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Moritz Oppermann·14. Februar 2026

Weltklasse-Spieler im Abseits: Gegen diesen Star wendet sich gerade alles

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Eden Hazard, Philippe Coutinho, João Félix - Die Liste an großen Namen, deren Karriere nach einem Wechsel in die völlig falsche Richtung lief, ist lang. Inmitten Spaniens könnte sie sich gerade leider um einen Spieler erweitern.

Für Trent Alexander-Arnold, oft als TAA abgekürzt, hätte die Karriere vor seinem Wechsel zu Real Madrid gefühlt nicht besser laufen können. Stammspieler beim FC Liverpool und auf dem besten Wege, eine Vereinslegende zu werden. Zudem zweifacher Premier-League-Meister, Champions-League-Sieger und fester Bestandteil der englischen Nationalmannschaft. Was kann da ein Wechsel schon verändern? Das Wort "Alles" trifft es wohl am besten.


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Angekommen bei den Königlichen hatte er direkt zwei Gegner, seinen eigenen Körper und Daniel Carvajal. TAA verpasste in der laufenden Saison bislang 17 Pflichtspiele aufgrund von Verletzungen. Nachdem er am vergangenen Wochenende beim 2:0-Auswärtssieg in Valencia nach über zwei Monaten sein 14-minütiges Comeback gab, sorgte dann Mitspieler Carvajal für Aufsehen, der deshalb weiter auf der Bank hatte schmoren müssen.

Wie spanische Medien übereinstimmend berichten, soll der Kapitän Real-Trainer Álvaro Arbeloa vorgeworfen haben, dass er TAA nur eingewechselt habe, da der Engländer eine Einsatzzeitgarantie von Präsident Florentino Pérez besäße. Carvajal kam zuvor selbst aus einer Verletzung, hatte bis dato aber oft den Vorrang vor ihm erhalten.

Als wären das nicht schon genügend fußballerische Probleme, läuft es auch bei den Three Lions mal so gar nicht für Alexander-Arnold.

„Ich habe mit Trent gesprochen. Es war ein schwieriges Telefonat, aber ich wollte, dass er es von mir hört", erklärte England-Coach Thomas Tuchel auf einer Pressekonferenz im September. Zuvor hatte sich Tuchel dazu entschieden, den Star-Verteidiger das erste Mal seit März 2021 nicht für die Nationalmannschaft zu nominieren.

Die Gründe waren vor allem seine Defensivdisziplin: „Ich sehe, dass er sich manchmal zu stark auf seine Offensivleistungen verlässt. Wenn er einen Platz in der Nationalmannschaft haben will, muss er die Defensive sehr, sehr ernst nehmen." Keine Frage, TAA ist ein extrem offensiv-orientierter Verteidiger, der dem FC Liverpool damit jedoch maßgeblich zu sportlichem Erfolg verhalf.

In 354 Spielen für die Reds bereitete er 92 Tore vor und traf immerhin auch 23 Mal selbst. Vor allem auch deshalb holten ihn die Königlichen im Sommer. Wo wir schon beim vergangenen Sommer sind: Es gibt da noch einen weiteren Brandherd im Leben des Trent Alexander-Arnold – die Fans des FC Liverpool.

Zumindest einige Anhänger der Reds nahmen ihm seinen Wechsel mehr als krumm. Nachdem er zur Trauerfeier seines langjährigen Teamkollegen Diogo Jota nach Liverpool gereist war, erhielt er eine klare Botschaft.

Unbekannte verunstalteten sein 2019 enthülltes Wandgemälde an der Sybil Road. Unter anderem schrieben sie „Auf Wiedersehen, Ratte" auf das Kunstwerk und beschmierten Alexander-Arnolds Rückennummer 66. Gefühlt läuft also wirklich alles gegen den 27-Jährigen. Immerhin das Alter, das spricht bei Real aktuell für ihn.

Beim 33-jährigen Carvajal stehen die Zeichen im Sommer auf Abschied. Wenn sein Körper wieder mitmacht, könnte TAA spätestens dann zum Stammrechtsverteidiger der Königlichen werden und sich zurück zur alten Stärke spielen. Vielleicht auch durch eine neue Auslegung seines Spielstils. Sollte er es schaffen, defensiv mehr Disziplin an den Tag zu legen, kommt auch Thomas Tuchel im Prinzip gar nicht um ihn herum.

Was Alexander-Arnold nicht vergessen darf: Im Fußball kann es ganz schnell nach unten gehen. Genauso schnell geht es jedoch auch wieder bergauf. Auch das hat der Sport schon oft genug bewiesen.


📸 Denis Doyle - 2025 Getty Images

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