nachwuchsabteilung des spanischen Rekordmeisters. Zu guter Letzt wird Thibaut Courtois das nächste Wiedersehen mit seinem Ex-Klub erleben.

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