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·27. Mai 2026

Weltmeister Klinsmann zu Deutschland bei der WM 2026: „Zielvorgabe kann nur Weltmeister heißen“

Artikelbild:Weltmeister Klinsmann zu Deutschland bei der WM 2026: „Zielvorgabe kann nur Weltmeister heißen“

Ex-Bundestrainer und Weltmeister von 1990 Jürgen Klinsmann hat den Deutschen Fußball-Bund vor der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada zu einem klaren Anspruch aufgefordert. Für den früheren Bundestrainer und Ex-DFB-Kapitän kann die Vorgabe für Deutschland nur ein Ziel kennen: den WM-Titel.

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Jürgen Klinsmann, seit März Trainer von Südkorea / Shutterstock.com


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Klinsmann fordert den Blick nach ganz oben

In der Rheinischen Post machte der 61-Jährige deutlich, dass der DFB seiner Mannschaft nicht weniger als den maximalen Erfolg abverlangen müsse. „Wir haben die Verpflichtung, immer den WM-Titel ins Visier zu nehmen. Ich hoffe, dass wir auch dieses Mal sagen: Wir wollen um jeden Preis ins Finale kommen. Wenn du vorher ausscheidest oder Pech im Elfmeterschießen hast, können wir immer darüber diskutieren. Aber die Zielvorgabe kann bei Deutschland nur Weltmeister heißen“, sagte Klinsmann mit Blick auf das Turnier vom 11. Juni bis 19. Juli.

Ein erneutes Aus im Viertelfinale dürfe aus seiner Sicht keinesfalls als positiver Schritt verkauft werden. Das sei für ihn der „komplett falsche Ansatz“, betonte der 61-Jährige. Genau das habe ihn bereits bei der Heim-EM schockiert.

Warnung vor falschen Maßstäben und politischer Überfrachtung

Klinsmann erinnerte dabei an seine eigene Erfahrung mit dem Viertelfinal-Aus bei der WM 1994. „Ich weiß noch, wie wir 1994 verprügelt wurden, als wir gegen Bulgarien verloren haben, und wie man gegen Berti Vogts geledert hat. Wir haben uns wochenlang nicht in die Öffentlichkeit getraut“, sagte der frühere Kapitän der Nationalmannschaft. Für ihn zeigt dieses Beispiel, wie groß der Druck im deutschen Fußball sein kann, wenn der Anspruch nicht erfüllt wird.

Gleichzeitig mahnte Klinsmann, die Diskussionen rund um das Gastgeberland USA nicht über den sportlichen Auftrag zu stellen. In Russland und vor allem in Katar habe man in Deutschland „alles kaputt geredet. Damit haben wir unsere Mannschaft praktisch bestraft.“ Für den 108-maligen Nationalspieler braucht das Team daher vor allem Rückendeckung: „Wenn unsere Mannschaft und ihre Fans es schaffen, sich auf Fußball zu konzentrieren, wird es eine wundervolle Erfahrung.“

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